SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - An den asiatisch-pazifischen Börsen ist es am Freitag zu leichten Verlusten gekommen. Der wieder angefachte Iran-Konflikt sorgte vor dem Wochenende für Vorsicht.
"Ein offener Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran in der neuralgischen Straße von Hormus sowie massive amerikanische Drohgebärden ersticken jede Rallye-Fantasie rigoros im Keim", stellte Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades fest. Trotz Waffenruhe hatten sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.
Die Hoffnungen auf eine Vereinbarung bleiben trotzdem erhalten. "Der US-Präsident steht von vier Seiten gehörig unter Druck, endlich einen Deal mit dem Iran unter Dach und Fach zu bringen", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. "Vier ?Ms' sprechen für einen kurzfristigen bzw. baldigen Deal: Marktdruck, nicht im Inland zur Verfügung stehendes ?Money', Munitionsengpässe und vor allem die immer näher rückenden Midterms." Damit sind die Zwischenwahlen gemeint.
Japanische Aktien verzeichneten nach den Vortagesgewinnen mit neuem Rekordhoch nun leichte Verluste. Der Leitindex Nikkei 225
An den chinesischen Börsen ging es ebenfalls nach unten. Der Hang-Seng-Index