Weiter Kämpfe zwischen Israel und Hisbollah
BEIRUT/ TEL AVIV (dpa-AFX) - Trotz wachsender Hoffnung auf eine Waffenruhe beschießen sich das israelische Militär und die Hisbollah im Libanon weiter gegenseitig.
In der umkämpften Stadt Bint Dschubail im Südlibanon kam es nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter zu heftigen Gefechten zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Kämpfern. Auch aus Ortschaften nahe der Küstenstadt Tyrus wurden schwere Artillerieangriffe gemeldet. Zudem flog die israelische Luftwaffe weitere Angriffe im Süden des Landes. Nach israelischen Medienberichten feuerte die Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden Israels ab.
Libanon: Drei Sanitäter getötet
Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete darüber hinaus, dass bei israelischen Angriffen bei Nabatija im Süden des Landes drei Sanitäter getötet worden seien. Das Ministerium verurteilte dies scharf. Nach libanesischen Angaben ist es bereits mehrfach zu Angriffen auf Mitarbeiter im Gesundheitswesen gekommen. Israel wirft der Hisbollah vor, Krankenwagen und medizinische Einrichtungen für militärische Ziele zu missbrauchen.
Nach Angaben der israelischen Armee wurden binnen 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im Süden des Libanons getroffen. Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte bei einem Truppenbesuch im Südlibanon, die Truppen rückten weiter vor und die Hisbollah ziehe sich zurück. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 1.700 Hisbollah-Kämpfer getötet worden. Das Gebiet von der israelischen Grenze bis zum Litani-Fluss, etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze, solle zur Sperrzone für die Organisation werden. Laut libanesischen Angaben wurden im Krieg bisher 2.167 Menschen getötet.
Kommt die Waffenruhe?
Das israelische Sicherheitskabinett wollte nach Medienberichten noch heute Abend über eine Waffenruhe im Libanon beraten. Der libanesische TV-Sender LBCI meldete, dass die derzeit kursierenden Berichte zu einer möglichen Waffenruhe auf "libanesische Bemühungen" zurückzuführen seien. Dazu zähle insbesondere ein Treffen am Dienstag in Washington sowie anschließende diplomatische Kontakte./arj/DP/jha