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Hantavirus: Deutsche Passagiere sollen in Quarantäne

10.05.2026
um 15:33 Uhr

MADRID/EINDHOVEN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die evakuierten deutschen Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" sollen nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord in Quarantäne kommen. Sie werden nach ihrer Ankunft am Sonntagabend in den Niederlanden von Spezialisten in Empfang genommen, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Zuständig sei der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Anschließend sollen sie nach Deutschland gebracht werden. Laut Potsdamer Gesundheitsministerium sind unter den Betroffenen keine Personen aus Brandenburg.

Zu Beginn der kommenden Woche kommen sie den Angaben zufolge dann in die jeweiligen Bundesländer zur Quarantäne, die nach den Anordnungen der jeweiligen Gesundheitsämter erfolgt.

Uniklinik Düsseldorf steht für Notfälle bereit

Vier deutsche Passagiere sollen zunächst nach Frankfurt gebracht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert. Sie sollen noch am Sonntag die vier Passagiere am Militärflughafen in Eindhoven abholen. Anschließend geht es in einem sogenannten Sonderisoliertransport nach Frankfurt.

Alle vier hätten im Moment keine Symptome, hieß es. Sollte sich daran während des Flugs noch etwas ändern, würde der betroffene Patient zur Uniklinik Düsseldorf gebracht werden. Dort ist auf der Infektionsstation bereits eine 65-Jährige. Die Frau war ebenfalls auf der "Hondius" und hatte dort nach Angaben der Behörden engen Kontakt mit einer Patientin, die an Bord mit einer Hantavirus-Infektion starb./ane/DP/men