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Russische Armee drängt Studenten zum Dienst als Drohnenpiloten

02.04.2026
um 13:27 Uhr

MOSKAU (dpa-AFX) - Die russische Armee drängt Studenten zum Dienst als Drohnenpiloten im Krieg gegen die Ukraine. Der unabhängige Telegram-Kanal "Faridaily" berichtete sogar, das Bildungsministerium lege eine Quote fest, dass Universitäten und Hochschulen zwei Prozent ihrer Studenten für die 2025 neu gebildeten Drohnentruppen gewinnen sollten.

Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentierte in Moskau, ihm sei von einer solchen Anordnung nichts bekannt. "Es ist tatsächlich eine neue Truppengattung gebildet worden mit gewissen Anforderungen, es werden neue Kader für diese Art Truppe gebraucht", sagte er der Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Es gibt ein Angebot für diejenigen, die die entsprechenden Kompetenzen mitbringen."

Nach Zählung unabhängiger Medien gab es seit dem vergangenen Herbst mehr als 200 Werbeveranstaltungen an russischen Hochschulen. Dabei wurde mit Versprechungen und Druck versucht, Studenten und Studentinnen für den Armeedienst mit Drohnen zu gewinnen. Neben Geld werde zugesagt, das Studium könne nach einem Jahr Vertragsdauer problemlos fortgesetzt werden. Große staatliche Universitäten wie Moskau und St. Petersburg sicherten zusätzlich eigene Geldzahlungen zu.

Drohnen sind an Front allgegenwärtig

An der Front in der Ukraine haben sich sogenannte First-Person-View-Drohnen (FPV) für beide Seiten zum wichtigen Kampfmittel entwickelt. Die Piloten sehen dank kleiner Kameras den Flug ihrer Drohnen. Tausende dieser Fluggeräte suchen auf dem Gefechtsfeld nach gegnerischen Soldaten und Fahrzeugen und attackieren sie.

An einigen Hochschulen wurden den Angaben zufolge interne Dokumente der russischen Armee öffentlich gemacht, wonach die neue Drohnentruppe in diesem Jahr eine Stärke von 78.000 Mann erreichen soll./fko/DP/nas