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MIG Capital beteiligt sich über ihre MIG Fonds an einer 35 Millionen
Euro Finanzierung des niederländischen Start-ups TIBEAY Biosciences
München (ots) -
- Das Biotechnologie-Unternehmen Tibeay entwickelt mit Ronopterin ein Medikament
zur gezielten Behandlung des sekundären Hirnschadens bei Patientinnen und
Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma (SHT).
- Die Finanzierung unterstützt die Durchführung einer europäischen,
multizentrischen Phase 3b Studie für Ronopterin und die Einreichung eines
Zulassungsantrages bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA.
- Ronopterin ist ein First-in-Class-Wirkstoff, der die induzierbare
Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS) hemmt und damit die sekundäre Hirnschädigung
nach einem SHT adressiert.
MIG Capital, einer der führenden deutschen Wagniskapitalgeber, gab heute
bekannt, sich an einer Finanzierung der TIBEAY Biosciences B.V., Nijmegen,
Niederlande, zu beteiligen. Die MIG Fonds 4, 6, 12, 17 stellen derzeit 2,5
Millionen Euro für das Startup bereit und beabsichtigen die Beteiligung
zukünftig noch zu erhöhen. TIBEAY ist ein klinisches Biotechnologieunternehmen
mit Fokus auf innovative Therapien für akute neurologische Erkrankungen. Der
erfolgreiche Abschluss der Finanzierungsrunde über 35 Millionen Euro wird von
der Münchner Athos KG angeführt. Beteiligt sind zudem die niederländischen
Investoren Meneldor und Oost NL.
TIBEAY entwickelt ein Medikament für eine bislang ungelöste Herausforderung.
SHT, etwa als Folge schwerer Unfälle, zählt weltweit zu einer sehr häufigen
Todesursache und können zu langfristigen Behinderungen führen. Schätzungen
zufolge treten jährlich weltweit rund 50 Millionen neue Fälle auf, wovon etwa
zehn Prozent als schwerwiegend eingestuft werden. Allein in Europa kommt es zu
rund 1,5 Millionen jährlichen Krankenhausaufnahmen. Für die Betroffenen und ihre
Familien bedeutet dies häufig lebenslange Einschränkungen mit erheblich
beeinträchtigter Lebensqualität und Selbstständigkeit. Bislang existieren keine
zugelassenen pharmakologischen Therapien, die gezielt den fortschreitenden
Schaden bei schwerem SHT adressieren.
Während die primäre Schädigung unmittelbar durch das Trauma entsteht, wird ein
wesentlicher Teil der neurologischen Folgeschäden durch sekundäre Prozesse
verursacht, insbesondere durch die Bildung zellschädigender reaktiver
Sauerstoff- und Stickstoffradikale.
Mit dem Medikament Ronopterin verfolgt TIBEAY den Ansatz, die induzierbare
Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS), selektiv zu hemmen. Nach einer Hirnverletzung
wird iNOS verstärkt exprimiert und trägt zur Bildung neurotoxischer Sauerstoff-
und Stickstoffradikale bei. Durch diese selektive Hemmung von iNOS reduziert
Ronopterin den sekundären Hirnschaden und verbessert den neurologischen Zustand
und damit die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit schwerem SHT.
Die nun eingeworbenen finanziellen Mittel werden für eine geplante Phase 3b
Studie eingesetzt. Diese baut auf den bisherigen klinischen Erkenntnissen auf
und wird Betroffene mit akutem schwerem SHT in mehreren europäischen Ländern
einschließen. Das Studiendesign wurde auf Basis früherer klinischer Erkenntnisse
weiter optimiert und konzentriert sich auf einen frühen Behandlungsbeginn und
eine gezielte Patientenselektion. Die zulassungsrelevante Phase 3b Studie ist
die Grundlage für die Einreichung des Antrages auf Marktzulassung bei der
Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA.
Neben der klinischen Entwicklung des First-in-Class-Wirkstoffes Ronopterin
werden die Mittel auch für die Herstellung des Prüfpräparats, die Sicherstellung
der Lieferkette sowie für regulatorische und operative Vorbereitungen im
Hinblick auf eine mögliche Zulassung in Europa eingesetzt. Darüber hinaus werden
ausgewählte vorbereitende Aktivitäten zur Unterstützung eines zukünftigen
Marktzugangs initiiert.
Was TIBEAY für MIG Capital besonders attraktiv macht, ist das vielsprechende
Potenzial von Ronopterin. Der Wirkstoff erlaubt es, in einem bislang
unbesetzten, klar definierbaren Marktsegment einen neuen Standard zu setzen und
ist damit auch für spezialisierte Pharma- und Kommerzialisierungspartner
hochrelevant.
Andreas Kastenbauer, Partner MIG Capital, äußert: " Mit TIBEAY investieren wir
in einen vielversprechenden Therapieansatz. Ronopterin adressiert einen
biologischen Signalweg, dessen medizinische Relevanz bereits 1998 mit dem
Nobelpreis für Medizin gewürdigt wurde. Als Investor wollen wir mithelfen, eine
bislang ungedeckte therapeutische Lücke zu schließen."
Prof. Dr. John Stover, CMO von TIBEAY , merkt an: "Wir stehen kurz vor einem
medizinischen Durchbruch: Ronopterin könnte erstmals eine wirksame Therapie für
Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma bieten - eine Patientengruppe, für
die es bislang keine zugelassene Behandlung gibt. Ronopterin hat das Potenzial,
den neuropsychologischen Zustand und die Lebensqualität der Betroffenen zu
verbessern".
Paul Lelieveld, Gründer und Managing Partner von Meneldor, ergänzt: "Wir freuen
uns sehr, mit Athos, MIG Capital und Oost NL gemeinsam an einer bedeutsamen
Therapie gegen traumatische Hirnverletzungen zusammenzuarbeiten. Wir bedanken
uns für das Vertrauen und die Arbeit, die das Management und alle Beteiligten
bislang dafür geleistet haben."
Über TIBEAY Biosciences
Die TIBEAY Biosciences B.V. ist ein klinisches Biotechnologieunternehmen mit
Fokus auf die Entwicklung innovativer Therapien für akute neurologische
Erkrankungen. Die Substanz Ronopterin vermindert den sekundären Hirnschadens bei
schwerem SHT. Ziel ist es, den neurologischen Zustand und die Lebensqualität der
Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern. TIBEAY hat seinen Sitz in
den Niederlanden und ist europaweit tätig.
Über Meneldor
Meneldor ist eine niederländische Investmentgesellschaft im Bereich Life
Sciences, die herausragende wissenschaftliche Ansätze identifiziert und gezielt
in den Aufbau und die Weiterentwicklung europäischer Biopharmaunternehmen
überführt und begleitet - mit dem Anspruch, einen echten Unterschied in der
Patientenversorgung zu machen.
Meneldor bietet seinen Investoren Zugang zu sorgfältig ausgewählten
Co-Investments in Biotech- und Pharmaunternehmen, von der vorklinischen
Entwicklung bis in die Phase 3. Investiert wird in Therapien mit klarem
Differenzierungspotenzial und dem Ziel, bestehende Behandlungsstandards
nachhaltig zu verändern.
Weitere Informationen: http://www.meneldor.nl
Über MIG Capital
MIG Capital zählt zu den führenden deutschen VC-Investoren. MIG investiert über
die MIG Fonds in junge Deep-Tech- und Life-Sciences-Unternehmen im
deutschsprachigen Europa und darüber hinaus. Das Unternehmen hat bisher 800
Millionen Euro in rund 60 Unternehmen investiert. MIG-Portfoliounternehmen
entwickeln Innovationen unter anderem in den Bereichen Biopharmazeutika,
Energie- und Umwelttechnologien, Advanced Computing, Digitalisierung / IoT,
Medizintechnik und Digital Health. Das Beteiligungsportfolio besteht derzeit aus
mehr als 30 Unternehmen.
MIGs Investmentteam setzt sich aus einer engagierten Expertengruppe von
Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Medizinern und Unternehmern zusammen, die in
analytischen und kreativen Prozessen Risiken und Chancen von Geschäftsmodellen
und Technologien bewerten. Ihre Reputation, ihre Erfahrung und ihr Netzwerk
ermöglichen einen hervorragenden Zugang zu Unternehmen, Institutionen und
Entscheidungsträgern, um das Wachstum ihrer Portfoliounternehmen zu
unterstützen.
In den vergangenen Jahren realisierte MIG Capital mehr als zehn erfolgreiche
Verkäufe, darunter in jüngerer Zeit der Portfoliounternehmen Siltectra (an
Infineon) und Hemovent (an MicroPort) und platzierte mit BRAIN, NFON, BioNTech
und Immatics mehrere Unternehmen an der Börse.
Für weitere Informationen: https://www.mig.ag/ , http://www.mig-fonds.de/ .
LinkedIn: MIG Capital (https://www.linkedin.com/company/mig-capital-ag/)
Pressekontakt:
MIG Capital
Andreas Kastenbauer
+49-89-94382680
mailto:ak@mig.ag
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Dr. Klaus Westermeier Medienbüro
+49-172-8433232
mailto:info@kwestermeier.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182345/6255699
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