dpa-AFX Compact

OTS: KfW / KfW Research: Deutscher Markt für Wagniskapital startet solide ins ...

04.05.2026
um 10:00 Uhr

KfW Research: Deutscher Markt für Wagniskapital startet solide ins
Jahr 2026
Frankfurt am Main (ots) -

- Start-ups sammeln im ersten Quartal 1,7 Milliarden Euro ein
- Internationale Investoren spielen wieder größere Rolle
- Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung, aber nicht so stark wie im
Ausland

Trotz großer wirtschaftlicher und weltpolitischer Unsicherheiten ist der
deutsche Markt für Wagniskapital solide ins Jahr 2026 gestartet. Deutsche
Start-ups sammelten im ersten Quartal 1,7 Milliarden Euro ein, das waren sechs
Prozent mehr als im ersten Quartal 2025. Das Investitionsvolumen war dabei nicht
von einzelnen Megadeals getrieben, sondern ergab sich aus einer stabilen
Entwicklung in der Breite des Marktes.

Internationale Investoren spielten im ersten Quartal anteilsmäßig wieder eine
größere Rolle bei der Finanzierung deutscher Start-ups als in den Vorquartalen.
Über drei Viertel der investierten Mittel stammten aus dem Ausland, gegenüber
jeweils rund zwei Dritteln in den beiden vorangegangenen Quartalen. Investoren
aus den USA stellten dabei mit 34 Prozent der investierten Mittel die wichtigste
Kapitalquelle für deutsche Start-ups dar.

Das sind die Ergebnisse des KfW-Venture-Capital-Dashboards, in dem KfW Research
quartalsweise Daten zum deutschen Venture-Capital-Markt (VC-Markt)
veröffentlicht.

"Das beständig hohe Interesse aus dem Ausland an deutschen Start-ups ist
angesichts anhaltender handels- und geopolitischer Risiken nicht
selbstverständlich. Die starke Auslandsbeteiligung reflektiert sowohl die
derzeit grundsätzlich hohe Investitionsaktivität US-amerikanischer Investoren
als auch das anhaltende Vertrauen internationaler Kapitalgeber in den deutschen
Technologie- und Gründungsstandort", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der
KfW.

Die meisten Deals in Deutschland - nämlich 18 Prozent - schlossen Start-ups aus
dem Bereich Gesundheit, gefolgt von Fintechs mit knapp über 15 Prozent. Dabei
blieb entsprechend der weltweiten Entwicklung der Anteil von Start-ups aus allen
Wirtschaftsbereichen mit einem Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI) hoch.
Deutsche Start-ups, die auf KI-basierte Anwendungen setzen, sammelten im ersten
Quartal in 71 Finanzierungsrunden 967 Millionen Euro ein. Mit einem Anteil von
58 Prozent am gesamten Marktvolumen übersteigt der KI-Anteil im ersten Quartal
den Durchschnitt des Gesamtjahrs 2025 von rund 43 Prozent deutlich.

Die positive Entwicklung kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass junge
KI-Unternehmen aktuell in anderen VC-Märkten offenbar einen Finanzierungsvorteil
haben. In den USA sammelten vier Marktführer im Bereich KI im ersten Quartal
zusammen 188 Milliarden Dollar ein. Auch in Großbritannien und in Frankreich
verzeichneten einzelne KI-Start-ups Finanzierungen in Milliardenhöhe.

"Das globale Marktumfeld bleibt schwierig. Mittelfristig könnten sich für den
VC-Markt durch steigende Zinsen neue Herausforderungen ergeben. Höhere Zinsen
erschweren es Venture-Capital-Investoren, Kapital einzusammeln. Wir erwarten in
den kommenden Monaten keinen starken Anstieg der Investitionen in der Breite des
deutschen VC-Marktes", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Das aktuelle KfW-Venture-Capital-Dashboard von KfW Research finden Sie unter
Venture Capital-Markt in Deutschland | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW
/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/Venture-Capital-Mark
t-in-Deutschland/)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,
Tel. +49 69 7431 41336
E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6267704
OTS: KfW