FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Gemessen an den Inflationssorgen und fehlenden Verhandlungsfortschritten im Nahen Osten schlügen sich die Börsen bislang recht gut, betonte Windt. Sie verwies auf die Bestmarken wichtiger Indizes in den USA und Japan. Beim deutschen Leitindex sehe die Entwicklung allerdings verhaltener aus. In den kommenden Wochen werde sich zudem zeigen, "wie stark die realwirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund des Energiepreis- und Teuerungsschocks ausfallen werden und womöglich auch Aktien in Mitleidenschaft ziehen". Am Anleihenmarkt zeige sich dies mit einem kräftigen Renditeanstieg bereits deutlicher.
Die Aktienmärkte versuchten weiterhin, den Nahostkonflikt als Unruheherd hinter sich zu lassen, heißt es im Ausblick der DZ Bank. Doch der Dax und sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50
Vor dem Wochenende kam es zwar trotz erneut erfreulicher US-Geschäftszahlen weltweit zu Gewinnmitnahmen im Technologie- und insbesondere im Halbleitersektor. Beobachter gehen aber davon aus, dass die KI-getriebene Rally nach einer Pause weitergehen könnte. Davon würden die US-Börsen mit ihren Tech-Riesen wie dem KI-Chip-Spezialisten Nvidia
Nvidia veröffentlicht in der neuen Woche am Mittwoch nach US-Börsenschluss traditionsgemäß als letzter Konzern aus der Gruppe der "Magnificent 7" den Quartalsbericht. Die Erwartungen sind wie immer hoch, die Aktien im Rally-Modus in Rekordhöhen. Die kanadische Bank RBC geht davon aus, dass der KI-Chip-Spezialist den Ausblick auf das laufende Quartal anheben wird.
Am deutschen Aktienmarkt sieht es hingegen etwas trüber aus. Marktanalyst Timo Emden konstatierte hier eine "zunehmende Katerstimmung". Die hohen Erwartungen an das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping hätten die Kurse zunächst gestützt. "Nach dem Gipfel überwiegt jedoch die Enttäuschung über ausbleibende konkrete Fortschritte zur Beilegung des Iran-Konflikts."
Die Unternehmensagenda für die neue Woche sieht übersichtlich aus. Am Montag informiert die irische Billigfluggesellschaft Ryanair
Ansonsten stehe eine Reihe wichtiger konjunktureller Frühindikatoren an, bemerkte Robert Greil, Chefstratege bei der Privatbank Merck Finck. Solange die für den globalen Warenverkehr wichtige Meeresstraße von Hormus nicht nachhaltig geöffnet werde, dürften diese im Abwärtstrend bleiben. Greil geht von einer weiteren Eintrübung der Einkaufsmanagerindizes aus, die am Donnerstag veröffentlicht werden. Gleiches befürchtet er für das deutsche Ifo-Geschäftsklima am Freitag, welches im Mai den dritten Monat in Folge gesunken sein sollte./gl/ajx/he
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---