MÜNCHEN (dpa-AFX) - Knorr-Bremse
Das im MDax
Die Zahlen seien weitgehend im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, kommentierte Akash Gupta von der US-Bank JPMorgan den Quartalsbericht. Zwar habe Knorr-Bremse beim Umsatz die durchschnittlichen Prognosen der Fachleute verfehlt, dies aber mit unerwartet guten Margen ausgeglichen. Diese seien zudem auch besser ausgefallen, als vom Management noch im Februar noch angenommen. Mit Hinblick auf die Jahresziele wertete er dies insofern positiv, da der Konzern sonst in den nächsten Quartalen noch einen größeren Sprung in der Profitabilität hätte hinlegen müssen. Auch vom Auftragseingang - obwohl rückläufig - zeigte sich Gupta positiv überrascht.
Vivek Midha von der Citigroup lobte derweil den Anstieg beim freien Barmittelfluss. Da das erste Quartal in dieser Hinsicht bei Knorr-Bremse in der Regel schwach sei, sei der Zufluss besonders positiv zu bewerten, insbesondere da dies schon das zweite Jahr infolge geschehe.
"Die Entwicklung unseres Unternehmens verläuft wie geplant sehr positiv", sagte Llistosella. Das Schienengeschäft bleibe weiterhin der "Stabilitätsgarant" des Unternehmens. Zugleich zeige der Nutzfahrzeugbereich eine "bemerkenswerte Kostendisziplin."
Während der Umsatz auch wegen negativer Währungseffekte moderat um ein Prozent zurückging, konnte Knorr-Bremse dank gesunkener Ausgaben sein operatives Ergebnis deutlich verbessern. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 11 Prozent auf knapp 261 Millionen Euro, wie das Unternehmen in München mitteilte. Die operative Marge verbesserte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent. Damit habe der Konzern trotz des noch immer schwierigen Nutzfahrzeugmarktes die beste Rendite in einem ersten Quartal seit fünf Jahren erzielt, hob Finanzvorstand Frank Weber hervor.
Unter dem Strich verdienten die Bayern 160 Millionen Euro, nach 143 Millionen ein Jahr zuvor.
Der Auftragseingang ging zwar zum Jahresstart in beiden Geschäftsbereichen zurück und lag zusammengenommen mit gut 2,2 Milliarden Euro um 6 Prozent unter dem Neugeschäft vom Vorjahr. Dennoch will das Management weiterhin 2026 seinen Umsatz auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro hochtreiben. 2025 hatte die Schwäche im Nutzfahrzeuggeschäft dem Konzern noch einen leichten Umsatzrückgang auf 7,8 Milliarden eingebrockt. Die operative Marge verbesserte sich auf 13 Prozent. Im laufenden Jahr soll sie auf rund 14 Prozent ansteigen./tav/men/jha/