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China korrigiert Zahl der Todesopfer nach Minenunglück von 90 auf 82

24.05.2026
um 08:27 Uhr

QINYUAN (dpa-AFX) - Chinesische Behörden haben nach einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der nördlichen Provinz Shanxi die Zahl der Todesopfer von 90 auf 82 korrigiert. Chaotische Zustände am Unfallort hätten zu den unzutreffenden Angaben geführt, sagte der Leiter der Kreisregierung von Qinyuan, Guo Xiaofang, staatlichen Medien zufolge am späten Samstagabend vor Journalisten. Auch mit der leicht nach unten revidierten Todeszahl handelt es sich um Chinas verheerendstes Minenunglück seit mehr als 16 Jahren.

Am Freitagabend war es in dem Bergwerk im Landkreis Qinyuan zu einer Gasexplosion gekommen, während der sich fast 250 Arbeiter unter Tage befunden haben sollen. Alle 128 Verletzten befanden sich den jüngsten Behördenangaben zufolge in stabilem Zustand.

Die genaue Ursache des Unglücks ist bislang nicht bekannt. Doch laut einer ersten Untersuchung wurden schwerwiegende Gesetzesverstöße des Minenbetreibers festgestellt, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Um welche Verstöße es sich konkret handelt, ist bislang nicht bekannt. Mehrere Personen wurden unterdessen festgenommen.

Die Provinz Shanxi gilt als einer der Zentren der chinesischen Kohleindustrie. Obwohl China in den letzten Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, deckt Kohle nach wie vor etwas mehr als die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs des Landes ab.

In der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schwerwiegenden Unfällen mit vielen Toten, auch wenn sich die Umsetzung der Sicherheitsstandards in den letzten Jahren spürbar verbessert hat. Das aktuelle Grubenunglück ist das verheerendste in China seit 2009, als bei einer Explosion in einer Kohlemine in der Provinz Heilongjiang nahe der russischen Grenze 108 Menschen starben./fkr/DP/zb