Ölpreise kaum verändert auf hohem Niveau
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag trotz der Verlängerung eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran auf hohem Niveau gehalten. Im frühen Handel sind die Notierungen nur zeitweise etwas gefallen, der Preis für Rohöl aus der Nordsee blieb deutlich über 100 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent wurde bei 108,11 Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend.
Die Ankündigung, bis zum 6. April keine Angriffe auf iranische Kraftwerke durchzuführen, hat bisher keinen größeren Einfluss auf die Preisentwicklung am Ölmarkt. Trump hatte zudem mitgeteilt, dass es "sehr gute" Gespräche mit dem Iran gebe.
Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an - mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl. Zeitweise war der Preis für Rohöl aus der Nordsee bis knapp 120 Dollar gestiegen.
Die jüngsten Aussagen von Trumps nehmen "dem Markt kurzfristig etwas die Spannung", kommentierte Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING Bank. Allerdings seien nach ihrer Einschätzung bereits rund 8 Millionen Barrel pro Tag an Fördermengen ausgefallen und ein deutlich größeres Volumen an Ölströmen durch den Persischen Golf weiterhin gefährdet. Durch die jüngste Entwicklung werde die Sorge am Markt "voraussichtlich nicht wesentlich abnehmen", sagte die Expertin./jkr/stk