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ROUNDUP 3: Spritpreise fallen auf tiefsten Stand seit zwei Monaten

08.05.2026
um 15:43 Uhr

(neu: Aktualisiert.)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Spritpreise sind auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen. Ein Liter der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags 1,984 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren 1,8 Cent weniger als am Mittwoch. Diesel sank um 3,1 Cent auf 2,025 Euro.

Am Vortag war es sogar noch etwas deutlicher nach unten gegangen, sodass sich für beide Spritpreise kräftige Rückgänge ergeben. Für E10 ist es der niedrigste Preis seit dem 8. März, für Diesel der niedrigste seit dem 4. März.

E10 hatte seither nur einmal im bundesweiten Tagesschnitt weniger als 2 Euro gekostet - am 1. Mai, dem Start des "Tankrabatts", danach waren die Preise sukzessive gestiegen, was auch zu Debatten über die Weitergabe des "Tankrabatts" führte.

Sinkender Ölpreis hilft

Zum aktuellen Rückgang dürfte vor allem der sinkende Ölpreis beigetragen haben, der seit einem Hoch am Montag deutlich nachgegeben hat. Dennoch war E10 am Donnerstag nur 14,2 Cent billiger als am 30. April, dem letzten Tag vor Einführung der Steuererleichterung, die pro Liter 16,7 Cent ausmacht. Diesel war 19 Cent billiger.

Trotz leicht sinkender Tagesdurchschnittspreise hält der ADAC die Spritpreise nach wie vor für überteuert. Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund der Energiesteuersenkung von rund 17 Cent. Hauptgrund für die aktuell leicht sinkenden Spritpreise sei der gesunkene Ölpreis, dem die Kraftstoffpreise folgten, so der ADAC.

Vor etwas mehr als einer Woche habe der Brent-Preis noch über 110 US-Dollar gelegen, aktuell bewege er sich im Bereich von 100 US-Dollar. Unterstützt werde diese Entwicklung durch einen stärker werdenden Euro gegenüber dem US-Dollar. Nach Einschätzung des ADAC ist die jetzt spürbare Preissenkung nur zu einem Teil auf die Energiesteuersenkung zurückzuführen, so dass vor allem bei Super E10 noch erhebliches Potenzial für Preissenkungen vorhanden sei.

"Tankrabatt" nicht voll weitergegeben

Der ADAC und das Münchner Ifo-Institut waren zuletzt zum Schluss gekommen, dass der "Tankrabatt" nicht vollständig weitergegeben wird. Das Ifo beobachtet eine sukzessiv steigende, aber nicht vollständige Weitergabe.

Mit den Preisen vom Donnerstag wurden laut Ifo-Experte Florian Neumeier bei E10 15 Cent, und bei Diesel 14 Cent des Rabatts weitergegeben. Das Ifo zieht für seine Berechnungen dabei unter anderem die Spritpreise in Frankreich als Vergleichswert heran.

Momentan ist Sprit trotz "Tankrabatts" noch immer deutlich teurer als am letzten Tag vor Ausbruch des Iran-Krieges. Bei Super E10 sind es gut 20,6 Cent, bei Diesel 27,9 Cent.

Teilweise E10 unter 1,90 Euro

Da die Spritpreise zwischen einzelnen Regionen und einzelnen Tankstellen stark schwanken, kann es hier aber starke Abweichungen geben. So waren am Morgen beispielsweise in München und Köln zahlreiche Tankstellen mit E10-Preisen unter 1,90 Euro pro Liter zu finden, in Berlin einige, in Hamburg kaum.

In der Regel sind die Preise am späten Vormittag am günstigsten. Mittags springen sie dagegen meist stark, um danach wieder zu fallen. Seit dem 1. April gilt die 12-Uhr-Regel, nach der nur noch eine Preiserhöhung am Tag erlaubt ist./ruc/DP/men

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