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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx legt zu - Libanon und Dow-Rückenwind

04.06.2026
um 18:32 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Donnerstag von ihren Vortagsverlusten erholt. Im Kontext der internationalen Börsen gab es Rückenwind von den US-Standardwerten, während in New York Gewinnmitnahmen den Technologiesektor belasteten. Ein Kriterium blieb der sinkende Ölpreis wegen neuer Hoffnung auf eine Waffenruhe im Libanon.

Der EuroStoxx 50 ging 0,82 Prozent höher bei 6.103,33 Punkten aus dem Handel. Außerhalb der Eurozone legte der schweizerische SMI um 0,93 Prozent auf 13.341,27 Punkte zu. Der britische FTSE 100 gewann 0,27 Prozent auf 10.360,32 Zähler. In den USA stieg der Dow Jones Industrial auf ein Rekordhoch, während der Nasdaq 100 dort um 0,7 Prozent fiel.

Die Lage im Nahen Osten bleibt trotz der Kursgewinne in Europa undurchsichtig. In den Iran-Verhandlungen erhöhte das US-Repräsentantenhaus den Druck, indem für den Abzug des Militärs aus den Kampfhandlungen gestimmt wurde. Zwischen Israel und dem Libanon gibt es zwar einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe, doch die Hisbollah-Miliz im Libanon lehnt die Bedingungen dafür ab.

In Europa zeigte sich der Tech-Sektor robuster als in den USA, nachdem er am hierzulande am Vortag schon unter Druck gestanden hatte. Ein enttäuschender Ausblick des US-KI-Riesen Broadcom wirkte sich aber ebenfalls bei Chipwerten belastend aus. Titel von Infineon und STMicroelectronics verloren ihrem starken Lauf bis zu 3,4 Prozent unter Druck.

Der Chipausrüster ASML , dessen Aktie am Vortag zur europaweit wertvollsten aller Zeiten avanciert war, wurde zwar Anfangs auch belastet, beendet den Handel aber 0,9 Prozent höher. Sie näherte sich auf ihrer Rekordjagd ganz dicht der 1.500-Euro-Marke. Analysten von Bank of America und von Barclays sehen noch viel Potenzial, sie nannten am Donnerstag Kursziele im Bereich von 1.900 Euro und mehr.

In Paris zogen die Anteilsscheine des Spirituosenherstellers Remy Cointreau nach der Präsentation der Jahresbilanz um knapp zehn Prozent an. Analystin Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan lobte die Ergebnisse und rechnet mit einem Anstieg der Markterwartungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Auch der Ausblick sei ermutigend mit der erwarteten Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum aus eigener Kraft.

Für die Papiere von Universal Music ging es um fast fünf Prozent nach unten. Am Vorabend war nach Börsenschluss bekannt geworden, dass die vom US-Investor Bill Ackman geführte Pershing Square Capital ihre Beteiligung an dem Musikunternehmen verkauft hat, nachdem ein Übernahmeangebot des Hedgefonds-Milliardärs von Universal abgelehnt wurde./tih/he

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894