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30.04.2026
um 08:50 Uhr

APA ots news: FATF-Länderbericht bestätigt Erfolge der FMA bei Geldwäscheprävention im Finanzsektor

"Substantial"-Bewertung der Geldwäsche-Wächter zeigt: Kurs der
FMA im Kampf gegen illegale Finanzströme wirkt

Wien (APA-ots) - Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) sieht ihre
konsequenten
Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
durch den heute veröffentlichten Länderbericht der Financial Action
Task Force (FATF) eindrucksvoll bestätigt. Der Bericht bescheinigt
dem heimischen Finanzsektor ein "substantial"-Rating - die
zweithöchste erreichbare Bewertung - und damit das beste Ergebnis in
dem von der FMA beaufsichtigten Bereich für Österreich seit Beginn
der Länderprüfungen. In der aktuell laufenden fünften FATF-Prüfrunde
setzt Österreich damit auch im europäischen Vergleich einen Maßstab.

Die Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und der
Einsatz für einen sauberen Finanzplatz sind seit über einem Jahrzehnt
zentraler Schwerpunkt der FMA. Der aktuelle FATF-Bericht bestätigt,
dass dieser Fokus Wirkung zeigt: Die Aufsicht ist wirksam,
risikoorientiert und im internationalen Kontext gut positioniert. FMA
und Finanzsektor haben ihre Hausaufgaben gemacht und damit die
Gesamtbewertung Österreichs und die Reputation des Finanzplatzes
maßgeblich positiv beeinflusst.

"Die FATF als weltweit maßgebliche Instanz gegen illegale
Finanzströme bestätigt unseren Kurs: Null-Toleranz gegenüber
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und eine konsequente
Sanktionenaufsicht", betont FMA-Vorstand Helmut Ettl . "Wir haben in
den vergangenen Jahren Strukturen, Instrumente und Durchsetzungskraft
gezielt gestärkt. Das ist anspruchsvoll - aber ein schlechtes
Ergebnis wäre für den Finanzplatz ungleich teurer. Der FATF-Befund
zeigt, dass sich unsere Konsequenz und Ausdauer auszahlen."

Klarer Fortschritt

Hatte die letzte FATF-Prüfung 2016 noch klaren
Verbesserungsbedarf aufgezeigt, hat die FMA seither die Prävention
von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung tiefgreifend
weiterentwickelt: personell verstärkt, analytisch geschärft und in
der Durchsetzung konsequenter. Der Bericht 2026 würdigt diese
Entwicklung. Als wesentlicher Teil davon hat auch der beaufsichtigte
Finanzsektor große Fortschritte gemacht. Institute haben ihre
Compliance-Strukturen gestärkt, professionalisiert und spezialisierte
Kompetenzzentren aufgebaut. Das Risikobewusstsein ist gestiegen,
Verdachtsmeldungen haben zugenommen und besonders risikoreiche
Geschäftsbeziehungen wurden reduziert.

"Ein sauberer Finanzplatz ist kein Selbstzweck, sondern die
Grundlage für Vertrauen und Glaubwürdigkeit unseres
Wirtschaftsstandorts," erklärt FMA-Vorständin Mariana Kühnel . "Die
internationale Bestätigung durch die FATF stärkt die Reputation des
österreichischen Finanzmarkts. Wir werden weiterhin mit aller
Konsequenz daran arbeiten, illegale Finanzströme zu unterbinden - in
enger Kooperation mit unseren europäischen Partnern."

Nationale und internationale Kooperation

Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Sanktionenaufsicht auf
die FMA im Jahr 2026 werden die Prävention von Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung mit der Durchsetzung internationaler
Finanzsanktionen am österreichischen Finanzmarkt eng verzahnt. Diese
Bündelung stärkt die Wirksamkeit der Aufsicht insgesamt und
ermöglicht auch eine effizientere Aufsicht aus einer Hand. Die enge
und bewährte Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank (
OeNB) hat dabei einen nahtlosen Übergang sichergestellt.

Der Bericht bestätigt die Bedeutung der institutionellen
Kooperation. Neben der OeNB arbeitet die FMA auch mit dem
Bundesministerium für Finanzen (BMF), der Geldwäschemeldestelle im
Bundeskriminalamt (A-FIU) sowie der Direktion für Staatsschutz und
Nachrichtendienst (DSN) laufend und besonders eng zusammen.

Die gute Bewertung durch die FATF ist für die FMA kein Anlass zur
Selbstzufriedenheit. Der Bericht enthält Empfehlungen zur weiteren
Optimierung, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurde - auch mit
Blick auf den europäischen Rahmen und die schrittweise Etablierung
der EU-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLA). Anpassungen in
der jährlichen Risikoerhebung, verfeinerte Aufsichtsinstrumente sowie
eine gezielte Prüfplanung sind bereits in der Umsetzung. Ein sauberer
Finanzplatz ist kein Selbstläufer: Weil sich illegale Finanzierungen
ständig weiterentwickeln, müssen sich auch Finanzinstitute und
Aufsicht kontinuierlich weiterentwickeln.

Der Bericht der FATF kann von der Homepage der FATF
heruntergeladen werden.

Rückfragehinweis:
Finanzmarktaufsicht (FMA)
Boris Gröndahl
Telefon: +43 676 8824 9995
E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom

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