SAN JOSE (dpa-AFX) - Aktien des Computer-Herstellers Supermicro haben an einem Tag mehr als ein Viertel ihres Werts verloren - zuvor hatten US-Ermittler mehrere Mitarbeiter beschuldigt, KI-Chipsysteme von Nvidia
Die US-Regierung hatte die Lieferung der KI-Chips von Nvidia nach China stark eingeschränkt, um die Entwicklung Künstlicher Intelligenz in dem Land zu bremsen. Es war bereits bekannt, dass die Systeme teilweise auf Umwegen trotzdem nach China gelangten.
Umkleben mit Haartrockner
Die Aktion war demnach mit einigem Aufwand verbunden: Für den Fall von Kontrollen wurden in Südostasien in der Originalverpackung täuschend ähnliche, aber nicht funktionierende Server-Attrappen gelagert. Dabei seien Sticker mit Seriennummern mit Hilfe von Haartrocknern von den echten Supermicro-Servern entfernt und auf die Attrappen aufgeklebt worden. Das alles wurde von Überwachungskameras in einer Lagerhalle aufgenommen, die New Yorker Staatsanwaltschaft veröffentlichte Fotos.
Supermicro: Nur einzelne Mitarbeiter
Supermicro betonte in einer Stellungnahme, dass es keine Vorwürfe gegen das Unternehmen gebe, sondern nur gegen einzelne Mitarbeiter. Einer der Beschuldigten ist ein 71-jähriger Mitgründer von Supermicro, der auch im Verwaltungsrat der Firma saß.
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