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OTS: KfW / KfW Research: Mittelstand im Energiepreis-Schock

30.04.2026
um 09:03 Uhr

KfW Research: Mittelstand im Energiepreis-Schock
Frankfurt am Main (ots) -

- KfW-ifo-Mittelstandsbarometer verzeichnet starken Rückgang im April
- Deutliche Stimmungseintrübung in allen Branchen - Großunternehmen zeigen
höhere Stabilität
- Absatzpreiserwartungen steigen weiter

Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand hat aufgrund der gestiegenen
Energiepreise und der unterbrochenen Lieferketten durch den Krieg im Nahen Osten
deutlich nachgegeben. Im April sank der Wert des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers
um 4,1 Zähler auf minus 22,4 Punkte - damit liegt er unter dem Stand während der
Energiekrise 2022. Die Beurteilung der Geschäftslage verschlechterte sich
deutlich, die Geschäftserwartungen sanken erheblich.

Für das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer werden monatlich mehr als 9.500
Unternehmen aus allen relevanten Wirtschaftsbereichen nach ihrer aktuellen
Situation und ihren Erwartungen befragt, differenziert nach Unternehmensgrößen.

Der Stimmungseinbruch im Mittelstand zeigte sich branchenübergreifend. Besonders
stark fiel der Rückgang im Baugewerbe aus, das mit einem Minus von 10,4 Zählern
auf minus 17,5 Punkte zu kämpfen hat. Diese Entwicklung ist vor allem auf die
höheren Zinsen sowie mögliche Preissteigerungen bei petrochemischen Baustoffen
zurückzuführen. Auch im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor bleibt die
Lage aufgrund von gestiegenen Kraftstoffkosten und einer schwächeren Kaufkraft
der Konsumenten angespannt.

Etwas stabiler hielten sich im April die Großunternehmen. Hier stiegen die
Lageurteile sogar etwas, während sich die Erwartungen weiter eintrübten.
Ursächlich für das stabilere Geschäftsklima waren insbesondere die großen
Bauunternehmen, die stärker von staatlichen Aufträgen profitieren dürften.

Besonders deutlich stiegen die Absatzpreiserwartungen: Bei den kleinen und
mittleren Unternehmen kletterte der Wert um 8,9 Zähler auf 20,7 Punkte, bei den
Großunternehmen sogar um 10,5 Zähler auf 20,0 Punkte. Zwar liegen diese
Erwartungen weiterhin unterhalb des Niveaus aus der Energiepreiskrise 2022,
dennoch könnten anhaltende Preiserhöhungen die Europäische Zentralbank dazu
bewegen, ab dem Frühsommer den Leitzins anzuheben. Dies würde auch im kommenden
Jahr dämpfend auf die Konjunktur wirken.

"Steigende Preise, wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Spannungen
haben das Geschäftsklima des Mittelstands wieder auch Talfahrt geschickt", sagt
Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. "Bei einem zeitnahen Kriegsende
besteht durch den fiskalpolitischen Schub aber durchaus noch die Chance auf ein
signifikantes Wachstum in diesem Jahr sowie eine weitere Beschleunigung 2027."

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer finden Sie unter:
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Servic
e/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/KfW-ifo-Mittelstandsbaromet
er/?kfwmc=pm.p.per.mix.na.google.google.erweitern-auf.PM-Mix_DK_Mittelstand_Basi
s.na.na.na.na.na&wt_cc3=23000290697__&gad_source=1)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen
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