LONDON (dpa-AFX) - Der frühere Google-Top-Manager
"Gerade jetzt brauchen wir mehr denn je eine florierende BBC, die für alle in einer komplexen, unsicheren und sich schnell verändernden Welt funktioniert", sagte Brittin dem Sender zufolge. Die BBC sei ein "einzigartiges britisches Gut", er fühle sich geehrt, die Rolle des Senderchefs übernehmen zu können. Den Angaben nach war der Brite seit 2007 bei Google, ab 2014 war er dort als Präsident für Europa, den Nahen Osten und Afrika tätig. 2025 trat Brittin von seinem Posten zurück und nahm sich eigenen Angaben nach eine Auszeit.
Bearbeitete Trump-Rede führte zu Führungskrise
Die BBC befand sich in den vergangenen Monaten in einer schweren Führungskrise. Für seine Sendung "Panorama" hatte der Sender unterschiedliche Teile der Rede Trumps vom 6. Januar 2021 zusammengeschnitten und diesen Fehler später auch eingeräumt. An diesem Tag war in der US-Hauptstadt Washington das Kapitol gewaltsam gestürmt worden. Der Fall gilt als maßgeblicher Grund für den Rücktritt von Davie und der fürs Nachrichtengeschäft verantwortlichen Journalistin Deborah Turness.
Trump verklagte die BBC im Laufe des Skandals auf zehn Milliarden Dollar, der Sender soll ihn "falsch und diffamierend" dargestellt haben, so der Vorwurf. Verhandelt werden soll die Klage ab Februar 2027 in den USA. Die BBC sah für eine Verleumdungsklage von Beginn an keine Grundlage.
Davie verlässt die BBC laut dem Sender im April. Als Interims-Senderchef übernimmt Rhodri Talfan Davies, bevor Brittin am 18. Mai sein Amt antritt./pba/DP/stw