OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Netzanschlüsse sind ...
Netzanschlüsse sind zentrale strategische Frage für
Wettbewerbsfähigkeit / Brossardt: "Netzausbau muss beschleunigt
werden"
München (ots) - Netzanschlüsse entwickeln sich zunehmend von einer
technisch-administrativen Randfrage zu einem zentralen Standort- und
Wettbewerbsfaktor. Dies ist ein Ergebnis der Studie "Netzanschlüsse als
Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und Kilmaschutz", die die vbw -
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bei der Forschungsgesellschaft für
Energiewirtschaft (FfE) in Auftrag gegeben hat. Der Hintergrund: Neue
Technologien wie Großbatteriespeicher , Elektrolyseure und Rechenzentren
transformieren das deutsche Energiesystem . Der Bedarf an elektrischer
Anschlussleistung steigt, erneuerbare Energien drängen ins Netz und die
Elektrifizierung von Industrie, Logistik und Wärmeversorgung schreitet voran.
Diese gleichzeitige Dynamik führt zu einer wachsenden Konkurrenz um
Netzanschlüsse . "Es entstehen Engpässe sowohl durch begrenzte Netzkapazitäten
als auch durch Bearbeitungsstaus und überbordende Bürokratie in den Prozessen.
Verzögerungen, Intransparenz und Engpässe im Netzanschluss wirken sich
unmittelbar auf Investitionsentscheidungen , betriebliche Abläufe und den
Hochlauf klimaneutraler Technologien aus", erläutert vbw Hauptgeschäftsführer
Bertram Brossardt.
Die Studie zeigt, dass der Umgang mit Netzanschlüssen nicht isoliert nach
einzelnen Technologien betrachtet werden kann. Im Fokus stehen die fünf
zentralen Nutzergruppen - Industrie, Logistik, Rechenzentren,
Großbatteriespeicher und Elektrolyseure -, deren Anschlussbedarfe sich zeitlich
und räumlich zunehmend überlagern. "Nur wenn knappe Netzkapazitäten effizient
genutzt, Verfahren beschleunigt und Interessen frühzeitig koordiniert werden,
können die Grundlagen für eine erfolgreiche Transformation und
Wettbewerbsfähigkeit gelegt werden. Wir brauchen eine weitere Beschleunigung des
Netzausbaus und effizientere Anschlussverfahren. Gleichzeitig müssen
Anschlussbegehren transparenter koordiniert und priorisiert werden, damit knappe
Kapazitäten dort ankommen, wo sie wirtschaftlich und systemisch am dringendsten
benötigt werden", so Brossardt.
Hier setzen von der FfE wissenschaftlich begleitete Kooperationsforen an, in
denen Unternehmen, Netzbetreiber und Energieversorger gemeinsam praxistaugliche
Lösungen erarbeiten. " Industrielle und digitale Transformation ,
Dekarbonisierung und Energiewende müssen parallel vorangetrieben werden können,
um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. Die Kooperationsforen
können einen wichtigen Input für die vom Bundeswirtschaftsministerium zu Recht
angestoßenen Anpassungen beim Netzzugang liefern", sagt Brossardt abschließend.
Die vollständige Studie finden Sie hier (https://www.vbw-bayern.de/vbw/Themen-un
d-Services/Energie-Klima/Energie/Netzanschluesse-als-Schluesselfaktor-fuer-Wettb
ewerbsfaehigkeit-und-Klimaschutz.jsp) .
Pressekontakt:
Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203,
mailto:charlotte.offermann@vbw-bayern.de
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