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ROUNDUP/Iran-Krieg drückt Kauflaune - Konsumklima immer schlechter

27.04.2026
um 09:03 Uhr

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Angesichts des Krieges im Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust in Deutschland immer weiter. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023.

Laut der am Montag in Nürnberg veröffentlichten Studie fiel der aktuelle Indikator für das Konsumklima auf minus 33,3 Punkte, von zuvor revidiert minus 28,1 Punkten. Analysten hatten zwar mit einer schwächeren Konsumlaune gerechnet, waren aber im Schnitt nur von einem Wert von minus 30,0 Punkten ausgegangen.

Die Bereitschaft, für größere Anschaffungen Geld auszugeben, ging zum dritten Mal in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Konjunkturerwartungen fielen auf ein Niveau wie vor Beginn des Ukraine-Krieges. Indes gab die Sparneigung ebenfalls leicht nach.

Inflationsangst lässt Einkommenserwartungen einbrechen

"Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft", heißt es in der Analyse der Nürnberger Konsumforscher. "Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig", sagte der NIM-Konsum-Experte Rolf Bürkl.

Es verstärke sich die Sorge der Verbraucher, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte - vor allem dann, wenn der Krieg in Nahost weiter anhalte und Maßnahmen der Regierung keine Wirkung zeigten.

"Das GfK-Verbrauchervertrauen folgt dem Abwärtstrend der wichtigsten Konjunkturumfragen", schrieb Volkswirt Claus Vistesen von Pantheon Economices. Der Anstieg der Energiepreise infolge des Krieges im Iran habe der Stimmung in der deutschen Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt.

Für die monatliche Studie zum Konsumklima werden im Auftrag der EU-Kommission jeweils 2.000 Menschen befragt. Für die April-Studie lag der Befragungszeitrum zwischen dem 2. und 13. April./dm/DP/la/nas