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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 07.05.2026 - 17.15 Uhr

07.05.2026
um 17:20 Uhr

ROUNDUP 2: Weniger Steuereinnahmen für den Staat als erwartet

BERLIN - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kann angesichts schwächerer Konjunkturaussichten wegen des Iran-Kriegs in den nächsten Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst angenommen - wie der gesamte Staat auch mit Ländern und Kommunen. Für 2027 ergibt die aktuelle Steuerschätzung allein für den Bund 10,1 Milliarden Euro weniger als bisher erwartet, wie das Finanzministerium mitteilte. Auch in den folgenden Jahren bis 2030 dürfte weniger Steuergeld hereinkommen als gedacht.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche moderater als erwartet gestiegen. Die Hilfsanträge kletterten um 10.000 auf 200.000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Kennzahl befindet sich aber weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 205.000 Anträge erwartet. Der Wert für die Vorwoche wurde um 1.000 auf 190.000 nach oben revidiert.

Schneider lehnt Reiches Energiewende-Pläne ab

BERLIN - Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) erteilt Plänen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Energiewende eine Absage. "Ich bin für Effizienz, überhaupt keine Frage, ich bin für Kostenersparnis. Aber ich bin strikt dagegen, dass wir ein Stoppschild für den Ausbau von Erneuerbaren-Energie-Anlagen setzen", sagte Schneider in Berlin.

Jedes vierte neu zugelassene Auto in Deutschland fährt elektrisch

BERLIN/FLENSBURG - Jedes vierte im April neu zugelassene Auto hat einen reinen Elektroantrieb. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, wurden mehr als 64.300 solcher Fahrzeuge neu auf die Straßen geschickt - und damit 41,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil an allen Auto-Neuzulassungen lag bei 25,8 Prozent.

ROUNDUP 2: EU erlaubt Milliarden-Hilfe für Klimaschutz in Industrie

BRÜSSEL - Deutschland darf seine Industrie beim Umstieg auf klimafreundlichere Produktionsweisen mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Die Europäische Kommission hat für entsprechende Pläne der Bundesregierung grünes Licht gegeben, wie sie in Brüssel mitteilte.

ROUNDUP 2: Auftragseingang in der deutschen Industrie legt deutlich zu

WIESBADEN - Kleiner Hoffnungsschimmer für die angeschlagene deutsche Industrie: Im März zog der Auftragseingang im Monatsvergleich um 5,0 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von lediglich 1,0 Prozent gerechnet. Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im März sei zu einem großen Teil auf den deutlichen Anstieg bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen zurückzuführen.

Eurozone: Umsätze im Einzelhandel sinken moderater als erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Einzelhandelsumsätze im März weniger als erwartet gefallen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang um 0,3 Prozent erwartet. Im Februar waren die Umsätze laut revidierten Zahlen noch um 0,3 Prozent gesunken. Zunächst war ein Rückgang um 0,2 Prozent ermittelt worden.

Ifo-Institut: Last durch Spritpreise nicht ungewöhnlich hoch

DRESDEN - Die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel belasten Arbeitnehmer nach Ansicht von Experten des Dresdner Ifo-Instituts nicht mehr als in vergangenen Jahren. Grund dafür sind die stetig gestiegenen Löhne, teilt das Institut mit. Den Berechnungen zufolge musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April etwa fünf Minuten für einen Liter Benzin arbeiten. In den vergangenen 35 Jahren seien es demnach zwischen drei und sechs Minuten gewesen. "Selbst bei Spritpreisen von 240 Cent pro Liter Super oder 250 Cent pro Liter Diesel liegt die benötigte Arbeitszeit meist unter den Werten der Jahre 2006 bis 2013", sagt Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der Ifo Niederlassung Dresden.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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