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EQS-News: Geschäftsbericht 2025 der elumeo SE (deutsch)

12.06.2026
um 23:35 Uhr

Geschäftsbericht 2025 der elumeo SE

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EQS-News: elumeo SE / Schlagwort(e): Jahresbericht
Geschäftsbericht 2025 der elumeo SE

12.06.2026 / 23:35 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Geschäftsbericht 2025

Europaweiter Vertrieb des elumeo Konzerns per Live TV und Webshop

KONZERNKENNZAHLEN 2025

TEUR (sofern nicht anders angegeben) 2025 % 2024 % YoY
in %
Umsatzerlöse 39.094 100- 43.389 100- -9,9%
,0% ,0%

[nachfolgende Angaben erfolgen
absolut und in % der Umsatzerlöse]
Live 24.253 62,- 28.852 66,- -15,9-
0% 5% %
Web 14.815 37,- 14.450 33,- 2,5%
9% 3%
Sonstige Erlöse 26 0,1- 87 0,2- -70,1-
% % %

Rohertrag 18.677 47,- 20.420 47,- -8,5%
8% 1%
EBITDA -1.899 -4,- -2.539 -5,- +25,2-
9% 9% %
Bereinigtes EBITDA -502 -1,- -813 -1,- +38,3-
3% 9% %
Abschreibungen 601 1,5- 741 1,7- -18,9-
% % %
EBIT -2.500 -6,- -3.280 -7,- +23,8-
4% 6% %
Konzern-Gesamtergebnis -2.838 -7,- -4.531 -10- +33,9-
7% ,4% %
Vertriebsund Verwaltungskosten 21.254 54,- 23.827 54,- -10,8-
4% 9% %

Summe Aktiva 16.049 18.545 -13,5-
%
Summe Eigenkapital 1.298 8,1- 4.100 22,- -68,3-
% 1% %
[absolut und in % der Bilanzsumme]
Betriebsmittel (Working Capital) 733 4,6- 3.103 16,- -76,4-
% 7% %
[absolut und in % der Bilanzsumme]

Netto-Cashflow aus betrieblicher 405 -128 +355,-
Tätigkeit 5%
Netto-Cashflow aus -28 -79 +64,6-
Investitionstätigkeit %
Netto-Cashflow aus -388 586 -170,-
Finanzierungstätigkeit 5%.

Absatzmenge [T] 428 564 -24,1-
%
Anzahl aktiver Kunden [T] 62 72 -13,9-
%
Durchschnittlicher Umsatz pro Stück 92 77 +19,5-
[EUR] %
Umsatz pro aktivem Kunden [EUR] 637 603 +5,6%
Anteil Marketingausgaben des 14,6% 15,1% -3,3%
Umsatzes Web

Neukunden [in T]
TV 5,2 6,9 -29,7-
%
Web 15,0 25,1 -40,1-
%

INHALTSVERZEICHNIS

06 An unsere Aktionäre

07 Brief des Verwaltungsratsvorsitzenden

09 Der Verwaltungsrat der elumeo SE

11 Kapitalmarktinformationen

13 Zusammengefasster Konzernlagebericht 2025

14 Vorbemerkung

14 Grundlagen des Konzerns

17 Wirtschaftsbericht

19 Ergebnisveröffentlichung 2025

28 Wirtschaftliche Lage der elumeo SE

31 Risiko- und Chancenbericht

41 Prognosebericht

43 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

43 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und § 315d HGB

43 Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Konzernerklärung

45 Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289a und 315a HGB

46 Gesamtaussage

48 Konzernjahresabschluss

50 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

52 Konzern-Bilanz

54 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

56 Konzern-Kapitalflussrechnung

58 Konzernanhang

58 Konzernanhang

110 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

111 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

120 Impressum

An unsere Aktionäre

Brief des Verwaltungsratsvorsitzenden 07

Der Verwaltungsrat der elumeo SE 09

Kapitalmarktinformationen 12

Brief des Verwaltungsratsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 hatte die elumeo SE eine Reihe von
Herausforderungen zu meistern:

* Da war zuallererst die deutsche Wirtschaft, die 2025 nach zwei
Rezessionsjahren laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes
lediglich um 0,2 % zulegen konnte.

* Die durchschnittlichen Rohmaterialkosten für Gold verteuerten sich mit
+65,7 % (in USD) nach Angaben des Vergleichsportals Gold.de deutlich.
Die Preise für Silber stiegen in 2025 sogar noch stärker: Laut
Handelsblatt legte der Silberpreis um 141 Prozent zu, so stark wie kein
anderer Rohstoffpreis.

* Zudem hielten der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die
militärischen Auseinandersetzungen um den Gaza-Streifen die Welt in
Atem, sorgten für anhaltende Unsicherheiten und dämpften nachhaltig die
Nachfrage.

* Und auch die Verbraucherpreise drückten auf die Kauflaune der
Konsumenten: Laut Statistischem Bundesamt blieb die durchschnittliche
Teuerungsrate mit 2,2 % im Jahr 2025 auf exakt dem Inflationsniveau des
Vorjahres.

* Angesichts dieser Entwicklungen hielten sich die privaten Konsumenten
mit ihren Kaufentscheidungen spürbar zurück. So war der
Konsumklimaindex, der seit Oktober 2023 von der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK) gemeinsam mit dem Nürnberg Institut für
Marktentscheidungen (NIM) herausgegeben wird, im Jahr 2025 von einer
anhaltend schwachen Stimmung und deutlicher Volatilität geprägt. Die
Verbraucherstimmung verharrte im Jahresverlauf überwiegend im negativen
Bereich und fand ihren Ausdruck in Überschriften wie "Fehlstart" im
Januar, "Sommerflaute" und "Herbst-Tief."

* Und schließlich musste die elumeo Gruppe auch noch gestiegene
Einspeiseentgelte in bestimmten Kabelnetzen stemmen, eine Folge des
weggefallenen so genannten Nebenkostenprivilegs bei Netzbetreibern.

In diesem mehr als schwierigen Marktumfeld hat sich unser Unternehmen
dennoch achtbar behauptet:

* Der Umsatz gab um 9,9 % auf EUR 39,1 Mio. nach (2024: EUR 43,4 Mio.).

* Die Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten wir um 10,8 % auf EUR 21,3
Mio. senken (2024: EUR 23,8 Mio.)

* Das Bereinigte EBITDA, die zentrale Kennzahl zur Steuerung unseres
Unternehmens, stieg auf

TEUR -502 (2024: TEUR -813).

Maßgeblich für unsere kraftvolle Reaktion auf die zahlreichen
Herausforderungen war eine tiefgreifende Restrukturierung, die wir im April
2025 eingeleitet haben - und zwar ergänzend zu zwei bereits im Jahr 2024
gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Diese neuerliche Restrukturierung war
alternativlos, weil wir insbesondere die gestiegenen TV-Verbreitungskosten
pro Haushalt sowie die gestiegenen Preise für Gold und Silber nicht
vollständig an unsere Kunden weiterreichen konnten.

Zu den Kernpunkten der ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen gehörten
insbesondere die verstärkte Ausstrahlung von vollautomatisch erstellten
Sendungen auf der Basis bereits produzierten Contents mittels KI-basierter
Technologie sowie die Fokussierung des Produktangebots auf Schmuck im
Preissegment über 50 Euro. Als Folge dieser Schritte konnten wir die
Personalkapazitäten der Juwelo Deutschland GmbH kurzfristig anpassen und
annähernd 50 Vollzeitstellen abbauen.

Trotz neuer geopolitischer Konflikte insbesondere in der Golfregion und des
nach wie vor anhaltend herausfordernden Marktumfelds gehen wir für 2026
davon aus, dass sich die Konsumentenstimmung leicht aufhellen wird. So
erwartet auch der Bundesverband E-Commerce & Versandhandel e.V. (bevh) für
den Online-Umsatz mit Waren ein nominales Wachstum von 3,8 %. Von diesem
sich abzeichnenden zarten Aufschwung, so sind wir fest überzeugt, wird auch
die elumeo SE profitieren können - allerdings nur, wenn wir unsere gelebte
Kostendisziplin mit Nachdruck fortschreiben. Im Zusammenspiel mit unserem
bereits im Jahr 2023 beschlossenen Wachstumsprogramm #Juwelo100 wollen wir
so die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des elumeo Konzerns nachhaltig
sichern. Ziel von #juwelo100 ist es, unsere operative Performance zu
steigern und im Kerngeschäft bis zum Jahr 2033 einen Umsatz von EUR 100 Mio.
zu erreichen.

Als wichtiger Wachstumstreiber wird sich dabei insbesondere die mittels
einer eigens entwickelten Multi-Language-Plattform in 2024 gestartete
Internationalisierung 2.0 von Juwelo TV erweisen. Sie zeichnet für die
Live-TV-Ausstrahlung in Deutschland produzierte Shows auf, übersetzt diese
per Künstlicher Intelligenz in die jeweilige Landessprache und spielt sie
automatisiert in den internationalen Märkten aus. Auf diese Weise entfallen
die Kosten eines klassischen lokalen Sendebetriebs, so dass im Cash Flow
bereits kurzfristig der Break-even erreicht werden kann.

Bereits heute hat sich infolge der verstärkten Implementierung von KI im
Zuge der Restrukturierung die Effizienz bei elumeo deutlich verbessert. So
erhöhte sich der Umsatz pro Mitarbeitenden (FTE) im Geschäftsjahr 2025 um
21,7% auf TEUR 275 (2024: TEUR 226/FTE; 2023: TEUR 230/FTE).

Apropos Mitarbeitende: Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen der elumeo
Gruppe für ihr unermüdliches Engagement in diesen anspruchsvollen Zeiten.
Und ich danke Ihnen, unseren Investorinnen und Investoren, dass Sie unserer
Gesellschaft auch weiterhin Ihr Vertrauen schenken.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen den Weg in eine erfolgreiche
Zukunft zu gehen.

Berlin, im Juni 2026

Der Verwaltungsrat der elumeo SE

Wolfgang Boyé, Vorsitzender des Verwaltungsrats

Amtszeit vom 26. Juni 2020 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2026

Wolfgang Boyé, geboren am 12. November 1969, ist Vorsitzender des
Verwaltungsrats der elumeo SE. Der Diplom-Kaufmann ist Mitbegründer der
Juwelo Deutschland GmbH (Berlin), einer der heutigen Tochtergesellschaften
der elumeo SE. Die Gründung erfolgte nach einem Management-Buy-out aus der
Scholz & Friends Group. In dieser Zeit war er Mitglied des Vorstands der
Scholz & Friends AG (Berlin), zuvor Finanzvorstand der United Visions
Entertainment AG (Berlin). Bei Scholz & Friends oblag Herrn Boyé der Bereich
TV-Aktivitäten, bei United Visions verantwortete er neben dem Finanzressort
den erfolgreichen Börsengang des Unternehmens im Jahr 2000. Von 1995 bis
2000 war Wolfgang Boyé Projektleiter bei The Boston Consulting Group in
Moskau, Russland und Consultant in München. Zuvor absolvierte er ein Studium
der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen an
der Universität St. Gallen.

Boris Kirn, Chief Operating Officer

Amtszeit vom 26. Juni 2020 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2026

Boris Kirn, geboren am 13. Oktober 1969, ist geschäftsführender Direktor der
elumeo SE, Mitglied des Verwaltungsrats und Mitbegründer der 2008
gegründeten Juwelo Deutschland GmbH (Berlin). Herr Kirn betreut den Aufbau
der Prozesse und Systeme und ist verantwortlich für die operativen Bereiche
des Unternehmens. Zuvor war Herr Kirn von 2005 bis 2008 als Co-Founder und
Geschäftsführer bei der bietbox GmbH (später Gems TV Deutschland GmbH, beide
in Berlin) tätig. Darüber hinaus war Herr Kirn seit dem Jahr 2000 Vorstand
bzw. seit 2001 Geschäftsführer der Online- und TV-Plattform K1010 (bis 2001
K1010 AG, danach K1010 Entertainment GmbH, später K1010 Media GmbH, alle in
Berlin). Von 1994 bis 2000 arbeitete Herr Kirn für Hewlett-Packard als
Consultant für Geschäftsprozessoptimierung und als Projektmanager für
Knowledge Management, zuletzt in Mountain View, Kalifornien/USA. Boris Kirn
studierte von 1990 bis 1994 Europäische BWL an der ESB Reutlingen/London,
beendete seine Studien mit einem Doppel-Diplom (BA (Hons) und
Dipl.-Betriebswirt) und legte 1997 seinen MBA an der Cambridge University
ab.

Dr. Susanne Ries, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats

Amtszeit vom 23. Juni 2023 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2027

Dr. Susanne Ries, geboren am 21. Januar 1975, ist seit über 20 Jahren als
Rechtsanwältin im Bereich Unternehmensfinanzierung tätig. Den überwiegenden
Teil ihrer Karriere arbeitete sie bei internationalen Großkanzleien in
London und Frankfurt am Main. Von 2015 bis 2019 war sie im elumeo Konzern
für alle Rechtsfragen zuständig. Seit 2019 arbeitet sie wieder bei einer
internationalen Großkanzlei. Sie ist spezialisiert auf die rechtliche
Begleitung von Kapitalmarkttransaktionen, seien es Equity-, Equity-Linked-
oder Debt-Finanzierungen, und berät sowohl emittierende Unternehmen wie auch
Investmentbanken. Vor ihrer anwaltlichen Tätigkeit absolvierte Dr. Susanne
Ries ihr Jurastudium in Saarbrücken sowie Liège (Belgien) und promovierte an
der Universität des Saarlandes. Ihren Master mit Schwerpunkt Internationales
Wirtschaftsrecht erwarb sie an der London School of Economics/University of
London.

Christian Senitz, Mitglied des Verwaltungsrats

Amtszeit vom 23. Juni 2023 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2027

Christian Senitz, geboren am 27. Januar 1978, ist seit 2001 im Finanzbereich
tätig, zunächst bei Arthur Andersen (später in EY aufgegangen) als
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Berlin und in New York. In dieser
Zeit prüfte er sowohl nationale als auch internationale Unternehmen und
Unternehmensgruppen und beriet im Rahmen von Transaktionen Käufer ebenso wie
Verkäufer. Seit 2010 ist Christian Senitz in verschiedenen
Wachstumsunternehmen tätig, nach FREO (Real Estate) vor allem als SVP
Finance International bei Rocket Internet, um deren Börsengang und
zahlreiche M&A-Transaktionen zu verantworten und als Aufsichtsrat und Beirat
die Beteiligungsunternehmen zu betreuen. Ab 2019 folgten Stationen als CFO
von EyeEM (digitaler Marktplatz für Fotografie) und The Social Chain AG
(Social Commerce), deren Listing im Prime Standard in Frankfurt am Main er
verantwortete. Heute ist er als COO der Fundcraft HoldCo SARL in Luxemburg
tätig. Christian Senitz studierte in Lüneburg und Teesside (UK) und ist
Diplom-Wirtschaftsjurist (FH).

Kapitalmarktinformationen

Stammdaten und Kennzahlen zur Aktie der elumeo SE (Stand: 31. Dezember 2025)

WKN A11Q05/
A2GSYM
ISIN DE000A11Q059/
DE000A2GSYM8
Ergebnis je Aktie in 2025 (unverwässert) EUR -0,52
Anzahl der ausstehenden Aktien 5.927.420
XETRA-Schlusskurs zum Bilanzstichtag EUR 2,22
Marktkapitalisierung EUR 13,2 Mio.

Kursentwicklung

Aktionärsstruktur (Stand: 31. Dezember 2025)

Anteilsbe-
sitz

1. Blackflint Ltd. 25,16%
2. Verwaltungsratsmitglieder und geschäftsführende 7,57%
Direktoren
3. PEN GmbH 16,79%
4. Streubesitz 50,48%

Stammdaten und Kennzahlen Wandelschuldverschreibung der elumeo SE

Der Verwaltungsrat der elumeo SE hat am 14. Dezember 2023 die Ausgabe einer
Wandelschuldverschreibung 2023/28 mit einer Laufzeit von fünf Jahren und
einem Zinssatz in Höhe von 3,8% in einem Gesamtvolumen von bis zu TEUR 1.200
beschlossen. Die Anleihe wird unter Ausschluss des Bezugsrechts der
Altaktionäre an einzelne ausgewählte Lieferanten des Unternehmens, die
jeweils mindestens TEUR 25 pro Anleger erwerben, ausgegeben. Sofern der
Aktienkurs der elumeo SE im November 2028 über EUR 4,50 liegt, erfolgt die
Umwandlung der Schuldverschreibung in elumeo Aktien; sollte der Kurs
darunter liegen, erfolgt die Rückzahlung in bar. Die Notierung erfolgte am
29. Januar 2024.

WKN A3826G
ISIN DE000A3826G9
Emissionsvolumen TEUR 1.200
Koupon 3,8%
Fälligkeit 20.12.2028
Stückelung 48 Teilschuldverschreibungen à TEUR 25
Emissionspreis 100%
Liquiditätsband 4

Zusammengefasster

Konzernlagebericht 2025

Vorbemerkung 14

Grundlagen des Konzerns 14

Wirtschaftsbericht 17

Ergebnisveröffentlichung 2025 19

Wirtschaftliche Lage der elumeo SE 28

Risiko- und Chancenbericht 31

Prognosebericht 41

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht 43

Erklärung zur Unternehmensführung 43

Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Konzernerklärung 43

Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289a und 315a HGB 45

Gesamtaussage 46

Vorbemerkung

Der Konzernabschluss der elumeo SE und ihrer Tochtergesellschaften zum 31.
Dezember 2025 (im Weiteren auch "elumeo" oder der "elumeo Konzern") wurde
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie
sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Alle Angaben im
Konzernlagebericht basieren - soweit nicht anderweitig vermerkt - auf den
für den Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen.

Die Angaben in den Tabellen erfolgen, soweit nicht auf eine andere Einheit
hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR). Alle in diesem Konzernlagebericht
in Tausend Euro genannten Beträge sind kaufmännisch gerundet. Dies betrifft
auch die daraus abgeleiteten Angaben wie Prozente. Rundungsdifferenzen sind
daher möglich.

A. Grundlagen des Konzerns

Konzernstruktur

Die elumeo SE mit Sitz in Berlin ist eine europäische Gesellschaft im
monistischen System (Societas Europaea) mit einem Verwaltungsrat (Executive
Board). Die Organe der Gesellschaft sind der Verwaltungsrat und die
Hauptversammlung. Die elumeo SE hielt im Geschäftsjahr 2025, direkt oder
mittelbar über zwischengeschaltete Tochtergesellschaften, 100% der
Geschäftsanteile an den folgenden Gesellschaften:

Gesellschaft Sitz

Juwelo Deutschland GmbH Berlin
jooli.com GmbH Berlin
jooli marketplace India Pvt. Ltd. Jaipur
Juwelo USA, Inc. Wilmington
Silverline Distribution Ltd. Hongkong
PWK Jewelry Company Ltd. Bangkok

Die elumeo SE übt als Mutterunternehmen des elumeo Konzerns
Holdingfunktionen aus, sie steuert das konzernweite Liquiditätsmanagement
und erbringt weitere Dienstleistungen an Konzerngesellschaften, insbesondere
in der Verwaltung. Das operative Geschäft des elumeo Konzerns wird von der
Tochtergesellschaft Juwelo Deutschland GmbH betrieben. Die Juwelo USA, Inc.,
die Silverline Distribution Ltd. als das Mutterunternehmen der PWK Jewelry
Company Ltd. sowie die PWK Jewelry Company Ltd. befinden sich in Abwicklung.

Geschäftsmodell

Der elumeo Konzern mit Sitz in Berlin ist im elektronischen Vertrieb von
hochwertigem, überwiegend in Indien und Thailand produziertem
Edelsteinschmuck aktiv. Die Mission des Unternehmens ist es, hochwertigen
Edelsteinschmuck zu einem bezahlbaren Luxus für jeden zu machen.

Der Verkauf erfolgt über den Direktvertrieb. Über eine Vielzahl von
elektronischen Vertriebskanälen wie TV, Internet, Smart TV und
Smartphone-App bietet das Unternehmen seinen Kunden Edelsteinschmuck zu
günstigen Preisen an.

Die Warenbeschaffung erfolgt in enger Kooperation über lokale Partner in
Bangkok und Jaipur. Dabei werden die Produkte aufgrund der Vorgaben des
Einkaufsmanagements in Berlin von den jeweiligen Partnern hergestellt. Die
Qualitätskontrolle erfolgt nach vorgegebenen Richtlinien insbesondere am
Produktionsstandort sowie auch in Berlin.

Zum Jahresende 2025 waren die TV- und Streaming-Programme des elumeo
Konzerns in über 74 Millionen Haushalten in Europa empfangbar. Zusätzlich
vertreibt das Unternehmen seine Produkte online über Webshops, im
Wesentlichen in Deutschland, Italien, Frankreich, in den Niederlanden,
Spanien und Belgien sowie über Apps für Smartphones und Smart TV. Webstreams
der Fernsehshows und ein Online-Bietagent (verbunden mit der Fernsehshow)
sind in die Webshops und Apps integriert. Im Zuge der verstärkten
Konzentration des elumeo Geschäftsmodells auf die Verbreitung weiterer
internationaler Sendefenster von Juwelo TV mittels einer KI-basierten
Multi-Language-Plattform sowie der Zusammenlegung der Entwicklungsressourcen
von Juwelo und der Video-Shopping-App Jooli hat sich die elumeo SE dazu
entschieden, zunächst die weitere Entwicklung von Jooli sowie den Betrieb im
indischen Markt einzustellen. Seitdem ist Jooli nur noch in Deutschland
verfügbar. Jooli ist eine Video-Shopping App in der Nutzer durch wischen
("Swipen") zwischen verschiedenen Produktvideos hin und her wechseln können.
Die Videos werden zum Teil automatisch aus dem laufenden Programm Juwelo
generiert und zum Teil von externen Produktpartnern zur Verfügung gestellt.

Ein wichtiger Baustein für zukünftiges Wachstum ist eine noch deutlich
stärkere Vernetzung der verschiedenen Vertriebskanäle TV, Web und Mobile, um
so den Kunden ein umfassendes und zeitgemäßes Einkaufserlebnis zu
ermöglichen. Darüber hinaus wurden alle Standortfunktionen in Berlin
zusammengefasst.

Steuerung und Kennzahlen

Die Geschäftstätigkeit des elumeo Konzerns ist entsprechend den internen
Berichtsstrukturen und Steuerungskriterien in einem einzigen Segment
gebündelt.

In Hinblick auf die interne Steuerung und die externe Kommunikation der
aktuellen und zukünftigen Ergebnisentwicklung ist die nachhaltige
Ertragskraft des operativen Geschäfts des elumeo Konzerns von besonderer
Bedeutung. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz,
Rohertragsmarge und Bereinigtes EBITDA. Zur Berechnung des Bereinigten
EBITDA wird das EBITDA vor Sondereinflüssen um nach Art und Höhe einmalige
und/oder nicht-operative (Sonder-) Sachverhalte bereinigt.

Neben den wesentlichen finanziellen Indikatoren werden auch nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens genutzt. Diese werden
als nicht bedeutsam eingestuft und nur im Rahmen von anlassbezogenen und
spezifischen Ereignissen zur Steuerung verwendet. Weitere Indikatoren
betreffen die Kunden. So betrachtet die Gesellschaft etwa die
Neukundenentwicklung unter dem Aspekt des Vertriebskanals (TV oder Web). Für
die zukünftige Entwicklung ist ein hoher Anteil an Online-Kunden von
Bedeutung. Des Weiteren werden u.a. die Anzahl der aktiven Kunden, die
Zusammensetzung des Webtraffics sowie die Anzahl der versendeten
Schmuckstücke und der Premierenanteil als nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren berücksichtigt.

Leitung und Kontrolle

Der Verwaltungsrat ist das Leitungsorgan der elumeo SE. Er leitet die
Geschäfte der Gesellschaft, setzt die allgemeinen Prinzipien für ihre
Aktivitäten fest und überwacht deren Umsetzung. Der Verwaltungsrat ernennt
die geschäftsführenden Direktoren, diese tragen die operative Verantwortung
der Gesellschaft und vertreten sie nach außen. Mitglieder des
Verwaltungsrats waren zum 31. Dezember 2025 Herr Wolfgang Boyé, Herr
Christian Senitz, Frau Dr. Susanne Ries und Herr Boris Kirn. Herr Wolfgang
Boyé ist neben seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrats auch
Vorsitzender des Exekutivausschusses des Verwaltungsrats.
Einzelvertretungsberechtigte geschäftsführende Direktoren waren zum 31.
Dezember 2025 Herr Boris Kirn und Herr Florian Spatz. Bis Mitte 2025 war
darüber hinaus Herr Dr. Riad Nourallah als CFO und geschäftsführender
Direktor für das Unternehmens tätig. Er ist mit Ablauf des Geschäftsjahres
2025 aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Strategie und Ziele des Konzerns

Der elumeo Konzern folgt der Mission, hochwertigen Schmuck zu einem
bezahlbaren Luxus für jeden zu machen. Damit ist es elumeo nach eigener
Einschätzung gelungen, eine der breitesten Produktpaletten mit Blick auf die
Anzahl von Edelsteinvariationen und die Preisspanne aufzubauen.

Der elumeo Konzern arbeitet vertikal integriert nach dem
Direct-to-Consumer-Prinzip (D2C). Das Unternehmen steuert die gesamte
Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung bis hin zum Verkauf an den
Endkunden. Somit kann das Unternehmen erhebliche Kostenvorteile und eine
maximale Wertschöpfung erreichen. Die selbst entwickelten Schmuckstücke
werden durch ein Netzwerk von spezialisierten Vertragsherstellern
produziert. Diese Auftragsherstellung wird gemeinsam mit strategischen
Partnern in Thailand und Indien gesteuert. Die Qualität wird direkt vor Ort
sowie in Berlin sichergestellt.

Verschiedene kollektionsbasierte Marken ermöglichen es den Kundinnen und
Kunden, entsprechend ihren Bedürfnissen gezielt einzukaufen. Kooperationen
mit Designern und Schmuckherstellern versetzen das Unternehmen darüber
hinaus in die Lage, vielfältige Kollektionen und unterhaltsame Angebote im
TV anzubieten. Sie erweitern das Angebot des elumeo Konzerns kontinuierlich.

Durch die Fokussierung auf elektronische Vertriebswege kann elumeo
Skaleneffekte in einem fragmentierten Markt ausnutzen und damit erhebliche
Kostenvorteile erreichen. Die elektronischen Vertriebskanäle TV und Web
umfassen klassisches Fernsehen mit eigenen Kanälen und Live-Shows sowie
Smart TV (Live), Internet, mobile Endgeräte und mobile Apps sowie Personal
Shopping (Web). Die in eigenen TV-Studios produzierten Fernsehshows auf
Deutsch und Italienisch sowie die vollautomatisierten KI-basierten
Übersetzungen auf Italienisch, Französisch und Spanisch verschaffen dem
elumeo Konzern gegenüber reinen Online-Händlern Vorteile bei Reichweite und
Marktdurchdringung. Die Angebote und Inhalte sind regional und sprachlich
angepasst.

Zur Fortsetzung des Wachstums strebt der elumeo Konzern einerseits eine
vertikale Expansion durch Hinzufügen neuer Vertriebswege oder
Verkaufsformate an, andererseits durch die Ausweitung des Geschäfts auf
weitere Länder. Insbesondere der Zugang durch mobile Endgeräte soll
verbessert werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Strategieprogramm #Juwelo100 aufgelegt. Es
beinhaltet fünf große Handlungsfelder: Videoshopping, Augmented & Virtual
Reality, Personalisierung, künstliche Intelligenz und Cross Border
E-Commerce. Ziel ist es, den Umsatz im Kerngeschäft (ohne Akquisitionen) bis
zum Jahr 2033 auf EUR 100 Mio. zu steigern. Mit Hilfe einer KI-basierten
Multi-Language-Plattform plant das Unternehmen die effiziente Expansion in
weitere internationale Märkte (Internationalisierung 2.0). Dafür zeichnet
die Multi-Language-Plattform für die Live-TV-Ausstrahlung in Deutschland
produzierte Shows auf, übersetzt diese per Künstlicher Intelligenz in die
jeweilige Landessprache und spielt sie automatisiert in den internationalen
Märkten aus. Auf diese Weise entfallen die Kosten eines klassischen lokalen
Sendebetriebs, so dass im Cashflow bereits kurzfristig der Break-even
erreicht werden kann.

Entwicklung

Die Entwicklungstätigkeit betreffen die Plattform für die internationalen
Sendefenster, welche mit der Video-Shopping-App Jooli zusammengelegt wurde,
die eingesetzte Unternehmenssoftware einschließlich ihrer Webanwendungen
sowie Nutzersoftware wie Mobile Apps. Im Zuge der im Geschäftsjahr 2025
eingeleiteten Restrukturierung wurde die weitere Entwicklung der
Shopping-App Jooli zunächst ausgesetzt.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld in 2025

Auch im Jahr 2025 ist die erhoffte konjunkturelle Erholung in Deutschland
ausgeblieben. Hohe Unsicherheiten mit Blick auf die wirtschaftliche
Perspektive im In- und Ausland sowie auf zahlreiche geopolitische Krisen
dämpften die Nachfrage spürbar. Zwar stieg das BIP innerhalb der EU laut
Eurostat-Angaben von März 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,4% [1],
das deutsche BIP-Wachstum wird laut Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) [2] dagegen auf ein sehr geringes reales Plus von nur
0,2% vorhergesagt.

Diese vorläufigen Zahlen für Deutschland decken sich mit den Daten zum
Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
in Berlin. Dessen Wert stieg laut Statista im Dezember 2025 leicht auf 93,4
Punkte. Damit setzte sich zwar eine vorsichtige Aufwärtsbewegung fort,
trotzdem erreichte das Barometer in keinem Monat des Jahres 2025 den
neutralen Indexwert von 100, der in etwa einem durchschnittlichen Wachstum
von einem Drittel Prozentpunkt entspricht. Seinen tiefsten Wert erzielte das
DIW-Konjunkturbarometer im April 2025 mit 82,9. [3]

Die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland lag laut Destatis im
Jahr 2025 bei +2,2% gegenüber dem Vorjahr. [4] Enttäuschend verlief die
Entwicklung des privaten Konsums. Der GfK-Konsumklima-Index erreichte mit
-20,0 Punkten im Juni 2025 seinen besten Wert und ging im Dezember 2025 mit
-23,4 Punkten aus dem Jahr. [5]

Nach Angaben von Statista stieg der Preis für eine Unze Feingold (gehandelt
in London in US-Dollar, Vormittagsfixing) im Laufe des Geschäftsjahres von
USD 2.707,6 im Januar 2025 auf USD 4.299,9 im Dezember 2025. [6] Im
Jahresdurchschnitt lag der Goldpreis nach Angaben des Vergleichsportals
Gold.de bei 3.439,37 USD. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg
im Jahresdurchschnitt von 65,7%. [7] Als Hauptgründe für den Preisanstieg
gelten insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die
damit einhergehende zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit bzw. die
Inflation. Viele Investoren flüchteten in den "sicheren Anlagehafen Gold."

Die Preise für Silber legten in 2025 ebenfalls stark zu, von EUR 27,90
Anfang des Jahres auf EUR 60,68 zum Ende des Geschäftsjahres (118 Prozent).
[8] Am 23. Januar 2026 überstieg der Preis für eine Feinunze Silber sogar
erstmals die Marke von USD 100. [9]

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Umsatz mit Waren im E-Commerce ist nach Angaben des Bundesverbandes
E-Commerce & Versandhandel (bevh) und des EHI Retail Institute im Jahr 2025
auf EUR 83,1 Mrd. gestiegen und lag damit um 3,2% über dem Wert des
Vorjahres (EUR 80,6 Mrd.). [10] Der Anteil des E-Commerce mit Waren am
gesamten Einzelhandel im engeren Sinn konnte sich 2025 nach einer Prognose
des Handelsverbandes Deutschland (hde) bei voraussichtlich 13,6%
stabilisieren (2024: 13,4%). [11]

Für 2026 erwartet der bevh in seiner Prognose eine Fortführung der
Markterholung und ein (nominales) Umsatzwachstum im E-Commerce mit Waren von
3,8%.

Und auch der Teleshopping-Markt in Deutschland zeigte sich 2025 laut einer
Prognose des Verbandes Privater Medien (VAUNET) robust und stabil. Die
Umsätze werden auf Vorjahresniveau erwartet, das bei etwa EUR 2,1 Mrd. lag.
Trotz starken Wettbewerbs durch Online-Handel und Social Commerce bleibe
Teleshopping als Vertriebskanal relevant. [12]

Zu den wichtigsten Direktvertriebskanälen des elumeo Konzerns zählen die
linearen TV-Homeshopping-Programme (Vertriebskanal Live) und die statischen
Online-Shops und Mobile App Shops (Vertriebskanal Web).

Als herausfordernd für die Anbieter von TV-Homeshopping erwies sich im
abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere der zum 1. Juli 2024 erfolgte
Wegfall des Nebenkostenprivilegs. Als Nebenkostenprivileg wurde in
Deutschland eine Regelung im Mietrecht bezeichnet, nach der Vermieter die
Kosten für einen Kabel-TV-Anschluss pauschal über die Betriebskosten
("Nebenkosten") auf alle Mieter umlegen durften - unabhängig davon, ob
einzelne Mieter den Anschluss tatsächlich nutzen wollten. In der Folge
stiegen die von den TV-Sendern zu entrichtenden Gebühren pro erreichtem
Haushalt deutlich, da viele hiervon betroffene Haushalte keinen
Kabelanschluss mehr bestellt haben, die Fixkosten für die Verbreitung von
Fernsehprogrammen in vielen Netzten jedoch gleich geblieben sind.

C. Ergebnisveröffentlichung 2025

Geschäftsverlauf 2025

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2025 des elumeo Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2025 ("2025" oder "Berichtszeitraum"). Das
Geschäftsjahr 2024 betrifft den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2024 ("2024", "VJ" oder "Vorjahr").

In einem herausfordernden Marktumfeld mit großen Unsicherheiten durch Kriege
in der Ukraine und in Nahost sowie einer protektionistischen, die Weltmärkte
irritierenden Handelspolitik der US-Regierung, begleitet von steigenden
Preisen und Kaufzurückhaltung der Verbraucher, gaben die Umsatzerlöse des
elumeo Konzerns in 2025 um 9,9% auf EUR 39,1 Mio. nach (2024: EUR 43,4
Mio.).

Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal 2025 begegnete das Management
den zahlreichen Herausforderungen mit einer tiefgreifenden Restrukturierung,
die im April 2025 eingeleitet wurde - und zwar ergänzend zu zwei bereits im
Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Diese neuerliche
Restrukturierung war alternativlos, weil die Gesellschaft insbesondere die
gestiegenen TV-Verbreitungskosten pro Haushalt sowie den Preisanstieg für
Gold und Silber nicht vollständig an die Kunden weiterreichen konnte.

Zu den Kernpunkten der ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen gehörten
insbesondere die verstärkte Ausstrahlung von vollautomatisch erstellten
Sendungen auf der Basis bereits produzierten Contents mittels KI-basierter
Technologie sowie die Fokussierung des Produktangebots auf Schmuck im
Preissegment über 50 Euro. Als Folge dieser Schritte konnte die
Live-Sendezeit von 15 Stunden auf 10 Stunde reduziert, die
Personalkapazitäten der Juwelo Deutschland GmbH kurzfristig angepasst und
annähernd 50 Vollzeitstellen abgebaut werden. Nach erfolgreicher Umsetzung
der Restrukturierungsmaßnahmen führten die angestrebten Effekte dazu, dass
elumeo in Bezug auf die Ertragssituation wieder zuversichtlich auf das Jahr
2026 blicken kann.

Auch auf Jahresbasis zeigte das strikte Kostenmanagement seine erhoffte
Wirkung. Die Vertriebskosten fielen um 10,8% auf EUR 14,4 Mio. (2024: EUR
16,2 Mio.), die Verwaltungskosten konnten um 10,8% auf EUR 6,8 Mio.
verringert werden (2024: EUR 7,7 Mio.). Die durchschnittliche Zahl der
Mitarbeitenden im Konzern betrug 2025 rund 114 Vollzeitäquivalente (FTE,
Vorjahr: 166). Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die Juwelo Deutschland
GmbH 116 Mitarbeitende (31. Dezember 2024: 192). Die erzielten Einsparungen
schlugen sich zudem in einer beachtlichen Effizienzsteigerung nieder, der
Umsatz pro FTE kletterte von TEUR 226 in 2024 auf TEUR 275 in 2025 (+21,7%).

Der Umsatzrückgang infolge der Kaufzurückhaltung der juwelo Kunden führte in
2025 zwar zu einem negativen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit,
allerdings fiel dieses dank der frühzeitig ergriffenen Maßnahmen auf der
Kostenseite geringer aus als im Vorjahr (EBIT: EUR -2,5 Mio., 2024: EUR -3,3
Mio.). Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(bereinigtes EBITDA) entwickelte sich in 2025 mit TEUR -502 besser als im
Vorjahr (2024: TEUR -813). Das Finanzergebnis verbesserte sich auf TEUR -185
(2024: TEUR -190).

Die Rohertragsmarge stieg auf 47,8% (Vorjahr: 47,1%). Treiber waren
insbesondere die Weitergabe der gestiegenen Material- und Beschaffungskosten
über höhere Verkaufspreise.

Aufgrund des deutlich reduzierten Angebots von Schmuck unter EUR 50 fiel die
Zahl der aktiven Kunden um 24,4% auf 61.559 (2024: 81.550). Im Gegenzug
stieg der Umsatz pro Kunde um 19,9% auf EUR 637 (2024: EUR 531). Der
durchschnittliche Verkaufspreis pro Schmuckstück erhöhte sich infolge der im
Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen beschlossenen neuen Produktstrategie auf
das Produktsortiment unter EUR 50 zu verzichten um 23,0% auf EUR 92 (2024:
EUR 74).

Als Wachstumstreiber bestätigte sich der Webshop mit einem Umsatzplus von
3,4% auf EUR 14,8 Mio. (2024: EUR 14,5 Mio.). Rückläufig war dagegen die
Zahl der Neukunden (gesamt: 22.277, 2024: 32.674, -32%; TV: 5.184, 2024:
7.400, -30,0%; Web: 15.048, 2024: 25.248, -40,4%).

Der Umsatz aus Produktverkäufen im Live-Geschäft (TV) und im Webbusiness
entwickelte sich wie folgt:

TEUR 2025 2024 YoY
(sofern nicht anders angegeben) in %
Live (TV)-Geschäft 24.253 62,0% 28.852 66,5% -15,9%
Webgeschäft 14.815 37,9% 14.450 33,3% +2,5%
Sonstige 26 0,1% 87 0,2% -70,1%
Umsatzerlöse 39.094 100,0% 43.389 100,0% -9,9%
Nach einem erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzprogramm zur
Bewältigung der herausfordernden Marktsituation sank der Umsatz des Konzerns
gegenüber dem Vorjahr um 9,9% auf EUR 39,1 Mio. (2024: EUR 43,4 Mio.). Damit
lagen die Erlöse über den Erwartungen der Gesellschaft, die sie mit Start
der Restrukturierung am 1. April 2025 kommuniziert hatte (erwarteter
Umsatzrückgang zwischen 10% und 15% gegenüber 2024).

Auslöser für die in Q2/2025 eingeleitete Restrukturierung war eine unter den
Erwartungen gebliebene Umsatzentwicklung in Verbindung mit gestiegenen
Einspeiseentgelten pro Haushalt in Kabelnetzen infolge des Wegfalls des so
genannten Nebenkostenprivilegs bei Netzbetreibern. elumeo geht davon aus,
dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo
in den Netzen der Vodafone Gruppe bereits vor dem Wegfall des
Nebenkostenprivilegs rechtswidrig überhöht waren. Um eine Beilegung dieses
Konfliktes im Rahmen eines Mediationsverfahrens zu ermöglichen, hatte Juwelo
einen Gütestellenantrag gestellt, welcher von Vodafone jedoch abgelehnt
wurde. Juwelo prüft daher eine gerichtliche Durchsetzung dieses Anspruchs
und sieht sich durch drei unabhängige Gutachten in seiner Rechtsposition
bestärkt. elumeo geht von einem Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter
Einspeiseentgelte seit 2013 aus, der sich auf einen zweistelligen
Millionenbetrag beläuft.

Neben den erhöhten Einspeiseentgelten pro erreichtem Haushalt wirkte die
Belastung der Konsumstimmung durch makroökonomische Unsicherheiten infolge
der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie handelspolitische
Spannungen negativ auf die Geschäftsentwicklung von elumeo. Die in diesem
Kontext erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen wirkten ergänzend zu
bereits im Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen.

Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich, im Wesentlichen wurden die in
Vorjahren angesetzten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge infolge
angepasster Realisierungsaussichten teilweise wertberichtigt.

Ertragslage des Konzerns

TEUR 2025 2024
Umsatzerlöse 39.094 100,- 43.389 100,-
0% 0%
Umsatzkosten -20.41- -52,- -22.96- -52,-
7 2% 9 9%
Rohertrag 18.677 47,8- 20.420 47,1-
% %
Vertriebskosten -14.42- -36,- -16.17- -37,-
8 9% 4 3%
Verwaltungskosten -6.825 -17,- -7.653 -17,-
5% 6%
Sonstige betriebliche Erträge 176 0,5% 275 0,6%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -100 -0,3- -147 -0,3-
% %
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) -2.500 -6,4- -3.280 -7,6-
% %
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -187 -0,5- -209 -0,5-
% %
Sonstige Finanzerträge 2 0,0% 19 0,0%
Finanzergebnis -185 -0,5- -190 -0,4-
% %
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -2.685 -6,9- -3.470 -8,0-
% %
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -411 -1,1- -952 -2,2-
% %
Ergebnis nach Ertragsteuern aus -3.096 -7,9- -4.422 -10,-
fortzuführenden Geschäftsbereichen % 2%
Ergebnis nach Ertragsteuern aus aufgegebenen 155 0,4% 0 0,0%
Geschäftsbereichen
Ergebnis nach Ertragsteuern -2.941 -7,5- -4.422 -10,-
% 2%
Sonstiges Ergebnis (Währungsumrechnung) 103 0,3% -109 -0,3-
%
Konzern-Gesamtergebnis -2.838 -7,3- -4.531 -10,-
% 4%
In Hinblick auf die interne Steuerung und die externe Kommunikation der
aktuellen und zukünftigen Ergebnisentwicklung ist die nachhaltige
Ertragskraft des operativen Geschäfts des elumeo Konzerns von besonderer
Bedeutung. Daher dient das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) als
bereinigte Ergebnisgröße und als zentrale Finanzkennzahl zur Abbildung und
Steuerung der operativen Ertragslage. Zur Berechnung des bereinigten EBITDA
wird das EBITDA vor Sondereinflüssen um nach Art und Höhe einmalige und/oder
nicht-operative (Sonder-)Sachverhalte bereinigt.

Das bereinigte EBITDA lässt sich wie folgt überleiten:

TEUR 2025 2024
EBIT -2.50- -3.28-
0 0
Abschreibungen 601 741
EBITDA -1.89- -2.53-
9 9
(+) Anteilsbasierte Vergütungen - 37 62
Aktienoptionsprogramm
(+) Restrukturierung 439 0
(+) Personalkosten 689 0
(-) Erträge aus Währungsumrechnung 0 -23
(+) Entwicklungsund Vertriebsaufwendungen jooli 0 1.441
(+) Rechtsberatungskosten Vodafone/Altfälle 232 246
Bereinigtes-EBITDA -502 -813
Zur Vorgehensweise der Bereinigung 2025:

Im Rahmen der im April 2025 eingeleiteten Restrukturierung hat die elumeo SE
das Vorgehen für die Bereinigung des EBITDA für das Geschäftsjahr 2025 neu
festgelegt. Neben außerordentlichen, nicht das Geschäftsjahr betreffenden
Aufwendungen wurden sowohl die unmittelbaren als auch die nachlaufenden
Kosten der Restrukturierung adjustiert. Im Rahmen der Restrukturierung wurde
zudem entschieden, die defizitäre Verbreitung per Satellit in SD-Qualität
(Media Broadcast) zu beenden; während des Auslaufens des Vertrags wurde über
diesen Verbreitungsweg nur noch eine Hinweistafel ausgestrahlt.
Erwartungsgemäß ergaben sich bei der endgültigen Abschaltung keine
Umsatzverluste. In Summe wurden für die Restrukturierung TEUR 1.058
adjustiert. Hierdurch wird das bereinigte EBITDA seit dem zweiten Quartal
2025 so dargestellt, als wäre die Restrukturierung zum 1. April 2025 bereits
ohne nachlaufende Kosten aus Restlaufzeiten gekündigter Verträge
abgeschlossen gewesen. Darüber hinaus wurden die Personalkosten des
Aktienoptionsprogramms für Mitarbeitende des elumeo Konzerns in Höhe von
TEUR 37 wie in den Vorjahren adjustiert. Der letzte Adjustierungsbetrag
betrifft die bisher aufgelaufenen Kosten der Rechtsberatung für die
Bewertung möglicher Ansprüche der Juwelo Deutschland GmbH gegenüber der
Vodafone GmbH aufgrund von möglicherweise rechtswidrig überhöhten
Einspeiseentgelten. Die bisher aufgelaufenen Kosten in Höhe von TEUR 232
wurden adjustiert, da sie nicht das operative Geschäft des Geschäftsjahres
2025 betreffen und die Darstellung der operativen Performance des
Unternehmens nach der Restrukturierung verzerren würden.

Vermögenslage des Konzerns

A K T I V A - TEUR 31.12.2025 31.12.2024 YoY in
%
Langfristige
Vermögenswerte
Immaterielle 108 0,7% 115 0,6% -6,1%
Vermögenswerte
Sachanlagen 210 1,3% 302 1,6% -30,5%
Vermögenswerte aus 1.218 7,6% 1.323 7,1% -7,9%
Nutzungsrechten
Sonstige finanzielle 178 1,1% 166 0,9% +7,2%
Vermögenswerte
Übrige Vermögenswerte 0 0,0% 0 0,0% n.a.
Aktive latente Steuern 430 2,7% 829 4,5% -48,1%
Summe langfristige 2.143 13,4- 2.736 14,8- -21,7%
Vermögenswerte % %
Kurzfristige
Vermögenswerte
Vorräte 9.427 58,7- 11.486 61,9- -17,9%
% %
Forderungen aus 1.875 11,7- 1.857 10,0- +1,0%
Lieferungen und Leistungen % %
Sonstige finanzielle 208 1,3% 251 1,4% -17,1%
Vermögenswerte
Übrige Vermögenswerte 752 4,7% 560 3,0% +34,3%
Zahlungsmittel 1.644 10,2- 1.655 8,9% -0,7%
%
Summe kurzfristige 13.906 86,6- 15.809 85,2- -12,0%
Vermögenswerte % %
Summe Aktiva 16.049 100,- 18.545 100,- -13,5%
0% 0%
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2025 reduzierte sich auf EUR 16,0 Mio.
(2024: EUR 18,5 Mio.). Die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten sanken aufgrund von Abschreibungen. Die
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten betreffen Mietverträge und
Serverlizenzen. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich, es wurden in
der Gesellschaft Juwelo Deutschland GmbH die im Vorjahr angesetzten aktiven
latenten Steuern infolge angepasster Realisierungsaussichten teilweise
wertberichtigt. Die Vorräte reduzierten sich bedingt durch die Optimierung
des Working Capitals im Zuge des Rückgangs der Umsatzerlöse. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen
gegenüber einem Zahlungsdienstleister, über den der Kauf auf Rechnung und
Lastschrift abgewickelt wird.

P A S S I V A - TEUR 31.12.2025 31.12.2024 YoY
in %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.927 36,9- 5.927 32,0- +0,0%
% %
Kapitalrücklage 35.691 222,- 35.654 192,- +0,1%
4% 3%
Kumulierte Verluste -40.282 -250- -37.340 -201- -7,5%
,9% ,3%
Rücklage für -38 -0,2- -141 -0,8- 73,0%
Währungsumrechnung % %
Summe Eigenkapital 1.298 8,1% 4.100 22,1- -68,3-
% %
Den Aktionären der elumeo SE 1.298 8,1% 4.100 22,1- -68,3-
zuzuordnen % %
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 392 2,4% 392 2,1% +0,0%
Leasingverbindlichkeiten 813 5,1% 881 4,8% -7,7%
Rückstellungen 0 0,0% 130 0,7% -100,-
0%
Übrige Verbindlichkeiten 31 0,2% 25 0,1% +24,0-
%
Summe langfristige Schulden 1.236 7,7% 1.427 7,7% -13,4-
%
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 1.542 9,6% 1.376 7,4% +12,1-
%
Leasingverbindlichkeiten 458 2,9% 533 2,9% -14,1-
%
Rückstellungen 975 6,1% 406 2,2% +140,-
1%
Verbindlichkeiten aus 9.121 56,8- 8.663 46,7- +5,3%
Lieferungen und Leistungen % %
Erhaltene Anzahlungen 110 0,7% 64 0,3% 71,9%
Steuerverbindlichkeiten 140 0,9% 145 0,8% -3,4%
Sonstige finanzielle 304 1,9% 446 2,4% -31,8-
Verbindlichkeiten %
Übrige Verbindlichkeiten 865 5,4% 1.385 7,5% -37,5-
%
Summe kurzfristige Schulden 13.514 84,2- 13.018 70,2- +3,8%
% %
Summe Passiva 16.049 100,- 18.545 100,- -13,5-
0% 0% %
Das Eigenkapital des Konzerns sank aufgrund des negativen Ergebnisses auf
EUR 1,3 Mio. (2024: EUR 4,1 Mio.). Die Eigenkapitalquote des Konzerns fiel
in der Folge von 22,1% auf 8,1% und unterschritt damit den Zielwert von 50%
deutlich. Ergänzend zu den in 2024 eingeleiteten Schritten zur
Kostensenkung, die eine Reduktion der Marketing- und Personalkosten in der
Verwaltung beinhalteten, wurden am 31. März 2025 weitere strukturelle
Maßnahmen zur Kostensenkung beschlossen und zeitnah umgesetzt. Die elumeo SE
geht daher davon aus, dass die angestrebte Eigenkapitalquote von über 50%
mittelfristig aufgrund der erwarteten Rückkehr zur nachhaltigen
Profitabilität des Unternehmens wieder erreicht werden wird.

Am 29. Januar 2024 erfolgte die Notierung der Wandelschuldverschreibung
2023/28 (WKN A3826G/ISIN DE000A3826G9) mit einer Laufzeit von fünf Jahren
und einem Gesamtvolumen von bis zu TEUR 1.200. Die langfristigen
Finanzverbindlichkeiten betreffen die Zeichnung der
Wandelschuldverschreibung in Höhe von TEUR 400 am 7. März 2024. Die Anleihe
wird mit 3,8% p.a. verzinst und ist endfällig am 20.12.2028. Sofern der
Aktienkurs der elumeo SE an mindestens 16 Handelstagen im November 2028 über
dem Wandlungspreis von EUR 4,50 liegt, erfolgt eine automatische Wandlung
der Schuldverschreibungen in elumeo Aktien; sollte der Kurs darunter liegen,
erfolgt die Rückzahlung in bar. Zum 31. Dezember 2025 erfolgt der Ausweis
der Wandelschuldverschreibung in Höhe ihres Buchwerts (Kassakomponente zzgl.
abgespaltener derivativer Komponente) von TEUR 392 in den langfristigen
Finanzverbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2025 (TEUR 1.542;
2024: TEUR 1.376) resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von
Krediten eines Lieferanten (TEUR 599), der Rahmenkreditlinie der UniCredit
Bank AG (TEUR 576) sowie aus der Inanspruchnahme eines Darlehens eines
Zahlungsdienstleisters (TEUR 284). Die Lieferantenkredite betreffen
umgewandelte Lieferantenverbindlichkeiten. Die Darlehen wurden bis zum 15.
Januar 2026 zu einem Zinssatz von 7,5 % verlängert. Eine weitere
Verlängerung wurde nach Ende des Geschäftsjahres vereinbart. Diese wird im
Nachtragsbericht im Konzernanhang erläutert. Es werden keine Sicherheiten
durch die Darlehensnehmerin gestellt. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber
der UniCredit Bank AG betreffen die teilweise Inanspruchnahme einer zum 25.
März 2023 gewährten Rahmenkreditlinie von TEUR 1.000. Der Sollzinssatz wird
gemäß vertraglicher Vereinbarung an die Entwicklung des
Monatsdurchschnittssatzes für EURIBOR-3M angepasst. Die
Bereitstellungsprovision für die Rahmenkreditlinie beträgt 0,5% auf den
jeweils zugesagten, aber nicht beanspruchten Kreditbetrag. Der Kredit des
Zahlungsdienstleisters legt eine feste einmalige Gebühr in Höhe von TEUR 14
und eine Rückzahlung von 10% der eingehenden Verkaufserlöse über die
Plattform fest. Mit der Inanspruchnahme der Kredite konnten die durch die
operativen Verluste verursachten Belastungen der Liquidität teilweise
finanziert und die liquiden Mittel stabil gehalten werden. Die liquiden
Mittel liegen mit 1.644 TEUR auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 1.655
TEUR).

Rückstellungen wurden hauptsächlich für erwartete Retouren gebildet. Die
Rückstellungen schmälern die Erlöse um den geschätzten retournierten Umsatz
in voller Höhe.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund
erweiterter Nutzung von Zahlungszielen gegenüber Lieferanten und
ausstehender Rechnungen. Die übrigen Verbindlichkeiten reduzierten sich
deutlich aufgrund niedrigerer Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.

Finanzlage

Konzernkapitalflussrechnung

01.01. - 01.01. -
TEUR 31.12.2025 31.12.2024

Ergebnis vor Zinsen und -2.500 -3.280
Ertragsteuern (EBIT)
aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen
Ergebnis vor Zinsen und 155 0
Ertragsteuern (EBIT)
aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Ergebnis vor Zinsen und -2.345 -3.280
Ertragsteuern (EBIT)
aus fortzuführenden und
aufgegebenen
Geschäftsbereichen

+/- Abschreibungen auf 128 256
Gegenstände des
Anlagevermögens
+/- Abschreibungen auf 473 485
Vermögenswerte aus
Nutzungsrechten
+/- Zunahme/Abnahme der 439 4
Rückstellungen
- Gezahlte Ertragsteuern -16 -144
+/- Anteilsbasierte 37 62
Vergütungen
+/- sonstige 78 1
zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
+/- Abnahme/Zunahme der 2.059 1.690
Vorräte
+/- Abnahme/Zunahme der -179 964
sonstigen operativen
Vermögenswerte
+/- Zunahme/Abnahme der -128 32
sonstigen operativen
Schulden
- Gezahlte Zinsen -140 -200
= Cashflow aus der 405 -128
betrieblichen
Tätigkeit

- Auszahlungen für den 0 -7
Erwerb immaterieller
Vermögenswerte
- Auszahlungen für den -28 -72
Erwerb von Sachanlagen
= Cashflow aus der -28 -79
Investitionstätigkeit

+ Einzahlungen aus 0 500
Eigenkapitalzuführun-
gen von
Gesellschaftern
+ Einzahlungen aus der 96 657
Aufnahme von
Finanzverbindlichkei-
ten
- Auszahlung für die -484 -571
Tilgung von
Leasingverbindlichkei-
ten
= Cashflow aus der -388 586
Finanzierungstätigkeit

+/- Zahlungswirksame -11 378
Veränderungen des
Finanzmittelfonds
+/- Wechselkursbedingte 0 -64
Veränderung des
Finanzmittelfonds
+ Finanzmittelfonds am 1.655 1.341
Anfang der
Berichtsperiode
= Finanzmittelfonds am 1.644 1.655
Ende der
Berichtsperiode
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit war im Geschäftsjahr 2025 trotz
des negativen Konzernergebnisses leicht positiv. Die erhöhte Liquidität
infolge des Anstiegs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie die Abnahme der Vorräte und der sonstigen operativen Vermögenswerte
konnten die negativen Auswirkungen des deutlich negativen Ergebnisses vor
Zinsen und Steuern auf den Finanzmittelfond weitestgehend kompensieren. Der
elumeo Konzern investierte im Jahr 2025 im Wesentlichen in Ersatz für seine
IT-Hardware. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2025
resultiert vor allem aus der Inanspruchnahme von Krediten und aus der
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen. Die
Zahlungseingänge aus Krediten betreffen die Rahmenkreditlinie der UniCredit
Bank AG sowie die Inanspruchnahme des Kredites eines Zahlungsdienstleisters.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die gezielte Anpassung des Working
Capital Managements und der Inanspruchnahme von Krediten. Zum
Geschäftsjahresende bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien
der UniCredit Bank AG i.H.v. TEUR 424.

D. Wirtschaftliche Lage der elumeo SE

Vorbemerkungen

Die elumeo SE ist das Mutterunternehmen des elumeo Konzerns. Wegen der von
ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften unterliegt ihre
Geschäftsentwicklung grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie der
Konzern. Diese werden ausführlich im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.
Ebenso entsprechen die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der
elumeo SE im Wesentlichen den im Prognosebericht beschriebenen
Konzernerwartungen.

Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Jahresabschluss der elumeo SE,
der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes
i.V.m. Art. 61 EU-VO 2157/2001 erstellt wurde. Jahresabschluss und
Lagebericht werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht und auf der
Internetseite der elumeo SE veröffentlicht.

Ertragslage

Die elumeo SE prognostizierte für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von
TEUR 100 und ein Jahresergebnis zwischen EUR 0,2 Mio. und 0,5 Mio.
Tatsächlich beliefen sich die Umsatzerlöse auf TEUR 672. Die Abweichung
resultiert insbesondere aus höher als geplanten Kosten der Umstrukturierung.
Diese führten zusammen mit höher als geplanten Kostenumlagen für
Managementleistungen zu höheren Weiterbelastungen an die
Tochtergesellschaften. Das Jahresergebnis betrug TEUR +241 und lag damit im
unteren Bereich des prognostizierten Korridors.

TEUR 2025 2024
Umsatzerlöse 672 1.061
Sonstige betriebliche Erträge 75 214
Personalaufwand -443 -839
Abschreibungen -13 -13
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige -1.35- -1.933
Steuern 5
Betriebsergebnis -1.06- -1.510
4
Finanzergebnis 1.305 -21.80-
3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -3
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 241 -23.31-
5
Die Umsatzerlöse betreffen konzerninterne weiterberechnete Leistungen
zuzüglich Gewinnaufschlägen im Zusammenhang mit der Erbringung
konzerninterner Personaldienstleistungen für Tochtergesellschaften in den
Bereichen Konzernverwaltung und Rechnungswesen sowie Sachkostenumlagen an
Tochtergesellschaften.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen die
Verrechnung von sonstigen Sachbezügen.

Die Personalkosten reduzierten sich aufgrund der geringeren Anzahl an
Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2025 waren in der Gesellschaft
durchschnittlich rund 4 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente (FTE)) beschäftigt
(Vorjahr: rund 10 FTE). Im Personalaufwand sind ferner die Vergütungen der
geschäftsführenden Direktoren enthalten (3 FTE, Vorjahr: 3 FTE).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:

* Für das Geschäftsjahr geschuldete Vergütungen für die nicht
geschäftsführenden Mitglieder des Verwaltungsrats i.H.v. TEUR 162,

* die zurückgestellten Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahres-
und Konzernabschlusses i.H.v. TEUR 134,

* Kosten für Freelancer i.H.v. TEUR 149,

* IT-Kosten i.H.v. TEUR 96,

* Telefonkosten i.H.v. TEUR 53,

* Recruitingkosten i.H.v. TEUR 29,

* Reisekosten i.H.v. TEUR 24

* Intercompany-Verrechnungen i.H.v. TEUR 162 sowie

* Rechts- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 360.

Das Finanzergebnis setzt sich aus den Beteiligungserträgen, Abschreibungen
auf Finanzanlagen und den sonstigen Zinsen zusammen. Im Geschäftsjahr 2025
betrugen die Abschreibungen auf Finanzanlagen TEUR 0 (2024: TEUR 23.000).
Die geschäftsführenden Direktoren gehen von einer dauerhaften Wertminderung
der Juwelo Deutschland GmbH aufgrund geringerer zukünftiger
Ertragserwartungen aus. Aus diesem Grund hatte die elumeo SE im
Geschäftsjahr 2024 die Beteiligung an der Juwelo Deutschland GmbH auf einen
beizulegenden Wert von TEUR 10.000 abgeschrieben.

Die im Finanzergebnis enthaltenen sonstigen Zinsen betreffen mit TEUR 1.341
(2024: TEUR 1.278) ausschließlich die Erträge aus verzinslichen Ausleihungen
an eine Tochtergesellschaft.

Die elumeo SE weist im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von TEUR
241 aus (2024: TEUR -23.315).

Vermögens- und Finanzlage

TEUR 31.12.2025 31.12.2024
A K T I V A
Anlagevermögen 29.523 29.537
Umlaufvermögen 7.219 7.005
Rechnungsabgrenzungsposten 25 61
Summe Aktiva 36.768 36.603
P A S S I V A
Eigenkapital 35.137 34.897
Rückstellungen 166 291
Verbindlichkeiten 1.464 1.415
Summe Passiva 36.768 36.603
Die Finanzanlagen im Anlagevermögen betreffen die Anteile und Ausleihungen
an verbundene Unternehmen. Die Anteile an verbundene Unternehmen betreffen
im Wesentlichen die Juwelo Deutschland GmbH. Die Ausleihungen an verbundene
Unternehmen in Höhe von TEUR 19.489 (2024: TEUR 19.489) beinhalten
verzinsliche Finanzforderungen gegen die Tochtergesellschaft Juwelo
Deutschland GmbH aus der Ausleihung von Finanzmitteln. Die ausgereichten
Finanzmittel stammen zum einen aus den im Zuge des Börsengangs im
Geschäftsjahr 2015 vereinnahmten Erlösen. Die ausgewiesenen Ausleihungen
haben zum Bilanzstichtag Restlaufzeiten bis zum 31. Dezember 2028. Die
Laufzeit des Darlehens verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres
Jahr, falls der Darlehensvertrag nicht von einer der beiden Vertragsparteien
schriftlich unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten
ordentlich zum 31.12. eines Jahres gekündigt wird. Der Gesamtkreditrahmen,
den die elumeo SE der Juwelo Deutschland GmbH einräumt, beträgt zum 31.
Dezember 2025 TEUR 25.000 zu einem Zinssatz i.H.v. aktuell 5,25 v.H.pro Jahr
(2024: 5,75 v.H. pro Jahr). Die Anpassung des Zinssatzes erfolgte am 14. Mai
2025 mit Wirkung zum 1. Juli 2025.

Im Umlaufvermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen aus der Verzinsung des Darlehens sowie aus dem laufenden
Verrechnungsverkehr berücksichtigt. Das Eigenkapital stieg aufgrund des
Jahresüberschusses.

Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Inanspruchnahme der
Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG, die Zeichnung der
Wandelschuldverschreibung in Höhe von TEUR 400 und Verbindlichkeiten aus
Umsatzsteuer aus einer umsatzsteuerlichen Organschaft.

Insgesamt ist die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der elumeo SE
wesentlich von der Entwicklung der operativ tätigen Tochtergesellschaften
des elumeo Konzerns abhängig.

E. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Die elumeo SE ist regelmäßig vielfältigen Risiken und Chancen ausgesetzt.
Diese können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das
Risikomanagementsystem gilt für alle Bereiche des elumeo Konzerns. Als
spezifisches Instrument der Geschäftsführung und des Verwaltungsrats wurde
ein Risikomanagementsystem auf der Grundlage des Enterprise Risk Management
Standard des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway
Commission (COSO) sowie des Prüfungsstandards 981 des Instituts der
Wirtschaftsprüfer (IDW) umgesetzt. Als Risiken werden strategische und
operative Ereignisse und Maßnahmen betrachtet, die wesentlichen Einfluss auf
die Existenz und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben. Die
wesentlichen Chancen und Risiken werden nachfolgend aufgeführt.

Zielsetzungen sind eine konzernweite Vereinheitlichung der Risiko- und
Chancenbewertung, das aktive Leben einer Risiko- und Chancenkultur und ein
gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens.
Der bei der elumeo SE angewendete Ansatz des Risiko- und Chancenmanagements
ist darauf ausgelegt, durch ein standardisiertes Verfahren zur
Identifizierung, Bewertung, Überwachung, Dokumentation und Berichterstattung
von strategischen, operativen und finanziellen Risiken und Chancen sowie von
Compliance-Risiken die Entscheidungsfindung durch konsistente, vergleichbare
und transparente Informationen zu unterstützen. Chancen sollen zur
Steigerung der Ertrags- und Verbesserung der Vermögenslage genutzt werden.
Risiken sollen nur in dem Maße eingegangen werden, dass diese absehbar keine
besonderen negativen Einflüsse auf die Unternehmensentwicklung haben.

Internes Kontrollsystem

Mit Bezug auf § 315 Abs. 4 HGB folgt eine Erläuterung der Struktur des
internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Rahmen des
Rechnungslegungsprozesses.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat eine angemessene
Struktur sowie Prozesse, die entsprechend definiert sind. Ziel des Systems
ist die Identifikation, Bewertung und Steuerung all jener Risiken, die sich
wesentlich auf den ordnungsgemäßen Inhalt und die angemessene Darstellung
des Einzel- und Konzernabschlusses auswirken könnten. Das
rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst als integraler
Bestandteil des Rechnungslegungs- und Berichterstattungsprozesses
präventive, überwachende und aufdeckende Kontrollmaßnahmen und stellt somit
einen ordnungsgemäßen Prozess der Abschlusserstellung sicher. Das interne
Kontrollsystem wird in den verschiedenen Prozessen des Unternehmens
umgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle
Berichterstattung haben.

Diese Prozesse, die für die Finanzberichterstattung relevanten Risiken sowie
die Kontrollen werden analysiert und dokumentiert. In einer
prozessübergreifenden Risikokontrollmatrix sind relevante Kontrollen
inklusive Beschreibung und Art der Kontrolle, Häufigkeit der
Kontrollausführung sowie der ausführende Verantwortungsbereich definiert.
Die implementierten Kontrollmechanismen wirken prozessübergreifend und
häufig ineinander. Diese Mechanismen umfassen u. a. die Festlegung von
Grundsätzen und Verfahrensweisen, die Definition von Prozessabläufen und
Kontrollen, die Einführung von Freigabe- und Prüfkonzepten sowie die
Formulierung von Richtlinien.

Es ist so aufgestellt, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte
buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge und Transaktionen
gewährleistet ist. Zur Konsolidierung der in den Konzernabschluss
einbezogenen Tochterunternehmen stellt das interne Kontrollsystem sicher,
dass gesetzliche Normen, Rechnungslegungsvorschriften und interne
Anweisungen zur Rechnungslegung eingehalten werden. Änderungen darin werden
bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss fortlaufend
analysiert und entsprechend berücksichtigt. Dabei unterstützt der
Finanzbereich des elumeo Konzerns aktiv alle Geschäftsbereiche und
Konzerngesellschaften. Das gilt sowohl bei der Erarbeitung von einheitlichen
Richtlinien und Arbeitsanweisungen für rechnungslegungsrelevante Prozesse
als auch bei der Überwachung operativer und strategischer Ziele. Neben
definierten Kontrollen sind systemtechnische und manuelle
Abstimmungsprozesse, die Trennung zwischen ausführenden und kontrollierenden
Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen
wesentliche Bestandteile des internen Kontrollsystems.

Zur Sicherstellung eines regelungskonformen Konzernabschlusses sind im
Rechnungslegungsprozess entsprechende Maßnahmen implementiert. Insbesondere
dienen die Maßnahmen der Identifikation und Bewertung von Risiken sowie der
Begrenzung und Überprüfung erkannter Risiken.

Grundsätzliche Methodik

Bei der Bewertung einzelner Risiken wurden sowohl das Brutto- als auch das
Nettorisiko berücksichtigt. Das Bruttorisiko stellt das inhärente Risiko vor
Berücksichtigung risikomindernder Maßnahmen dar. Das Nettorisiko ist das
nach Betrachtung aller risikomindernder Maßnahmen verbleibende Restrisiko.
Die in diesem Bericht dargestellten Risiken spiegeln ausschließlich das
Nettorisiko wider. Risiken werden auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit
und des möglichen finanziellen Schadenrisikos innerhalb eines Jahres
bewertet. Das arithmetische Mittel aus der Summe von
Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenrisiko ergibt dann eine Relevanz des
Gesamtrisikos zwischen 1=sehr gering und 4=hoch. Bezogen auf die
Risikoklassifizierung im Vorjahr haben sich keine Veränderungen ergeben.

Risikobewertung - Klassen der Eintrittswahrscheinlichkeiten

Klasse Eintrittswahrscheinlichkeit
1 sehr gering (0%-25%)
2 Gering (25%-50%)
3 Mittel (50%-75%)
4 Hoch (75%-100%)
Risikobewertung - Schadensklassen

Klasse Auswirkung
1 0,05 Mio. EUR - 0,1 Mio. EUR Unbedeutend
2 >0,1 Mio. EUR - 0,5 Mio. EUR Gering
3 >0,5 Mio. EUR - 1,0 Mio. EUR Mittel
4 >1,0 Mio. EUR Schwerwiegend
Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025
wurden keine Risiken oder Risikocluster identifiziert, die den Fortbestand
der elumeo SE gefährden könnten. In der folgenden Tabelle werden die
Risikocluster der elumeo SE dargestellt und mit 2024 verglichen.

Als zusätzliches Risiko unter den ökonomischen, strategischen und externen
Risiken wurde die technologischen Risiken aufgenommen.

Risikoüberblick - Auszug wesentlicher Risiken

2025 2024
Eintritts- Scha- Eintritts- Scha-
wahrschein- dens- wahrschein- dens-
lichkeit höhe lichkeit höhe
1. Ökonomische,
strategische und
externe Risiken
1.1. Gesamtwirtschaftli- mittel schwer- mittel schwer-
che Risiken wie- wie-
gend gend
1.2. Wettbewerbsrisiken mittel mittel mittel mittel
1.3. Wachstumsrisiken gering schwer- gering schwer-
wie- wie-
gend gend
1.4 Technologische mittel mittel
Risiken
2. Operative Risiken
2.1. Reputationsrisiko gering mittel gering mittel
(Qualität und Ethik)
2.2. Beschaffungsrisiken mittel mittel mittel mittel
2.3. Bestandsrisiken mittel mittel mittel mittel
2.4. Reichweiteverträge sehr gering mittel sehr gering mittel
2.5. Personalrisiken sehr gering mittel sehr gering mittel
2.6. ITund gering schwer- gering schwer-
Informationsrisiken wie- wie-
gend gend
2.7. Retouren gering gering gering gering
3. Finanzund
Liquiditätsrisiken
3.1. Ausfallrisiko sehr gering gering sehr gering gering
3.2. Liquiditätsrisiko mittel schwer- mittel schwer-
wie- wie-
gend gend
3.3. Währungsrisiko gering mittel gering mittel
3.4 Zinsrisiko gering gering gering gering
4. Steuerliche,
regulatorische und
rechtliche Risiken
4.1. Datenschutz gering mittel gering mittel
4.2 Geldwäscheprävention gering mittel gering mittel
4.3. Steuerrisiken gering mittel gering mittel
4.4 Rechtliche Risiken gering schwer- gering schwer-
wie- wie-
gend gend
Es ist nicht auszuschließen, dass sich bisher nicht identifizierte Risiken
oder solche mit geringer Relevanz für das Gesamtrisiko trotz aller Maßnahmen
zukünftig negativ auf die Ertrags- und Vermögenslage des Konzerns auswirken.

Erläuterung der wesentlichen Risiken

1. Ökonomische und strategische Risiken

1.1. Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird weiterhin durch den Angriffskrieg
Russlands gegen die Ukraine, den Nahostkonflikt, dem Krieg in der Golfregion
und hoher Verschuldung bestimmt. Eine geringe Kapazitätsauslastung in der
Industrie, pessimistische Geschäftserwartungen und die von vielen
Unternehmen beklagte Verschlechterung der Standortbedingungen belasten die
Investitionstätigkeit der Unternehmen in Deutschland. Etwas Rückenwind für
die Unternehmensinvestitionen könnte von einer möglichen geldpolitischen
Lockerung durch die Europäische Zentralbank kommen. Große politische und
wirtschaftliche Unsicherheiten gehen nach wir vor von den erratisch
wirkenden Entscheidungen des aktuellen US-Präsidenten aus. Insbesondere eine
weitere protektionistische Agenda mit der Einführung neuer Zölle auf
US-Importe würde der deutschen Wirtschaft schaden. Die daraus entstehenden
Unsicherheiten träfen durch ein verschlechtertes Konsumklima auch die elumeo
SE.

1.2. Wettbewerbsrisiken

Das Wettbewerbsumfeld verändert sich. Einerseits beschleunigt dies die
Verschiebung der Kundennachfrage hin zu digitalen Angeboten, andererseits
veranlasst diese Verschiebung auch internationale Unternehmen und den
lokalen Wettbewerb, ihr digitales Angebot weiter zu verbessern und in neue
Märkte vorzudringen. Dadurch könnte das zukünftige Geschäftswachstum
gefährdet sein oder zumindest teurer werden, da der Schmuckmarkt stärker
umkämpft sein wird. Bereits heute sind die Schmuckindustrie und der
elektronische Einzelhandel von einem hohen Wettbewerbsdruck geprägt. Der
elumeo Konzern könnte weiterem Wettbewerb ausgesetzt werden, falls
bestehende oder neue Wettbewerber in ähnliche Geschäftsmodelle einsteigen,
indem sie ein internetbasiertes oder TV-basiertes Angebot für Echtschmuck
starten. Folglich besteht das Risiko, dass der elumeo Konzern nicht
entsprechend auf das veränderte Wettbewerbsumfeld reagieren kann.

Das Management des elumeo Konzerns beobachtet und analysiert regelmäßig die
bestehende Wettbewerbssituation und definiert ggfs. Gegenmaßnahmen.
Angesichts dieses Wettbewerbsumfelds ist das Management davon überzeugt,
dass die Strategie der elumeo SE die richtige Antwort auf die Zukunft ist,
um den aktiven Kundinnenstamm zu vergrößern und die Kundenbeziehungen zu
vertiefen. Die Strategie der Gesellschaft ruht auf den drei Säulen "Vertikal
integrierte und skalierbare Wertschöpfungskette", "Multiple elektronische
Distributionskanäle" und "Live und interaktive Verkaufsfeatures." In der
Abteilung Customer Relationship Management werden sämtliche
Marketingmaßnahmen an Bestandskunden koordiniert. Ziel ist es, über den
gestiegenen Customer Life Time Value den Gesamtumsatz zu steigern

1.3. Wachstumsrisiken

Es besteht das Risiko, dass der elumeo Konzern nicht in der Lage ist, ein
erneutes Wachstum effizient zu gestalten. Dies könnte das Wachstum
verlangsamen oder auch verhindern sowie nachteilige Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des elumeo Konzerns haben.

Bei der Expansion des Produkt- und Serviceangebots und bei der Übernahme und
Anwendung des technologischen Fortschritts, insbesondere hinsichtlich des
sich verändernden Nutzungsverhaltens in Bezug auf Mobiltelefone und Smart
TVs, besteht das Risiko, dass nicht in ausreichendem Maße auf angepasste
Kundenbedürfnisse und verändertes Nachfrageverhalten reagiert wird.

Das Management des elumeo Konzerns setzt verschiedene Instrumente ein, um
die Akzeptanz seines Produkt- und Serviceangebots sowie die
Kundenzufriedenheit zu überwachen. Daher ist das Unternehmen in der Lage,
angemessen auf Veränderungen im Kundenverhalten zu reagieren.

1.4. Technologische Risiken

Das Marktumfeld ist durch einen rasanten technologischen Wandel geprägt,
woraus das Risiko resultiert, dass Wettbewerber durch deren frühzeitige
Adaption neuer Technologien am Markt signifikante Wettbewerbsvorteile
erlangen. Um diesem Risiko proaktiv zu begegnen, treibt der elumeo Konzern
den internen Digitalisierungsgrad durch gezielte Projekte kontinuierlich
voran. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Evaluation und Integration
aktueller Entwicklungen in Bereichen Machine Learning und Künstliche
Intelligenz. Durch die Einbindung dieser Technologien in bestehende
Workflows und Tools werden Prozesse optimiert und die Zukunftsfähigkeit des
Geschäftsmodells gesichert.

2. Operative Risiken

2.1. Reputationsrisiko (Qualität und Ethik)

Die Schmuckstücke, die die elumeo SE vertreibt, werden von lokalen Partnern
und Produzenten hergestellt, mit denen unsere Einkäufer langjährige
Erfahrung haben. Ausführliche Qualitätskontrollen nach jedem Arbeitsschritt
sichern ein hohes handwerkliches Niveau. Defekte oder mangelhafte Produkte
beeinflussen die Kundenzufriedenheit und können die Wiederkäuferrate negativ
beeinflussen.

Der elumeo Konzern hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen,
dass Lieferanten nur solche Produkte liefern, die unter fairen und
nachhaltigen sozialen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen
produziert und verkauft werden. Sollte elumeo dennoch in Verbindung mit
dubiosen oder zwielichtigen Quellen gebracht werden, könnte das das Ansehen
der Gesellschaft und das ihrer Marken negativ beeinflussen. Zu diesem Zweck
haben wir klare vertragliche Vereinbarungen definiert und versuchen, uns
durch Präsenz vor Ort von der Einhaltung der Vorgaben zu überzeugen.

2.2. Beschaffungsrisiken

Die dauerhafte Stabilität unserer Lieferkette hängt im Wesentlichen von
unserem zentralen Einkaufsteam in Berlin in Zusammenarbeit mit lokalen
Experten ab. Lieferengpässe bei bestimmten nachgefragten Edelsteinen oder
Minen, die keine Steine mehr fördern, könnten sich negativ auf die
Umsatzentwicklung auswirken. Dem begegnen wir mit einer hohen Anzahl an
Edelsteinvarietäten und von Herstellern mit flexiblen Bestellvolumina. Der
elumeo Konzern ist Preisschwankungen und der begrenzten Verfügbarkeit von
Rohstoffen und Fertigungsmaterial (wie zum Beispiel Edelsteine, Edelmetalle,
Energie und Komponenten) ausgesetzt. elumeo konnte stets gestiegene
Edelmetallpreise durch höhere Verkaufspreise, wenn auch zeitversetzt,
kompensieren.

2.3. Bestandsrisiken

Durch die Integration der Wertschöpfungskette müssen wir die Bestellmengen
den Absatzerwartungen anpassen. Dies erfolgt mittels einer tagesgenauen
Absatzplanung in Verbindung mit Prognosen und Hochrechnungen über den zu
erwartenden Verbrauch unserer Handelswaren. Gleichzeitig wird das
Bestandsrisiko durch den hohen Materialbestandteil an Edelmetall und
Edelsteinen relativiert.

2.4. Reichweiterisiken

Das TV-Geschäft lieferte im Geschäftsjahr einen wesentlichen Beitrag zur
Gesamtperformance. Durch entsprechende Verträge sichern wir uns die
notwendige Bandbreite, um unser TV-Programm auszustrahlen. Der elumeo
Konzern ist hierbei der Komplexität der prognostizierten Umsatz- und
Margenentwicklung aus den Reichweiteverträgen ausgesetzt. Die Prognose
erfolgt durch die Historie an Daten, um Handlungsalternativen im Rahmen von
Vertragsverhandlungen zu entwickeln. Hierbei ist der Zugang der elumeo SE zu
den beiden wichtigsten Reichweitenwegen in Deutschland, Satellit und
Kabelfernsehen, von hoher Bedeutung. Gleichzeitig versucht die Gesellschaft,
über neue Distributionskanäle wie Mobile Apps und Smart TV Apps alternative
Zugangswege zu den Kunden zu etablieren.

Im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) erfolgte am
1. Juli 2024 die Streichung des so genannten Nebenkostenprivilegs. Seitdem
dürfen die Gebühren für Kabelfernsehen nicht mehr auf Mieterinnen und Mieter
umgelegt werden - mit der Folge der freien Wahl beim Fernsehempfang. Dies
führt neben einem Rückgang der erreichten Haushalte für 2025 und die
Folgejahre zu gestiegenen Verbreitungsgebühren pro erreichtem Haushalt, da
Teile der Einspeisevergütung als Fixbetrag berechnet werden. Die elumeo SE
ist dieser Entwicklung mit dem bereits beschriebenen
Restrukturierungsprogramm begegnet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Einspeiseentgelte für die
Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe
rechtswidrig überhöht sind. Ein zur außergerichtlichen Beilegung gestellter
Gütestellenantrag wurde von Vodafone abgelehnt; elumeo prüft daher aktuell
eine gerichtliche Durchsetzung und sieht sich durch drei unabhängige
Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. Der geltend gemachte
Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013
beläuft sich nach Einschätzung der Gesellschaft auf einen zweistelligen
Millionenbetrag. Allerdings besteht das Risiko, dass Vodafone den
rechtlichen Schritten zur Durchsetzung der Ansprüche elumeos mit der
Kündigung des Einspeisevertrags begegnen könnte. Die Gesellschaft schätzt
dieses Risiko als unwahrscheinlich ein, da eine Kündigung des
Einspeisevertrages zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus kartellrechtlichen und
medienrechtlichen Gründen angreifbar wäre.

2.5. Personalrisiken

Die Mitarbeiter des elumeo Konzerns sind der wesentliche Treiber für den
zukünftigen Erfolg der Gruppe. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter
insbesondere für die zukünftige Expansion zu finden, wird ein wesentlicher
Erfolgsfaktor sein. Das Recruiting und die Bindung der leitenden Mitarbeiter
sind von zentraler Bedeutung, um die Qualität und Kreativität der Produkte
und Dienstleistungen zu gewährleisten. Im Falle eines Personalabbaus ist die
Rechts- und Outplacementberatung von zentraler Bedeutung.

2.6. IT- und Informationsrisiken

Cyber-Bedrohungen durch interne oder externe Angriffe sowie Schwachstellen
der internen Kontrollen können wesentliche Aspekte der elumeo Domains,
einschließlich unserer Anwendungen, Lager-IT-Systeme, Zahlungssysteme und
internen IT-Systeme beeinträchtigen. Diese Bedrohungen könnten sich auf die
Verfügbarkeit von Daten oder Informationssystemen (Datenverlust), Integrität
(fehlerhafte Daten) und Vertraulichkeit (Datenschutzverletzung) auswirken.
Falls ein Cyberangriff, insbesondere ein großer, erfolgreich wäre, könnte
elumeo einen schweren Schaden erleiden, der zu Umsatzverlusten,
Ausgleichszahlungen an Partner, Erpressungszahlungen, Rufschädigung oder
Wiederherstellungsaufwand führen könnte. elumeo ist aufgrund seiner
wertvollen Daten und seiner Abhängigkeit von IT-Systemen ein potenzielles
Ziel.

Umfassende technologische Sicherheitslösungen, festgelegte
Präventionsansätze sowie spezialisierte interne Ressourcen unterstützen bei
der Früherkennung, der zielgerichteten Maßnahmensteuerung sowie der
grundsätzlichen Prävention von Cyberbedrohungen und Cybervorfällen.
Wesentliche Bestandteile der IT-Struktur des Unternehmens werden von einem
eigenen Entwicklerteam betreut. Die konsequente Ausrichtung auf die
spezifischen Bedürfnisse des elumeo Konzerns sichert ein hohes Maß an
Effizienz. Insbesondere die Skalierbarkeit der Systeme für die zukünftige
Expansion wird eine wesentliche Rolle spielen.

2.7. Retouren

Ein Anstieg der Rücksendungen durch Kunden, die erheblich über den
Erwartungen der Gesellschaft liegen, könnte die Ausgaben erhöhen und dem
Geschäft und der Ertragslage schaden. Die Lagerlogistik des elumeo Konzerns
ist so aufgebaut, dass auch bei einer hohen Zahl an Retouren eine schnelle
Bearbeitung möglich ist. Für Rückerstattungen hält das Unternehmen
entsprechende Liquiditätsreserven bereit.

3. Finanz- und Liquiditätsrisiken

Durch die Zahlungsarten Vorkasse, Kreditkarte, Nachnahme sowie Kauf auf
Rechnung mit ausgelagertem Risiko, beugt der elumeo Konzern wesentlichen
Zahlungsausfällen vor.

3.1. Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko stellt das Risiko dar, dass Kunden oder andere
Vertragsparteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies
kann sich durch das Zahlungsverhalten oder die wirtschaftliche Situation von
Kunden und anderen Vertragsparteien oder durch Betrugsfälle ergeben.
Ausfallrisiken ergeben sich in erster Linie hinsichtlich Forderungen gegen
Kunden sowie Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen.

Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gering,
da die Warenlieferungen entweder gegen Vorkasse, Kreditkartenzahlung oder
per Nachnahme erfolgen. Käufe auf Rechnung und Lastschrift werden durch
Zahlungsdienstleister über Factoring verwaltet. Dem Ausfallrisiko wird durch
eine auf Erfahrungswerten basierende und die Altersstruktur
berücksichtigende pauschalierte Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.
Uneinbringliche Forderungen werden vollständig einzelwertberichtigt. Bei den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine nennenswerte
Konzentration des Kreditrisikos.

Zusätzlich besteht für liquide Mittel dahingehend ein Ausfallrisiko, dass
Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Dieses
Ausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Anlage bei verschiedenen
Kreditinstituten mit guter Bonität erfolgt.

Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen
Vermögenswerte zum jeweiligen Berichtsstichtag.

3.2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass der elumeo Konzern nicht
in der Lage ist, seine eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten bei
Fälligkeit zu begleichen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel des
Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger
Zahlungsfähigkeit.

Im Bereich der operativen Geschäftsentwicklung liegt der Schwerpunkt der
Liquiditätskontrolle auf der Überwachung von Marktentwicklungen insbesondere
in den unterschiedlichen Vertriebskanälen und Kundengruppen sowie einer
laufenden Kontrolle der eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und
Qualitätsverbesserung bei Lieferanten von Schmuck.

Die geschäftsführenden Direktoren haben Sensitivitätsüberlegungen
angestellt, die insbesondere negative Planabweichungen im operativen
Geschäftsbereich beinhalten. Nach Einschätzung des Managements liegt derzeit
kein als wahrscheinlich einzustufendes Planungsszenario vor, das dazu führt,
dass bei negativen Planabweichungen im operativen Bereich
Liquiditätsengpässe entstehen könnten, die sich nicht durch Gegenmaßnahmen
kompensieren ließen. Zudem könnte bei einer mittel- bis langfristig
verschlechterten Profitabilität kurzfristig weitere Liquidität durch
aggressive Abverkaufmaßnahmen generiert werden.

3.3. Währungsrisiko

Liefervereinbarungen und Umsätze werden im überwiegenden Maße auf EURO-Basis
getroffen und abgewickelt, daher bestehen kurzfristig keine Währungsrisiken.
Gleichwohl kommt es mittelfristig und langfristig bei Abwertungen des EURO
gegenüber den lokalen Währungen in den Beschaffungsländern zu Margenrisiken.
Diese entstehen durch die dann erhöhten Anschaffungskosten in den
Beschaffungsländern aufgrund der Währungsverhältnisse.

3.4. Zinsrisiko

Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige
Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinsen
schwanken. Das Risiko des Konzerns betraf in Bezug auf Änderungen der
Marktzinssätze in erster Linie die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG,
bei der eine Zinsmarge auf den variablen EURIBOR-Basiszinssatz angewandt
wird. Aufgrund des moderaten Gesamtvolumens der variablen Verschuldung bei
der UniCredit Bank AG führen selbst spürbare Zinsänderungen nur zu
geringfügigen, absolut überschaubaren Auswirkungen auf den Zinsaufwand und
das Finanzergebnis der Gesellschaft. Daher wird das verbleibende
Zinsänderungsrisiko zum aktuellen Berichtszeitpunkt als nicht wesentlich
betrachtet. Nach Ansicht der Gesellschaft besteht zudem kein bedeutendes
Zinsrisiko für die Zinsaufwendungen nach IFRS 16, da jede Änderung des für
die Leasingverträge verwendeten zusätzlichen Kreditzinssatz direkte
Auswirkungen auf die entsprechende Leasingverbindlichkeit und das
Nutzungsrecht des Vermögenswertes in gleicher Höhe hat.

4. Steuerliche, regulatorische und rechtliche Risiken

Das Geschäft des elumeo Konzerns ist Gegenstand von regulatorischen
Anforderungen und Risiken und beinhaltet Unsicherheiten in Bezug auf
rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen der
elumeo Konzern aktiv ist. Der elumeo Konzern ist weiterhin Steuerrisiken
ausgesetzt.

4.1. Datenschutz

Kundinnen und Kunden vertrauen dem Unternehmen ihre personenbezogenen Daten
an. Dementsprechend unterliegt elumeo auf EU- und nationaler Ebene
zahlreichen Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf Datenschutz und
Privatsphäre. Dazu gehören insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung
(DSGVO), aber auch lokale Gesetzesrahmen sowie Änderungen des
Telemediengesetzes, der ePrivacy-Richtlinie und der vorgeschlagenen
ePrivacy-Verordnung oder der DSGVO-bezogenen Bußgeldrichtlinien, die
gemeinsam von den nationalen Datenschutzbehörden veröffentlicht wurden.

Die Gesellschaft ist verpflichtet, mit diesen Daten verantwortungsbewusst
umzugehen und sie vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Um das Risiko
potenzieller Verstöße zu minimieren, überwachen die Datenschutzbeauftragten
der elumeo SE fortlaufend die Datenschutzanforderungen, unterstützen bei der
Erarbeitung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen und Prozesse, bieten
Beratung, Expertise und Training. Diese Aufsicht umfasst eine enge
Zusammenarbeit und Abstimmung insbesondere mit den IT- und
Entwicklungsteams, um zur Umsetzung geeigneter technischer und
organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Daten beizutragen.

4.2. Geldwäscheprävention

Die Geschäftsabläufe im elumeo Konzern sind so strukturiert, dass das Risiko
der Geldwäsche minimiert wird. Der Geldwäschebeauftragte des elumeo Konzerns
kontrolliert laufend ggf. erforderliche Maßnahmen. Änderungen im
Geldwäschegesetz und in den Anforderungen an Güterhändler werden im Rahmen
von internen Schulungsprogrammen Rechnung getragen.

4.3. Steuerrisiken

Der elumeo Konzern ist Steuerrisiken ausgesetzt. Steuerrisiken resultieren
insbesondere aus abweichenden Rechtsauffassungen sowie
Sachverhaltsauslegungen seitens der Finanzbehörden auf der einen Seite sowie
der Gesellschaft und ihrer steuerlichen Berater auf der anderen Seite. Für
die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 wurde eine Betriebsprüfung der
Gesellschaften der elumeo SE mit Sitz in Deutschland durchgeführt, die zu
einer Steuerverbindlichkeit von TEUR 144 führte. Diese wurde im
Geschäftsjahr 2025 vollständig beglichen.

4.4 Rechtliche Risiken

Der elumeo Konzern ist versucht, seine rechtlichen Risiken gering zu halten.
Dennoch ist die Gesellschaft Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt,
insbesondere aus dem Markenrecht, Datenschutzrecht oder Steuerrecht. Darüber
hinaus können auch rechtliche Auseinandersetzungen aus dem früheren
Aktionärskreis die Entwicklung der Gruppe beeinflussen.

Am 26. September 2023 wurde die elumeo SE vom Amtsgericht Kreuzberg über die
Zustellung einer neuen Klage der Kat Florence LLC, Miami, Florida,
informiert. Die Klage entspricht im Wesentlichen einer bereits in 2022 in
Florida eingereichten und rechtskräftig abgewiesenen Klage. Die Kat Florence
LLC macht geltend, dass die elumeo SE im Rahmen einer Auskunftsklage
unrechtmäßig in ihre Geschäftsbeziehung mit Gem Shopping Network Inc. (GSN),
Atlanta eingegriffen habe. Inhalt der Auskunftsklage der elumeo SE war die
Aufforderung an GSN, der elumeo SE Auskunft über die Herkunft bestimmter
Edelsteine zu erteilen, die bei GSN angeboten wurden. Die neue Klage wurde
beim Georgia Northern District Court in Atlanta, Georgia eingereicht. Das
Kammergericht hat letztinstanzlich am 21. Januar 2025 den Antrag auf
Zurückweisung der Zustellung zurückgewiesen; die Klage wurde der elumeo SE
am 25. Januar 2025 zugestellt. Das Bezirksgericht Atlanta hat die Klage mit
Urteil vom 4. März 2026 abgewiesen. Rechtsmittel wurden durch die Klägerin
bisher nicht eingelegt.

elumeo geht davon aus, dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des
Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe rechtswidrig
überhöht sind. Um eine Beilegung dieses Konfliktes im Rahmen eines
Mediationsverfahrens zu ermöglichen, hat Juwelo einen Gütestellenantrag
gestellt, welcher von Vodafone jedoch abgelehnt worden ist. Juwelo prüft
daher eine gerichtliche Durchsetzung dieses Anspruchs und sieht sich durch
drei unabhängige Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. elumeo geht
von einem Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit
2013 aus, der sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag beläuft.

5. Chancen

Entwicklung des E-Commerce-Markts

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)
erwartet in seiner Prognose für 2026 eine Fortführung der Markterholung und
ein (nominales) Umsatzwachstum im E-Commerce mit Waren von 3,8 %. Laut
Statista wird die Zahl der Nutzer im Markt für E-Commerce in Deutschland
laut Prognosen bis 2029 kontinuierlich um insgesamt 4,09 Millionen (+8,6%)
steigen. Gemäß den Berechnungen wird die Nutzeranzahl im Jahr 2029
schätzungsweise den Wert von 51,77 Millionen und damit einen neuen
Höchststand erreichen. [13]

Wachstumsmarkt Online-Schmuckhandel

Laut der Online-Plattform statista wird der Umsatz weltweit bis 2029 auf 414
Milliarden Euro steigen. Der Trend zu Online- und Mobile-Geschäften wird
zunehmende Bedeutung gewinnen. [14]

Der elumeo Konzern sieht sich hierbei mit seiner stetig weiterentwickelten
App und der für Smartphones optimierten Darstellung der Webshops in einer
sehr guten Ausgangslage. Zudem bieten sich für das Unternehmen gute
Möglichkeiten, durch eigene Marken von der Entwicklung des Schmuckmarktes
für Marken zu profitieren.

Internationalisierung 2.0

Die Multi-Language-Plattform ermöglicht es Juwelo, in Deutschland
produzierte Shows automatisiert in andere Sprachen zu übersetzen und in
Märkten wie Spanien und Italien auszustrahlen. Die internationalen
Sendefenster wurden im Juli 2024 gestartet, seitdem konnten ihre Umsätze
kontinuierlich und höchst effizient gesteigert werden.

Reichweite

Vor dem Hintergrund des weggefallenen Nebenkostenprivilegs und der damit
einhergehenden höheren Verbreitungsgebühren pro erreichtem Haushalt hat die
elumeo SE das bestehende Vergütungsmodell kartellrechtlich prüfen lassen.
elumeo geht davon aus, dass insbesondere die Einspeiseentgelte für die
Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe
rechtswidrig überhöht sind. Drei unabhängige Gutachten von renommierten,
international tätigen und auf Kartellrecht spezialisierten Anwaltskanzleien
gehen davon aus, dass die elumeo SE einen Anspruch auf Absenkung der
Entgelte in der Zukunft sowie auf Schadensersatz in zweistelliger
Millionenhöhe für zu viel gezahlte Entgelte in der Vergangenheit geltend
machen kann. Inzwischen hat das Unternehmen eine der Kanzleien mit der
außergerichtlichen und gegebenenfalls auch gerichtlichen Geltendmachung der
Schadensersatzansprüche beauftragt.

Sofern die Einspeiseentgelte auf das aus Sicht der Gesellschaft angemessene
und rechtlich zulässige Niveau gesenkt werden, können daraus
Kostenpotenziale von jährlich bis zuEUR 1,4 Mio. gehoben werden.

Mitarbeiter und Know-how-Potenzial

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Schlüsselmitarbeiter des
elumeo Konzerns loyal an das Unternehmen gebunden sind. Trotzdem erwartet
sie, dass diese im Falle des Verlustes bestimmter Führungspersonen
mittelfristig adäquat ersetzt werden können. Durch die Schaffung eines
positiven Arbeitsumfelds und betrieblicher Aus- und
Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eines anreizorientierten Vergütungssystems
wird die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen zusätzlich gefördert.

Die Expertise der hochqualifizierten Mitarbeiter, welche teilweise bereits
seit Langem im Konzern beschäftigt sind, ermöglicht eine zuverlässige und
zügige Umsetzung der Konzernstrategien. Die Unternehmensleitung verfügt
ebenfalls über umfangreiches, langjähriges und detailliertes Markt- und
Branchenwissen.

Schadensersatzansprüche

Am 21. Februar 2023 hat das Kammergericht Berlin festgestellt, dass der mit
der Kat Florence LLC am 15. Januar 2016 unter der Bezeichnung Exclusive
Distribution Agreement (Exklusive Vertriebsvereinbarung) geschlossene
Vertrag durch die Kündigung der Beklagten vom 3. September 2018 nicht zum 3.
September 2018 beendet wurde und über den 3. September 2018 hinaus
ungekündigt fortbestand, jedenfalls bis 15. Januar 2021. Es wurde eine Klage
auf Schadensersatz für den entgangenen Gewinn für das Jahr 2020 von TEUR
1.066 gegen die Kat Florence Design Limited eingereicht. Dieser Klage wurde
am 19.01.2024 stattgegeben. Die Beklagte hat hiergegen keine Rechtsmittel
eingelegt, das Urteil ist somit rechtskräftig. Die elumeo SE prüft im
Moment, wie dieses Urteil vollstreckt werden kann. Verzögerungen ergaben
sich insbesondere aus der Notwendigkeit, die im Verfahren benötigten
Dokumente fortlaufend ins Griechische zu übersetzen. Mit einem Abschluss des
Verfahrens wird auch im Geschäftsjahr 2026 noch nicht gerechnet.

F. Prognosebericht

Entwicklung im Geschäftsjahr 2025

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung 2026

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt einerseits durch kriegerische
Auseinandersetzungen in der Ukraine, im Nahen Osten und in der Golfregion
sowie andererseits durch die protektionistische Handelspolitik der
Vereinigten Staaten geprägt

Folglich hat der Internationale Währungsfonds (IWF) laut Statista seine
Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im April 2026 von zuvor 3,3 %
auf 3,1 % gesenkt. Nach Einschätzung des IWF bleibe die Weltwirtschaft damit
zwar auf Wachstumskurs, verliere aber an Dynamik. Laut IWF belasteten
steigende Energiepreise, zunehmende Unsicherheit und mögliche Verwerfungen
an den Finanzmärkten die globale Nachfrage. Besonders energieabhängige
Volkswirtschaften und exportorientierte Länder reagieren empfindlich auf
diese Entwicklungen. Insgesamt zeigt die IWF-Prognose: Die Weltwirtschaft
bleibt widerstandsfähig, steht aber unter wachsendem Druck. Wie stark das
Wachstum letztlich ausfällt, hänge entscheidend davon ab, wie lange der
Konflikt andauert und wie stark er die Energieversorgung und die globalen
Märkte beeinträchtigt. Auch für Deutschland hat der IWF seine Prognose um
0,3 Prozentpunkte gesenkt und erwartet für 2026 ein Wachstum von 0,8 %. [15]

Die Bundesregierung ist in ihrem Frühjahrsgutachten zurückhaltender und
erwartet für 2026 lediglich ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,6 %.

Für den E-Commerce-Markt erwartet der Bundesverband E-Commerce und
Versandhandel Deutschland e. V. (bevh) in seiner Prognose für 2026 eine
Fortsetzung der Markterholung und ein nominales Umsatzwachstum mit Waren von
3,8 %. Laut einer Prognose des Verbands Privater Medien (VAUNET) bleibt
Teleshopping als Vertriebskanal trotz des intensiven Wettbewerbs durch
Online-Handel und Social Commerce auch im Jahr 2026 relevant; die Umsätze
werden auf Vorjahresniveau von rund EUR 2,1 Mrd. erwartet.

Entwicklung des elumeo Konzerns 2026

Nach der erfolgreichen Umsetzung der im April 2025 beschlossenen
Restrukturierungsmaßnahmen geht das Management für das Geschäftsjahr 2026
von einer Fortsetzung des im zweiten Halbjahr 2025 eingeschlagenen
Profitabilitätspfads aus. Die verschlankten Strukturen, die automatisierte
Sendungsproduktion sowie die Fokussierung des Produktangebots auf
werthaltigen Schmuck haben zu einer deutlich reduzierten Kostenbasis
geführt. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld aufgrund geopolitischer
Konflikte, anhaltend hoher Gold- und Silberpreise sowie einer noch fragilen
Konsumentenstimmung herausfordernd.

Im Rahmen der von bevh prognostizierten E-Commerce-Markterholung erwartet
das Management für den elumeo Konzern im Geschäftsjahr 2026 - ausgehend vom
restrukturierten Umsatzsockel des Jahres 2025 - eine Umsatzveränderung
zwischen -7 % und +10 % gegenüber dem Vorjahr. Vor dem Hintergrund des
bisherigen Geschäftsverlauf geht das Management von einem Wert in der Mitte
dieses Korridors aus. Entscheidend für den negativen oder positiven
Geschäftsverlauf des Gesamtjahres ist nach Einschätzung des Managements
insbesondere die Konsumlaune der Kundinnen und Kunden. Diese hänge nicht nur
von der realen Entwicklung der Inflation in Deutschland ab, sondern auch von
einem eher empfundenen oder befürchteten Anstieg des Preisniveaus. Je
stärker die tatsächliche Kaufkraft sinke oder die befürchtete Inflation
steige, desto eher wirke sich dies negativ auf den Umsatz von elumeo aus. Im
Umkehrschluss gelte aber auch: Je besser sich die Konsumentenstimmung bzw.
die Bereitschaft einzukaufen entwickle, desto stärker seien die positiven
Effekte auf den Umsatz der Gesellschaft.

Die Rohertragsmarge wird stabil bis leicht steigend im Korridor von 47 % bis
49 % erwartet; gestiegene Einstandspreise für Gold und Silber sollen durch
Verkaufspreisanpassungen und Produktmix-Effekte weitgehend kompensiert
werden.

Für das bereinigte EBITDA - die zentrale Steuerungskennzahl - rechnet das
Management für 2026 mit einem Wert zwischen EUR -0,5 Mio. und EUR 1,5 Mio.
Vor dem Hintergrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im ersten Quartal 2026
und des noch nicht abgeschlossenen zweiten Quartals 2026 geht das Management
von einem Wert in der Mitte dieses Korridors aus.

Das obere Ende der Ergebnisspanne kann die Gesellschaft erreichen, falls die
rechtliche Auseinandersetzung mit Vodafone bereits in 2026 einen für die
Gesellschaft positiven Ausgang dahingehend nimmt, dass das
Telekommunikationsunternehmen die Einspeiseentgelte noch für das Jahr 2026
auf das aus Sicht der Gesellschaft angemessene und rechtlich zulässige
Niveau senkt. Dies hätte eine unmittelbar positive Wirkung auf das Ergebnis.

Ein Ergebnis am unteren Ende der Spanne droht dagegen dann, wenn sich die
geopolitische Lage mit ihren multiplen Krisen und Kriegsszenarien verfestigt
oder gar verschlechtert, die zuvor dargelegte Erwartung des Managements an
das Umsatzwachstum nicht eintritt und sich die Umsatzentwicklung im
Geschäftsjahr 2026 am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite
realisiert. Entscheidend hierfür wird insbesondere die Entwicklung der
Konsumstimmung im dritten und vierten Quartal sein.

Grundsätzlich gilt: Das Ergebnis der elumeo SE als Holding hängt maßgeblich
von der Entwicklung der Juwelo Deutschland GmbH sowie der an diese
weiterbelasteten Kosten ab. Mit der weiteren Verbesserung des operativen
Cashflows der Juwelo Deutschland GmbH sollten sich die Ausleihungen und
Forderungen der elumeo SE gegenüber der Juwelo Deutschland GmbH zunehmend
reduzieren. Das Kostensenkungsprogramm sieht zudem eine weitere Reduktion
der Rechtsberatungskosten bei der elumeo SE vor. Für 2026 rechnet die
Gesellschaft mit einem Umsatz aus Kostenweiterbelastungen von rund TEUR 100
und einem Jahresergebnis zwischen EUR 0,2 Mio. und EUR 0,5 Mio.

G. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als geschäftsführende Direktoren der
elumeo SE, dass die Gesellschaft bei den im vorstehenden Bericht
aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder
unterlassenen Maßnahmen, die in Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
stehen, eine angemessene Gegenleistung erhielt, beurteilt nach den
Umständen, die den geschäftsführenden Direktoren zu dem Zeitpunkt bekannt
waren, zu dem das Rechtsgeschäft vorgenommen bzw. die Maßnahme getroffen
oder unterlassen wurde. Die Gesellschaft wurde dadurch, dass die Maßnahme
getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt.

H. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und § 315d HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und § 315d HGB sowie die
Corporate Governance Erklärung können auf der Homepage der Gesellschaft
unter https://www.elumeo.com/investor-relations/corporate-governance
eingesehen werden.

I. Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Konzernerklärung

Unsere Mission und unsere Key Stakeholder

Unsere Mission ist es, hochwertigen Schmuck zu einem bezahlbaren Luxus für
alle zu machen.

Wir sehen es als eine große Chance, dass wir durch die Fokussierung auf
elektronische Vertriebswege Endkunden hochwertigen Schmuck zu günstigen
Preisen anbieten können. Wir sind überzeugt, dass wir durch die langjährige
Zusammenarbeit unserer Einkäufer mit Herstellern und lokalen Partnern auf
jeder Stufe der Wertschöpfungskette in besonderem Maße faire und
familienfreundliche Arbeitsbedingungen bieten und damit unserer sozialen
Verantwortung als Arbeitgeber gerecht werden.

Als börsennotiertes Unternehmen sind neben den Mitarbeitern naturgemäß die
Aktionäre in besonderem Maße an der Nachhaltigkeit unseres wirtschaftlichen
Handelns interessiert. Die dritte wichtige Stakeholder-Gruppe sind unsere
Kunden, die mit regem Interesse unsere Kommunikation zu
Nachhaltigkeitsthemen verfolgen.

Nachhaltigkeitsmanagement

Die strategische Verantwortung für Nachhaltigkeit trägt bei elumeo die
Geschäftsführung, die dabei von der Konzernrechtsabteilung unterstützt wird.
Aufgrund der flachen Hierarchien können alle Mitarbeiter jederzeit proaktiv
Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit vorschlagen.

In Anbetracht der überschaubaren Größe des Unternehmens sowie der
Beschränkung auf einen Geschäftsbereich haben wir uns dazu entschieden, den
Nachhaltigkeitsbericht auf Grundlage eigener Überlegungen, jedoch ohne
Anwendung eines anerkannten Standards zu erstellen.

Als Handlungsfelder für das Management und damit für den Bericht über
Nachhaltigkeit haben wir folgende drei Hauptthemen identifiziert:
Mitarbeiter, Lieferkette und Rohstoffe sowie Integrität. Umweltbelange
hingegen spielen in Anbetracht des Geschäftsmodells lediglich eine
untergeordnete Rolle, so dass hierzu kein eigenes Konzept verfolgt wird.

Unsere Mitarbeiter

Ohne engagierte und kreative Mitarbeiter könnte der elumeo Konzern nicht
erfolgreich sein. Daher sind uns faire Arbeitsbedingungen für alle
Arbeitnehmer und die Förderung einer sicheren Arbeitsumgebung besonders
wichtig. Wir haben die familiäre und offene Arbeitsweise aus unserer
Startup-Zeit bewahrt und bieten unseren Mitarbeitern im Rahmen der
Möglichkeiten größtmögliche Flexibilität.

Inklusion und Diversität sind im elumeo Konzern nicht nur Stichworte,
sondern werden gelebt. Ein großer Teil unserer Mitarbeiter ist weiblich. Die
Vielfalt der Nationalitäten, Religionen, familiären Konstellationen oder
sexuellen Orientierungen wird nicht erfasst, ist jedoch positiv spürbar.

Lieferkette und Rohstoffe

Ein großes Nachhaltigkeitsrisiko im Bereich Schmuck und Juwelierwaren ist
eine unethische Gewinnung der verarbeiteten Rohstoffe, insbesondere durch
Verstoß gegen die Menschenrechte, etwa durch Kinderarbeit oder durch die
Ausbeutung von Arbeitskräften. Einer unserer Vorteile ist es, dass wir
unseren Schmuck teilweise in enger Kooperation mit lokalen Partnern
herstellen. Im Übrigen pflegen unsere Einkäufer zu den Herstellern
langjährige Beziehungen. So überzeugen wir uns immer wieder durch
stichprobenartige Besuche von den Arbeitsbedingungen, unter denen unserer
Schmuckstücke gefertigt werden, und können die Einhaltung unserer hohen
Standards gewährleisten. Zudem stellt unser Einkauf durch entsprechende
vertragliche Vereinbarungen mit unseren Lieferanten sicher, dass diese
seriös arbeiten und ihrerseits die Rohstoffe, insbesondere Gold und Silber
sowie Edelsteine, ausschließlich aus konfliktfreien Regionen unter
Einhaltung gängiger ethischer Standards beziehen. Zudem kontrollieren wir
bei unseren Vertragspartnern regelmäßig, dass ihnen keine Verstöße gegen
national und international anwendbare Sanktionen vorgeworfen werden. Unser
Compliance Management-System (s.u.) stellt u.a. mit Hilfe einer
Whistleblowing-Hotline sicher, dass etwaige Zweifel an der Seriosität von
Lieferanten unmittelbar der Compliance-Beauftragten des elumeo Konzerns, dem
Leiter des Prüfungsausschusses sowie dem im Verwaltungsrat Zuständigen für
Fragen mit Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance zur Kenntnis gebracht
werden.

Integrität

Ethisch einwandfreies Handeln und ein integres Geschäftsgebaren sind für uns
von herausragender Bedeutung. Der elumeo Konzern entspricht nicht nur den
gesetzlichen Anforderungen, sondern wendet auch die höchsten ethischen
Standards an. Unsere Unternehmenskultur ist geprägt von Verantwortung,
Respekt und Vertrauen. Rechtmäßiges Verhalten ist die Grundlage unserer
täglichen Arbeit und somit unseres Erfolgs. Daher hat der Verwaltungsrat
einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) beschlossen. Er definiert unsere
Ethik- und Compliance-Standards als weltweit tätiges Unternehmen und dient
als Leitfaden für Führungskräfte sowie Mitarbeiter. Wir erwarten von allen
Führungskräften und Mitarbeitern des elumeo Konzerns, jederzeit gemäß den
Grundsätzen des Verhaltenskodex zu handeln. Wir tolerieren kein unethisches
oder rechtswidriges Verhalten.

Der Zweck des Verhaltenskodexes ist es, jedem im elumeo Konzern dabei zu
helfen, seine persönliche Verantwortung klar zu verstehen. Er gilt für alle
Mitglieder des Unternehmens: von Verwaltungsratsmitgliedern über
Führungskräfte bis hin zu Mitarbeitern. Der Verhaltenskodex stellt eine
Mindestanforderung dar. Sofern gesetzliche Bestimmungen, Verordnungen oder
Vorschriften, seien sie lokal, national oder international, gegenüber der im
Verhaltenskodex erwähnten Inhalte eine strengere Position einnehmen, so sind
diese zu beachten und einzuhalten. Im Falle eines Konflikts zwischen dem
Verhaltenskodex und einer obligatorischen lokalen Verordnung, ist die
Verordnung maßgebend.

Im Hinblick auf unsere Integrität behandelt der Verhaltenskodex insbesondere
auch die Themenfelder Geldwäscheprävention, Anti-Korruptionsmaßnahmen,
Wettbewerbs- und Kartellrecht, unsere Beziehungen zu Geschäftspartnern und
Lieferanten sowie Richtlinien für soziale Medien. Um die Einhaltung
innerhalb des elumeo Konzerns zu gewährleisten, hat der Verwaltungsrat
Compliance-Richtlinien sowie ein Compliance-Managementsystem (s.o.)
eingeführt und eine Compliance-Organisation gegründet. Teil dessen ist auch
ein internes System zur anonymen Meldung möglicher Verstöße
(Whistleblowing). Alle Führungskräfte und Mitarbeiter werden dazu ermutigt,
sich an unseren ständigen Bemühungen zu beteiligen, unsere
Compliance-Risiken zu analysieren und unser Compliance-Managementsystem zu
verbessern.

I. Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289a und 315a HGB

Die elumeo SE ist eine börsennotierte Gesellschaft, deren stimmberechtigte
Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 WpÜG notiert
sind. Insofern ist das Unternehmen verpflichtet, in den Lage- bzw.
Konzernlagebericht die in § 289a HGB und § 315a HGB bezeichneten Angaben
offenzulegen. Diese Informationen sollen Dritten, die an der Übernahme einer
börsennotierten Gesellschaft interessiert sind, ermöglichen, sich ein Bild
von der Gesellschaft, ihrer Struktur und potenziellen Übernahmehindernissen
zu machen.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der elumeo SE betrug am 31. Dezember 2025 insgesamt
EUR 5.927.420 (31. Dezember 2024: EUR 5.927.420) und war eingeteilt in
5.927.420 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am
gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je Aktie. Sämtliche Aktien sind mit
gleichen Rechten und Pflichten verbunden. Jede Aktie berechtigt zu einer
Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien
betreffen

Dem Verwaltungsrat liegen keine Informationen über etwaige Beschränkungen
zur Stimmrechtsausübung oder Beschränkungen hinsichtlich der Übertragbarkeit
der Aktien vor, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen.

Beteiligungen am Kapital, die 10,0% der Stimmrechte überschreiten

Zum 31. Dezember 2025 bestanden die folgenden direkten und indirekten
Beteiligungen am Kapital der elumeo SE, die die Schwelle von 10,0% der
Stimmrechte überschritten: Blackflint Ltd., Paphos, Zypern (direkt),
Blackflint GmbH, Berlin (indirekt) und Herr Wolfgang Boyé, Berlin
(indirekt).

Für weitere Informationen zu Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 WpHG wird auf den
Anhang des Jahresabschlusses der elumeo SE verwiesen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es wurden keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben, die Kontrollbefugnisse
verleihen.

Stimmrechtskontrolle bei der Beteiligung von Arbeitnehmern

Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am
Kapital der elumeo SE beteiligt sind.

Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie
geschäftsführender Direktoren; Änderungen der Satzung

Hinsichtlich der Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des
Verwaltungsrats wird auf die anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften der §§
28, 29 SEAG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 9 Abs. 2 der Satzung der
elumeo SE, dass die Verwaltungsratsmitglieder von der Hauptversammlung mit
einfacher Stimmenmehrheit gewählt werden. Hinsichtlich der Ernennung und
Abberufung von geschäftsführenden Direktoren wird auf die anzuwendenden
gesetzlichen Vorschriften des § 40 SEAG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt §
16 Abs. 1 der Satzung der elumeo SE, dass der Verwaltungsrat einen oder
mehrere geschäftsführende Direktoren bestellt. Er kann einen dieser
geschäftsführenden Direktoren zum Chief Executive Officer und einen oder
zwei zu stellvertretenden Chief Executive Officers ernennen.
Geschäftsführende Direktoren können gemäß § 16 Abs. 4 der Satzung der elumeo
SE jederzeit durch Beschluss des Verwaltungsrats mit einfacher Mehrheit
abberufen werden.

Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c)
(ii) SE-VO in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Der Verwaltungsrat ist
ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung
betreffen (§ 11 Abs. 4 der Satzung der elumeo SE).

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die elumeo SE hat zum Bilanzstichtag keine Vereinbarungen abgeschlossen, die
Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels beinhalten.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit
dem Verwaltungsrat oder Arbeitnehmern getroffen sind

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der elumeo SE, die für den
Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Verwaltungsrats oder
den Arbeitnehmern getroffen sind.

J. Gesamtaussage

In der Gesamtbetrachtung beurteilen die geschäftsführenden Direktoren den
Verlauf des Geschäftsjahres 2025 als herausfordernd, aber zufriedenstellend.
Nach einem erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzprogramm zur
Bewältigung der herausfordernden Marktsituation erreichten alle wesentlichen
Kennzahlen des Unternehmens wie Umsatz, Marge und bereinigtes Ergebnis den
im Frühjahr 2025 mit Start des Restrukturierungsprogramms definierten
Zielkorridor. Die Erlöse lagen sogar über den kommunizierten Erwartungen der
Gesellschaft. Damit ist die Gesellschaft gut gerüstet, das Unternehmen auch
bei weiteren Marktunsicherheiten durch mögliche neue Turbulenzen zu führen.

Auslöser für die in Q2/2025 eingeleitete Restrukturierung war eine unter den
Erwartungen gebliebene Umsatzentwicklung in Verbindung mit gestiegenen
Einspeiseentgelten pro Haushalt in Kabelnetzen infolge des Wegfalls des so
genannten Nebenkostenprivilegs bei Netzbetreibern. elumeo geht davon aus,
dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo
in den Netzen der Vodafone Gruppe rechtswidrig überhöht sind. Um eine
Beilegung dieses Konfliktes im Rahmen eines Mediationsverfahrens zu
ermöglichen, hatte Juwelo einen Gütestellenantrag gestellt, welcher von
Vodafone jedoch abgelehnt wurde. Juwelo prüft daher eine gerichtliche
Durchsetzung dieses Anspruchs und sieht sich durch drei unabhängige
Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. elumeo geht von einem
Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013 aus,
der sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag beläuft.

Neben den erhöhten Einspeiseentgelten belasten makroökonomische
Unsicherheiten infolge der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie
handelspolitische Spannungen die Konsumstimmung im Geschäftsjahr 2025. Die
in diesem Kontext erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen wirkten
ergänzend zu bereits im Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Zu
den Kernmaßnahmen der Restrukturierung von April 2025 gehörten insbesondere
die verstärkte automatisierte Ausstrahlung von TV-Sendungen auf Basis
bereits produzierten Contents mittels KI-basierter Technologie sowie die
Fokussierung des Produktangebots auf Schmuck im Preissegment über EUR 50. In
Folge dieser Maßnahmen konnten die Personalkapazitäten der Juwelo
Deutschland GmbH angepasst und fast 50 Vollzeitstellen abgebaut werden.

Vor dem Hintergrund anhaltend hoher geopolitischer und makroökonomischer
Unsicherheiten, die insbesondere das Konsumverhalten und damit die
Visibilität der Geschäftsentwicklung beeinflussen, sieht die Prognose für
das Geschäftsjahr 2026 bisher bewusst eine vergleichsweise breite Bandbreite
vor. Das Management erwartet eine Umsatzveränderung zwischen -7 % und +10 %
gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 sowie ein bereinigtes EBITDA von EUR -0,5
Mio. bis EUR 1,5 Mio. bei einer stabilen bis leicht steigenden Bruttomarge
von 47 % bis 49 %. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen infolge der im
Jahr 2025 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen sowie durch den
konsequenten Ausbau KI-gestützter Prozesse gut aufgestellt, um flexibel auf
volatile Marktbedingungen zu reagieren, Effizienzpotenziale zu heben und die
Profitabilität auch in einem herausfordernden Umfeld abzusichern.

In Summe rechnen die geschäftsführenden Direktoren nach der erfreulichen
Entwicklung in den ersten zwölf Monaten der Restrukturierung für 2026 mit
einer weiteren Stabilisierung. Das 2024 gestartete Wachstumsprogramm
#juwelo100 soll weiter vorangetrieben werden. Dabei wird dem verstärkten
Einsatz von KI eine Schlüsselrolle zufallen, hier sieht sich elumeo gut
aufgestellt. Das Ziel von #juwelo100 ist es unverändert, die operative
Performance zu steigern und im Kerngeschäft bis zum Jahr 2033 einen Umsatz
von EUR 100 Mio. zu erreichen.

Berlin, 11. Juni 2026

elumeo SE

Die geschäftsführenden Direktoren

Florian Spatz Boris Kirn

Geschäftsbericht 2025

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung 50

Konzern-Bilanz 52

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 54

Konzern-Kapitalflussrechnung 56

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für die Geschäftsjahre vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 und 2024

Zif- 01.01. - 01.01. -
fer
31.12.2025 31.12.2024
TEUR | % der Umsatzerlöse

Umsatzerlöse (1) 39.094 100- 43.389
,0%
Umsatzkosten (2) -20.417 -52- -22.969
,2%

Rohertrag 18.677 47,- 20.420
8%

Vertriebskosten (3) -14.428 -36- -16.174
,9%
Verwaltungskosten (4) -6.825 -17- -7.653
,5%
Sonstige betriebliche Erträge (5) 176 0,5- 275
%
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -100 -0,- -147
3%

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -2.500 -6,- -3.280
(EBIT) 4%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -187 -0,- -209
5%
Sonstige Finanzerträge 2 0,0- 18
%
Finanzergebnis (7) -185 -0,- -190
5%

Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -2.685 -6,- -3.470
9%

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -411 -1,- -952
1%

Ergebnis nach Ertragsteuern
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -3.096 -7,- -4.422
9%

Ergebnisanteil der Aktionäre der elumeo -3.096 -7,- -4.422
SE 9%
Ergebnis je Aktie in EUR (11)
(unverwässert und verwässert)
bezogen auf den Ergebnisanteil
der Aktionäre gesamt
- unverwässert -0,52 -0,77
- verwässert -0,52 -0,77

Ergebnis nach Ertragsteuern
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (12) 155 0,4- 0
%

Ergebnis je Aktie in EUR (11)
(unverwässert und verwässert)
bezogen auf den Ergebnisanteil
der Aktionäre gesamt
- unverwässert 0,03 0,00
- verwässert 0,03 0,00

Ergebnis nach Ertragsteuern aus -2.941 -7,- -4.422
fortzuführenden und aufgegebenen 5%
Geschäftsbereichen
Ergebnisanteil der Aktionäre der elumeo -2.941 -7,- -4.422
SE 5%
Ergebnis je Aktie in EUR (11)
(unverwässert und verwässert)
bezogen auf den Ergebnisanteil
der Aktionäre gesamt
- unverwässert -0,50 -0,77
- verwässert -0,50 -0,77

Sonstiges Ergebnis, das in
Folgeperioden in die Gewinnund
Verlustrechnung umgegliedert werden
kann
Differenzen aus der Währungsumrechnung
ausländischer Tochtergesellschaften 103 0,3- -109
%

Sonstiges Ergebnis 103 0,3- -109
%

Konzern-Gesamtergebnis -2.838 -7,- -4.531
3%
Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2025 und 2024

A K T I V A

31.12.2025 31.12.2024 YoY
TEUR | % der Bilanzsumme Zif- in %
fer

Langfristige
Vermögenswerte
Immaterielle (13) 108 0,7% 115 0,6% -6,1-
Vermögenswerte %
Sachanlagen (14) 210 1,3% 302 1,6% -30,-
5%
Vermögenswerte aus (15) 1.218 7,6% 1.323 7,1% -7,9-
Nutzungsrechten %
Sonstige finanzielle (18) 178 1,1% 166 0,9% 7,2%
Vermögenswerte
Aktive latente Steuern (30) 430 2,7% 829 4,5% -48,-
1%
Summe langfristige 2.143 13,4- 2.736 14,8- -21,-
Vermögenswerte % % 7%

Kurzfristige
Vermögenswerte
Vorräte (16) 9.427 58,7- 11.486 61,9- -17,-
% % 9%
Forderungen aus
Lieferungen
und Leistungen (17) 1.875 11,7- 1.857 10,0- 1,0%
% %
Sonstige finanzielle (18) 208 1,3% 251 1,4% -17,-
Vermögenswerte 1%
Übrige Vermögenswerte (19) 752 4,7% 560 3,0% 34,3-
%
Zahlungsmittel (20) 1.644 10,2- 1.655 8,9% -0,7-
% %
Summe kurzfristige 13.906 86,6- 15.809 85,2- -12,-
Vermögenswerte % % 0%

Summe Aktiva 16.049 100% 18.545 100% -13,-
5%
Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2025 und 2024

P A S S I V A

31.12.2025 31.12.2024 YoY
TEUR | % der Zif- in %
Bilanzsumme fer

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.927 36,9% 5.927 32,0% 0,0%
Kapitalrücklage 35.691 222,4- 35.654 192,3- 0,1%
% %
Kumulierte Verluste -40.282 -251,- -37.340 -201,- -7,9%
0% 3%
Rücklage für -38 -0,2% -141 -0,8% -73,0-
Währungsumrechnung %
Summe Eigenkapital (21) 1.298 8,1% 4.100 22,1% -68,3-
%
Den Aktionären der 1.298 8,1% 4.100 22,1% -68,3-
elumeo SE zuzuordnen %

Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkei- (23) 392 2,4% 392 2,1% 0,0%
ten
Leasingverbindlichkei- (13) 813 5,1% 881 4,7% -7,7%
ten
Rückstellungen (26) 0 0,0% 130 0,7% -100,-
0%
Übrige (28) 31 0,2% 25 0,1% 24,0%
Verbindlichkeiten
Summe langfristige 1.236 7,7% 1.427 7,7% -13,4-
Schulden %
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkei- (23) 1.542 9,6% 1.376 7,4% 12,1%
ten
Leasingverbindlichkei- (15) 458 2,9% 533 2,9% -14,1-
ten %
Rückstellungen (26) 975 6,1% 406 2,2% 140,1-
%
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen
und Leistungen 9.121 56,8% 8.663 46,7% 5,3%
Erhaltene Anzahlungen (25) 110 0,7% 64 0,3% 72,0%
Steuerverbindlichkei- (27) 140 0,9% 145 0,8% -3,5%
ten
Sonstige finanzielle (24) 304 1,9% 446 2,4% -31,8-
Verbindlichkeiten %
Übrige (28) 865 5,4% 1.385 7,5% -37,5-
Verbindlichkeiten %
Summe kurzfristige 13.514 84,2% 13.018 70,2% 3,8%
Schulden

Summe Passiva 16.049 100,0- 18.545 100% -13,5-
% %
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025

TEUR Ge- Kapi- Kumu- Rücklage Summe
zeich-- tal-rü- lierte für Eigen-
netes cklage Verlus- Währungs- kapi-
Kapital te -umrech- tal
nung
Stand 1. Januar 2025 5.927 35.654 -37.34- -141 4.100
0
Anteilsbasierte Vergütungen 37 37
mit Ausgleich durch
Eigenkapitalinstrumente
Ergebnis nach -2.941 -2.941
Ertragssteuern aus
fortzuführenden und
aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis 103 103

Konzern-Gesamtergebnis -2.941 103 -2.838
Stand 31. Dezember 2025 5.927 35.691 -40.28- -38 1.298
2
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

TEUR Ge- Kapi- Kumu- Rücklage Summe
zeich-- tal-rü- lierte für Eigen-
netes cklage Verlus- Währungs- kapi-
Kapital te -umrech- tal
nung
Stand 1. Januar 2024 5.677 35.342 -32.91- -32 8.069
8
Kapitalerhöhung 250 250 500
Anteilsbasierte Vergütungen 62 62
mit Ausgleich durch
Eigenkapitalinstrumente
Ergebnis nach -4.422 -4.422
Ertragssteuern aus
fortzuführenden und
aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis -109 -109

Konzern-Gesamtergebnis -4.422 -109 -4.531
Stand 31. Dezember 2024 5.927 35.654 -37.34- -141 4.100
0
Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Geschäftsjahre vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 und 2024

TEUR Ziffer 01.01.- 01.01.- Verä-
--31.1- -31.12- nde-
2.2025 .2024 rung
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern -2.500 -3.280 780
(EBIT) aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 155 0 155
(EBIT) aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern -2.345 -3.280 935
(EBIT)
Abschreibungen auf Gegenstände des (13),(14) 128 256 -128
Anlagevermögens
Abschreibungen auf Vermögenswerte aus (15) 473 485 -12
Nutzungsrechten
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (26) 439 4 435
Gezahlte Ertragsteuern (8) -16 -144 128
Anteilsbasierte Vergütungen (22) 37 62 -25
Sonstige zahlungsunwirksame 78 1 76
Aufwendungen/Erträge
Abnahme/Zunahme der Vorräte und anderer 2.059 1.690 369
Aktiva, die nicht der Investitionsoder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Abnahme/Zunahme der Forderungen aus -179 964 -1.1-
Lieferungen und Leistungen sowie 43
sonstiger Aktiva
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten -128 32 -160
aus Lieferungen und Leistungen sowie
sonstiger Passiva
Gezahlte Zinsen (7) -140 -200 60
Cashflow aus der betrieblichen (29) 405 -128 533
Tätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb (13) 0 -7 7
immaterieller Vermögenswerte
Auszahlungen für den Erwerb von (14) -28 -72 44
Sachanlagen
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (29) -28 -79 51
Einzahlungen aus (21) 0 500 -500
Eigenkapitalzuführungen
Einzahlungen aus der Aufnahme von (23) 96 657 -561
Finanzverbindlichkeiten
Auszahlungen für die Tilgung von (15) -484 -571 87
Leasingverbindlichkeiten
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (29) -388 586 -974
Zahlungswirksame Veränderungen des -11 378
Finanzmittelfonds
Wechselkursbedingte Veränderung des 0 -64
Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der (20) 1.655 1.341
Berichtsperiode
Finanzmittelfonds am Ende der (20) 1.644 1.655
Berichtsperiode
Inhaltsverzeichnis

A. Informationen zum
elumeo-Konzern..............................................................................................................................

B. Grundlagen des
Konzernabschlusses..............................................................................................................................

C. Geänderte Standards und Interpretationen des
IASB...............................................................................................

D. Grundsätze der
Konsolidierung........................................................................................................................................

Konsolidierungskreis............................................................................................................................................................

Stichtag des
Konzernabschlusses........................................................................................................................................

Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze.......................................................................................................................

Schuldenkonsolidierung

Entkonsolidierung

Erfolgskonsolidierung

Funktionale Währung, Berichtswährung und
Währungsumrechnung.........................................................................

E. Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden.....................................................................................................................

Klassifizierung in kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und
Schulden..........................................................

Immaterielle
Vermögenswerte............................................................................................................................................

Sachanlagen..........................................................................................................................................................................

Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen..................................

Leasingverhältnisse - Konzern als
Leasingnehmer..........................................................................................................

Laufende und latente
Ertragsteuern..................................................................................................................................

Latente
Steuern....................................................................................................................................................................

Vorräte...................................................................................................................................................................................

Finanzinstrumente...............................................................................................................................................................

Gezeichnetes
Kapital...........................................................................................................................................................

Leistungen an
Arbeitnehmer..............................................................................................................................................

Rückstellungen.....................................................................................................................................................................

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen....................................

Segmentberichterstattung...................................................................................................................................................

Ertrags- und
Aufwandsrealisierung...................................................................................................................................

Erwartete
Retouren..............................................................................................................................................................

F. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und
Annahmen...............................................................

G. Erläuterungen zur
Konzern-Gesamtergebnisrechnung..............................................................................................

(1)
Umsatzerlöse..............................................................................................................................................................

(2)
Umsatzkosten.............................................................................................................................................................

(3)
Vertriebskosten..........................................................................................................................................................

(4)
Verwaltungskosten....................................................................................................................................................

(5) Sonstige betriebliche
Erträge....................................................................................................................................

(6) Sonstige betriebliche
Aufwendungen.....................................................................................................................

(7)
Finanzergebnis...........................................................................................................................................................

(8) Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag..............................................................................................................

(9) Personalaufwendungen und Aufwendungen aus anteilsbasierten
Vergütungen..............................................

(10)
Abschreibungen.........................................................................................................................................................

(11) Ergebnis je
Aktie........................................................................................................................................................

(12) Ergebnis aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen....................................................................................................

.Erläuterungen zur
Konzern-Bilanz..........................................................................................................................................

(13) Immaterielle
Vermögenswerte.................................................................................................................................

(14)
Sachanlagen................................................................................................................................................................

(15) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und
Leasingverbindlichkeiten..............................................................

(16)
Vorräte........................................................................................................................................................................

(17) Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen......................................................................................................

(18) Sonstige finanzielle
Vermögenswerte......................................................................................................................

(19) Übrige
Vermögenswerte...........................................................................................................................................

(20)
Zahlungsmittel...........................................................................................................................................................

(21)
Eigenkapital................................................................................................................................................................

(22) Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch eigene
Eigenkapitalinstrumente........................................

(23)
Finanzverbindlichkeiten...........................................................................................................................................

(24) Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten....................................................................................................................

(25) Erhaltene
Anzahlungen............................................................................................................................................

(26)
Rückstellungen...........................................................................................................................................................

(27)
Steuerverbindlichkeiten............................................................................................................................................

(28) Übrige
Verbindlichkeiten.........................................................................................................................................

(29) Ergänzende Informationen zur
Konzern-Kapitalflussrechnung...........................................................................

(30) Latente
Steuern..........................................................................................................................................................

(31) Zusätzliche Angaben zu
Finanzinstrumenten........................................................................................................

H. Sonstige
Angaben.................................................................................................................................................................

Management von finanziellen
Risiken..............................................................................................................................

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und
Eventualverbindlichkeiten..........................................................................

Ergänzende Erläuterungen nach
HGB.............................................................................................................................

Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag...................................................................................................................................

Konzernanhang

A. Informationen zum elumeo-Konzern

Firma, Sitz, Gründung und Handelsregister des berichtenden
Mutterunternehmens

Die elumeo SE (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) ist die
Muttergesellschaft des elumeo-Konzerns, Sitz der elumeo SE ist der
Erkelenzdamm 59/61 in 10999 Berlin, Deutschland.

Die Gesellschaft wird im Handelsregister Berlin-Charlottenburg in der
Abteilung B unter der Nr. 157 001 B geführt.

Die elumeo SE ist eine börsennotierte Gesellschaft in der Rechtsform einer
Europäischen Gesellschaft (Societas Europaea). Die Gesellschaft hat eine
monistische Leitungsstruktur mit dem Verwaltungsrat als Leitungs- und
Kontrollorgan.

Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der
Geschäftstätigkeit aufgestellt.

Geschäftstätigkeit des elumeo-Konzerns

Der elumeo-Konzern ist in der Gestaltung, der Beschaffung und dem Vertrieb
von Schmuck, Juwelierwaren, Edelsteinen und verwandten Produkten über
Fernsehen und sonstige, insbesondere elektronische, Vertriebswege (Internet)
in den Hauptmärkten Deutschland und Italien tätig. Die maßgebliche
Vertriebsart sind interaktive Live-Angebote.

Genehmigung des Konzernabschlusses

Der Verwaltungsrat hat den Konzernabschluss am 11. Juni 2026 zur
Veröffentlichung genehmigt.

B. Grundlagen des Konzernabschlusses

Anwendung der IFRS

Der Konzernabschluss der elumeo SE für das zum 31. Dezember 2025 endende
Geschäftsjahr (im Folgenden auch "Konzernabschluss 2025") wurde entsprechend
der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind ("IFRS"), erstellt. Darüber hinaus wurden die
Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB berücksichtigt.

Der Konzernabschluss berücksichtigt alle IFRS, die am Berichtsstichtag
verabschiedet sind und deren Anwendung in der Europäischen Union
verpflichtend ist.

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss umfasst die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und
Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Bilanz, die
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und die
Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt
grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und
Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren
aufgestellt. Die Konzern-Bilanz gliedert die Vermögenswerte und Schulden
entsprechend ihrer Fristigkeiten in kurzfristige oder langfristige
Bestandteile.

Der Konzernabschluss wird in Euro ("EUR") erstellt. Die Angaben erfolgen in
Tausend Euro ("TEUR") bzw. Millionen Euro ("EUR Mio."). Aus
rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Textverweisen
Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten
(Geldeinheiten, Prozent, usw.) auftreten.

C. Geänderte Standards und Interpretationen des IASB

Anzuwendendes Regelwerk

Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS sind die Vorschriften der am
Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union (EU) anerkannten
International Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB), London (Vereinigtes Königreich), den
Interpretationen (IFRIC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) bzw.
den seitens des Standing Interpretations Committee (SIC) verlautbarten
Interpretationen.

Herausgegebene, anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Standards, Interpretationen und Änderungen des IAS/IFRS, die erstmalig im
Geschäftsjahr 2025 verpflichtend anzuwenden sind, werden nachfolgend mit
ihren Auswirkungen auf den elumeo-Konzern dargestellt.

IFRS-S- Thema Zeitpunkt des Übernahme
tan- Inkrafttretens durch die
dard nach dem IASB EU-Kommissi-
on
Ände- Auswirkungen von 01/01/2025 12.
rungen Wechselkursänderungen - Mangel der November
an IAS Umtauschbarkeit (veröffentlicht am 2024
21 15. August 2023)
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses vom IASB
verabschiedete und bereits teilweise von der Europäischen Union übernommene
Standards, die aber erst für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1.
Januar 2026 verpflichtend anzuwendenden sind und die für die elumeo SE
praktische Relevanz haben, werden nachfolgend dargestellt.

IFRS-Stan- Thema Zeitpunkt Übernahme
dard des durch die
Inkraft- EU-Kommis-
tretens sion
nach dem
IASB
Änderungen Finanzinstrumente - Änderung an der 01/01/202- In
an IFRS 9 Klassifizierung und Bewertung von 6 Erwartung
und IFRS 7 Finanzinstrumenten (veröffentlicht am des
30.5.2024) Endorse-
ments
durch die
EU
Jährliche Jährliche Verbesserungen verschiedener 01/01/202- In
Verbesse- Standards (IFRS 1, IFRS 7, IFRS 9, 6 Erwartung
rungen an IFRS 10, IAS 7) (veröffentlicht am 18. des
den IFRS Juli 2024) an IFRS Endorse-
Band 11 ments
durch die
EU
IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss - 01/01/202- In
Anforderungen an die Darstellung und 7 Erwartung
Offenlegung von Informationen in des
Abschlüssen (veröffentlicht am 9. Endorse-
April 2024) ments
durch die
EU
IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche 01/01/202- In
Rechenschaftspflicht: Angaben - 7 Erwartung
Spezifizierung von Angabevorschriften des
für bestimmte Tochterunternehmen Endorse-
(veröffentlicht am 9.Mai 2024) ments
durch die
EU
IFRS 18 "Darstellung und Angaben im Abschluss" ersetzt ab dem 1. Januar 2027
IAS 1. Der Standard führt neue Kategorien und Zwischensummen in der Gewinn-
und Verlustrechnung (operativ, investiv, finanzierend) sowie erweiterte
Angabepflichten ein. Der Konzern erwartet im Wesentlichen Auswirkungen auf
die Darstellung und den Ausweis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie
zusätzliche Anhangangaben; Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung werden
nicht erwartet. IFRS 18 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am
oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen und wird rückwirkend angewendet
werden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wird die elumeo SE
keinen Gebrauch machen.

Der Konzern analysiert derzeitig die Auswirkungen der Änderungen auf die
primären Abschlussbestandteile sowie die Anhangsangaben. Auf Basis der
bisherigen Einschätzung werden insbesondere folgende Auswirkungen erwartet:

* Änderung des Detaillierungsgrads der Konzern- Gewinn- und
Verlustrechnung sowie die Zusammenfassung der dargestellten Positionen.

* Aggregation und Disaggregation: Zusammenfassung von Posten, die
gemeinsame Merkmale aufweisen und derselben Kategorie zugeordnet sind
und Aufgliederung von Posten in Bestandteile, die unterschiedliche
Merkmale aufweisen.

* Es ergeben sich zusätzliche Angabepflichten zu den vom Management
festgelegten Erfolgskennzahlen (sogennante Management-defined
Performance Measures).

D. Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 umfasst grundsätzlich die
Abschlüsse des Mutterunternehmens elumeo SE und der von der Gesellschaft
direkt oder mittelbar beherrschten Tochtergesellschaften. Die elumeo SE
beherrscht ein Beteiligungsunternehmen gemäß IFRS 10 Konzernabschlüsse nur
dann, wenn sie alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

* die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h. die
Gesellschaft verfügt über bestehende Rechte, die ihr die Möglichkeit
einräumen, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu
bestimmen),

* eine Risikobelastung in Form oder ein Anrecht auf schwankende(r)
Renditen aus ihrem Engagement mit dem Beteiligungsunternehmen und

* die Fähigkeit, ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen
dergestalt zu nutzen, dass dadurch das Ergebnis des
Beteiligungsunternehmens der Höhe nach beeinflusst wird.

Von Beherrschung ist regelmäßig auszugehen, wenn eine Stimmrechtsmehrheit
vorliegt. Um diese Annahme zu stützen oder wenn die elumeo SE weniger als
die Mehrheit der Stimmrechte oder vergleichbarer Rechte eines
Beteiligungsunternehmens besitzt, bezieht die Gesellschaft alle relevanten
Sachverhalte und Umstände ein, um zu beurteilen, ob sie ein
Beteiligungsunternehmen beherrscht, darunter:

* die Stimmrechte und die potenziellen Stimmrechte der Gesellschaft,

* die vertraglichen Vereinbarungen mit den übrigen Stimmrechtsinhabern des
Beteiligungsunternehmens und

* Rechte, die sich aus anderen vertraglichen Vereinbarungen ergeben.

Sofern neue Sachverhalte und Umstände darauf hinweisen, dass hinsichtlich
eines oder mehrerer Merkmale der Beherrschung Änderungen eingetreten sind,
so beurteilt die Gesellschaft erneut, ob sie Beherrschung über das
Beteiligungsunternehmen ausübt oder nicht. Die Konsolidierung eines
Beteiligungsunternehmens beginnt, wenn die elumeo SE die Beherrschung über
das Beteiligungsunternehmen erlangt, und endet, wenn die elumeo SE die
Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert. Vermögenswerte,
Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Beteiligungsunternehmens, welches
im Laufe eines Geschäftsjahres erworben oder veräußert wurde, sind im
Konzernabschluss ab dem Tag, an dem die elumeo SE die Beherrschung über das
Beteiligungsunternehmen erlangte, bis zum Tag, an dem die Beherrschung über
das Beteiligungsunternehmen endete, enthalten.

Eine Veränderung der Beteiligungsverhältnisse an einem
Beteiligungsunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als
Eigenkapitaltransaktion erfasst.

Sofern die Gesellschaft die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen
verliert, werden die entsprechenden Vermögenswerte (einschließlich eines
Geschäfts- oder Firmenwertes), die Schulden, die Minderheitenanteile und
andere Eigenkapitalbestandteile (einschließlich der auf das
Beteiligungsunternehmen entfallenden Rücklagen aus
Währungsumrechnungsdifferenzen) entkonsolidiert, wobei ein sich ergebender
Gewinn oder Verlust als Entkonsolidierungserfolg in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst wird. Jeder gegebenenfalls im elumeo-Konzern
verbleibende (Minderheiten-)Anteil wird zum beizulegenden Zeitwert neu
bewertet. Bisher im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminierte
konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Verhältnis zu einem
Beteiligungsunternehmen werden in der Konzern-Bilanz angesetzt.

In den Konsolidierungskreis zum 31.12.2025 sind unverändert zum Vorjahr
neben der elumeo SE als Holding folgende Gesellschaften einbezogen, an denen
die elumeo SE im Geschäftsjahr 2025, direkt oder mittelbar über
zwischengeschaltete Tochtergesellschaften, 100% der Geschäftsanteile hielt:

Gesellschaft Sitz

Juwelo Deutschland GmbH Berlin
jooli.com GmbH Berlin
jooli marketplace India Pvt. Ltd. Jaipur
Juwelo USA, Inc. Wilmington
Silverline Distribution Ltd. Hongkong

Wir verweisen zusätzlich auf die Ausführungen zum Anteilsbesitz "Ergänzende
Erläuterungen nach HGB" unter Punkt I.

Stichtag des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 umfasst die Berichtsperiode
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 ("Geschäftsjahr", "Berichtsjahr"
oder "Berichtsperiode"). Die Veränderungen im Vorjahresvergleich werden als
Jahr zu Jahr ("YoY") bezeichnet. Bis auf die jooli marketplace Pvt. Ltd.
haben sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ein dem
Kalenderjahr identisches Geschäftsjahr. Das Geschäftsjahr der jooli
marketplace Pvt. Ltd. beginnt am 01. April und endet am 31. März. Zum 31.
Dezember 2025 wurde für die jooli marketplace Pvt. Ltd ein Zwischenabschluss
erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind
nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des
Mutterunternehmens aufgestellt.

Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und
konzerninterne Verbindlichkeiten aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen
werden, soweit sie in der Berichtsperiode entstanden sind, erfolgswirksam in
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Entkonsolidierung

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die
Beherrschung durch den Konzern endet.

Erfolgskonsolidierung

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Im Rahmen der Erfolgskonsolidierung werden konzerninterne Erträge und
Aufwendungen verrechnet und Zwischenergebnisse eliminiert.
Aufrechnungsdifferenzen werden, soweit sie in der Berichtsperiode entstanden
sind, erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zwischengewinneliminierung

Nach IFRS 10 sind konzernintern erwirtschafteten Gewinne im Konzern erst
dann erfolgswirksam zu berücksichtigen sind, wenn Empfänger der Lieferung
konzernfremde Dritte (Endkunden) sind. In der Folge sind die nicht
realisierten Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen zu eliminieren.

Funktionale Währung, Berichtswährung und Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt auf Grundlage des Konzepts der funktionalen
Währung gemäß IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen nach der
modifizierten Stichtagsmethode. Die Währung des primären Wirtschaftsumfelds,
in dem ein Unternehmen tätig ist und in dem es hauptsächlich Zahlungsmittel
erwirtschaftet bzw. verwendet, wird als dessen funktionale Währung
bezeichnet. Die funktionale Währung des Mutterunternehmens elumeo SE ist der
Euro (EUR). Der Konzernabschluss wird in EUR als Berichtswährung
aufgestellt.

Fremdwährungstransaktionen werden von den Konzernunternehmen zunächst zu dem
am Tag des Geschäftsvorfalls jeweils gültigen Kassakurs in ihre funktionale
Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung
werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die
funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden
erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich in saldierter Form unter den
sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen.

Die Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften, deren Abschlüsse
in einer anderen funktionalen Währung als dem EUR aufgestellt sind, werden
zum Berichtsstichtag zum Wechselkurs am Berichtsstichtag in EUR umgerechnet.
Erträge und Aufwendungen in der Ergebnisrechnung werden zum Berichtsstichtag
mit dem gewichteten Durchschnittskurs der Berichtsperiode umgerechnet. Das
Eigenkapital der Tochtergesellschaften wird zum jeweiligen historischen
Wechselkurs umgerechnet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der
Umrechnung der in ausländischer Währung erstellten Abschlüsse werden im
sonstigen Ergebnis erfasst, eine Umgliederung in die Gewinn- und
Verlustrechnung erfolgt bei Abgang oder teilweisem Abgang des betreffenden
ausländischen Geschäftsbetriebs Sie werden in der Rücklage für
Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Klassifizierung in kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Der elumeo-Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der
Konzern-Bilanz in kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden.

Ein Vermögenswert wird als kurzfristig eingestuft, wenn dieser primär zu
Handelszwecken gehalten oder seine Realisierung innerhalb von zwölf Monaten
nach dem Berichtsstichtag beziehungsweise innerhalb des normalen
Geschäftszyklus erwartet wird.

Eine Verbindlichkeit ist als kurzfristig einzustufen, wenn die Erfüllung der
Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet wird
oder der elumeo-Konzern kein uneingeschränktes Recht hat, die Erfüllung der
Verbindlichkeit um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu
verschieben.

Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden als langfristig eingestuft.

Latente Steueransprüche und -schulden werden grundsätzlich als langfristige
Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich
begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um
planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden über
die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Sachanlagen

Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung
werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige
lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden über die
voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Einbauten in gemietete Gebäude werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten aktiviert und über die Restlaufzeiten der zugrunde
liegenden Mietverträge unter Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen
oder, sofern zutreffend, über die kürzere betriebliche Nutzungsdauer
abgeschrieben.

Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen

Abschreibungsdauern und -methoden

Die Abschreibungen werden grundsätzlich, basierend auf den
betriebsspezifischen Einschätzungen, planmäßig linear über folgende
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern vorgenommen:

Nutzungsdauer Jahre

Immaterielle Vermögenswerte 1-15
Einbauten in gemietete Gebäude 10
Technische Anlagen und Maschinen 5-15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Die Abschreibungsdauer/-methode der Vermögenswerte mit einer bestimmten
Nutzungsdauer wird mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft und
bei Bedarf prospektiv angepasst.

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden entweder infolge eines
Abgangs ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung
des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird. Ein Gewinn
oder Verlust aus dem Abgang eines Vermögenswertes wird als Differenz
zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Restbuchwert des Vermögenswerts
ermittelt und in der Berichtsperiode, in der der Vermögenswert ausgebucht
wird, erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wertminderungstest

Der elumeo-Konzern überprüft an jedem Berichtsstichtag, ob Anhaltspunkte für
eine Wertminderung (Wertminderungsindikatoren) für in der Konzern-Bilanz
ausgewiesene nicht finanzielle Vermögenswerte oder einzelne
zahlungsmittelgenerierende Einheiten vorliegen. Sind solche
Wertminderungsindikatoren erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung
vorgeschrieben, wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Sofern ein
Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wertgemindert
ist, werden aufwandswirksame Wertminderungen erfasst. Als
zahlungsmittelgenerierende Einheiten des elumeo-Konzerns gelten
grundsätzlich alle rechtlich selbständigen Konzerngesellschaften.

Um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands zu bestimmen, wird der
erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt. Der erzielbare Betrag ist
der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
und dem Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer
zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird der Betrag
bezeichnet, der durch den Verkauf eines Vermögenswertes in einer Transaktion
zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen vertragswilligen Parteien
erzielt werden könnte. Die Bestimmung des Nutzungswertes erfolgt anhand der
erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse. Dabei wird ein
marktgerechter Zinssatz vor Steuern, der die Risiken des Vermögenswertes
widerspiegelt, die sich noch nicht in den geschätzten zukünftigen
Zahlungsmittelzuflüssen niederschlagen, zugrunde gelegt.

Wird der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer
zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als sein Buchwert
eingeschätzt, wird dieser auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der
Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Bei einer
Wertaufholung in einer Folgeperiode wird der Buchwert des Vermögenswertes
entsprechend dem festgestellten erzielbaren Betrag angepasst. Die
Wertaufholungsobergrenze wird durch die Höhe der fortgeführten Anschaffungs-
und Herstellungskosten bestimmt, die sich ergeben, wenn keine Wertminderung
in den Vorperioden erfasst worden wäre. Die Wertaufholung wird sofort
erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse - Konzern als Leasingnehmer

Leasingverhältnisse werden beim Leasingnehmer ab dem Zeitpunkt, zu dem ein
Leasingobjekt zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht am
Leasingobjekt und Leasingverbindlichkeit bilanziert. Ausgenommen hiervon
sind kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse mit einer
Leasinglaufzeit von bis zu zwölf Monaten) sowie Leasingverhältnisse, bei
denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist.

Die Anschaffungskosten eines Nutzungsrechts ergeben sich aus dem Barwert der
zukünftigen Leasingzahlungen, der anfänglichen direkten Vertragskosten sowie
der geschätzten Kosten für den Abbau bzw. die Wiederherstellung des
Leasingobjekts. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren Zeitraum aus
Nutzungsdauer und erwarteter Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.

Bei erstmaliger Erfassung wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert
der künftigen Leasingzahlungen angesetzt; die Folgebewertung erfolgt zu
fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der
Effektivzinsmethode. Das Nutzungsrecht wird bei erstmaliger Erfassung in
Höhe der Leasingverbindlichkeit angesetzt, ggf. erhöht um anfängliche
direkte Kosten, und anschließend über den Zeitraum des Leasingvertrages
abgeschrieben. Die Leasinglaufzeit basiert auf der unkündbaren Grundlaufzeit
eines Leasingverhältnisses unter Einbeziehung von Verlängerungs- und
Kündigungsoptionen des Leasingnehmers, sofern hinreichend sicher ist, dass
diese Optionen künftig ausgeübt werden. Zinsaufwendungen für
Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis erfasst. Sie werden zudem
in den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einbezogen, während
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten als separater
Posten des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt werden.

Laufende und latente Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Berichtsperiode setzten sich
aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich
auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis
erfasst wurden. Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im
Eigenkapital verbucht werden, werden direkt im Eigenkapital oder im
sonstigen Ergebnis innerhalb der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der
Liability-Methode auf Basis der Vorschriften des IAS 12 Ertragsteuern.
Latente Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen (temporary
concept) zwischen im IFRS-Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den
Wertansätzen der Steuerbilanz gebildet, sofern diese Differenzen in der
Zukunft zu Steuerentlastungen oder Steuerbelastungen führen. Zur Bewertung
latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen,
soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der
Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären
Differenzen erfasst, mit Ausnahme von:

* latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder
Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem
Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum
Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das
Periodenergebnis nach IFRS noch das zu versteuernde Ergebnis
beeinflusst,

* latenten Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die
im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften stehen, wenn
der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert
werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären
Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären
Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht
genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es hinreichend
wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird,
gegen welches die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet
werden können, mit Ausnahme von:

* latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die
aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus
einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss
ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das
Periodenergebnis nach IFRS noch das zu versteuernde Ergebnis
beeinflusst,

* latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die
im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften stehen, wenn
es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in
absehbarer Zeit nicht umkehren werden oder kein ausreichendes zu
versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die
temporären Differenzen aufgerechnet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Berichtsstichtag
überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich
ist, dass zukünftig ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur
Verfügung stehen wird, gegen welches der latente Steueranspruch verwendet
werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem
Berichtsstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es
wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die
Realisierung des latenten Steueranspruchs mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit ermöglicht. Der Betrachtungszeitraum zur Bildung von
latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug 3 Jahre (Im Vorjahr: 3 Jahre).

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander
verrechnet, wenn der
elumeo-Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen
Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese
sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der
gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Vorräte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt. Die
Anschaffungskosten werden auf Basis einer Einzelbewertung unter Verwendung
des gleitenden Durchschnittsverfahren ermittelt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum jeweils niedrigeren Wert
aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
angesetzt. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich
erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden
Kosten dar. Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert erfolgen, sofern
zutreffend, für Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit bzw. auf Grundlage
der voraussichtlichen Absatzmöglichkeiten der betreffenden Produkte.

Finanzinstrumente

Allgemeine Angaben

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen
zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu
einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument
führt. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der
Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der elumeo-Konzern Vertragspartei eines
Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn
die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus diesen finanziellen
Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen
wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle
Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen
beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Finanzielle Vermögenswerte

Sämtliche finanziellen Vermögenswerte des elumeo-Konzerns sind der
Klassifizierungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet"
zugeordnet. Es handelt sind um nicht derivative finanzielle Vermögenswerte
mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt
notiert sind. Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert. Die angefallenen Transaktionskosten werden in die
Zugangsbewertung einbezogen. In der Folgezeit werden sie zu fortgeführten
Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen, die
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen, die sonstigen
finanziellen Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel zugeordnet.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der elumeo-Konzern bilanziert Wertberichtigungen für erwartete
Kreditverluste für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden. Ein Wertminderungsverlust oder -gewinn
ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen,
wenn der Vermögenswert wertgemindert wird.

Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden
hierbei entsprechend eines vereinfachten Ansatzes stets in Höhe des über die
Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts am Bilanzstichtag bewertet, die mit
Hilfe von vertriebskanal- und länderspezifischen Wertberichtigungssätzen auf
Basis von historischen Ausfallquoten und weiteren wertbeeinflussenden
Faktoren ermittelt werden. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte, bei
denen sich seit dem erstmaligen Ansatz das Kreditrisiko nicht signifikant
erhöht hat, wird der erwartete Kreditverlust angesetzt, der innerhalb der
nächsten 12 Monate zu erwarten ist. Für Finanzinstrumente, bei denen es zu
einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos gekommen ist, wird die
Risikofürsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditausfälle
ermittelt.

Finanzielle Vermögenswerte werden weiterhin im Rahmen von
Einzelwertberichtigungen ganz oder teilweise abgeschrieben, wenn nach
angemessener Beurteilung nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass eine
vollständige Realisierung möglich ist. Der Konzern führt hierzu eine
individuelle Einschätzung über den Zeitpunkt und die Höhe der Abschreibung
durch, basierend darauf, ob eine angemessene Erwartung an die Einziehung
vorliegt.

elumeo schätzt zu jeden Abschlussstichtag ein, ob finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bonität beeinträchtigt sind. Ein
finanzieller Vermögenswert ist in der Bonität beeinträchtigt, wenn ein
Ereignis oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die
erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts
auftreten.

Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität
beeinträchtig ist, umfassen unter anderem die folgenden beobachtbaren Daten:

* Zahlungsausfall eines Schuldners oder Anzeichen dafür, dass ein
Schuldner Insolvenz anmelden wird, oder

* Bedeutsame negative Änderungen im Zahlungsverhalten des Schuldners

Die Feststellung der beeinträchtigten Bonität erfolgt nicht automatisch bei
einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen, sondern immer auf Basis der
individuellen Beurteilung durch das Kreditmanagement.

Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung
ausgebucht, wenn sie einerseits als uneinbringlich eingestuft werden und
andererseits sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet
wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten
Wertminderungsaufwands in einer Folgeperiode aufgrund eines Ereignisses, das
nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste
Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos
erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung
aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder
als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar im
sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Regelfall "Zu fortgeführten
Anschaffungskosten" bewertet. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung zum
beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten
und in der Folge unter Verwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet. Im elumeo-Konzern werden dieser Kategorie die
Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
kreditorischen Debitoren, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen und Personen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
zugeordnet.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sofern die Verpflichtung,
die der jeweiligen Verbindlichkeit zugrunde liegt, entweder erloschen,
aufgehoben oder bereits erfüllt ist.

Zusammengesetzte finanzielle Verbindlichkeiten

Bei dem von der Gesellschaft begebenen Wandeldarlehen handelt es sich um
hybrides Finanzinstrument, das aus einem Basisvertrag/Kassainstrument und
einem eingebetteten Derivat (Wandlungsrecht) zusammensetzt. Die spezifischen
Merkmale des eingebetteten Derivats führt dazu, dass die Wandelanleihe aus
einem als Fremdkapital zu klassifizierendes Kassainstrument und einer
ebenfalls als Fremdkapital zu klassifizierenden grundsätzlich
trennungspflichtigen derivativen Komponente besteht. Das als Fremdkapital zu
klassifizierendes Kassainstrument wird zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Das eingebettete Derivat wird nach dem erstmaligen Ansatz
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert
und somit der Nettobetrag in der Konzern-Bilanz ausgewiesen, wenn:

* zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten
Beträge miteinander zu verrechnen und

* beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis oder gleichzeitig mit der
Realisierung des betreffenden Vermögenswerts herbeizuführen.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird im elumeo-Konzern
grundsätzlich davon ausgegangen, dass ein Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen
der Verkauf eines Vermögenswerts oder die Übertragung einer Schuld erfolgt,
entweder stattfindet auf dem:

* Hauptmarkt für den Vermögenswert bzw. die Schuld oder

* vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern
kein Hauptmarkt vorhanden ist.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst
sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den
Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon
ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen
Interesse handeln. Im Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für
die Bewertung bzw. die Angabepflichten grundsätzlich auf dieser Grundlage
ermittelt.

Der elumeo-Konzern wendet Bewertungsmethoden an, die unter den jeweiligen
Umständen sachgerecht sind und für die in hinreichendem Umfang Daten zur
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei sind
beobachtbare Eingangsparameter den nicht beobachtbaren Eingangsparametern
vorzuziehen.

Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar.
Regelmäßig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt
werden. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende
Zeitwert bestimmt wird, werden in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und
Bedeutung beobachtbarer Eingangsparameter in die nachfolgend beschriebene
Bemessungshierarchie eingeordnet. Die Klassifizierung basiert auf dem
beobachtbaren Parameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

* Stufe 1: Eingangsparameter sind auf aktiven Märkten notierte
(unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und
Schulden.

* Stufe 2: Bewertungsverfahren bei denen der niedrigste Eingangsparameter,
der sich wesentlich auf die Bewertung auswirkt, entweder direkt oder
indirekt beobachtbar ist.

* Stufe 3: Bewertungsverfahren bei denen der niedrigste Eingangsparameter,
der sich wesentlich auf die Bewertung auswirkt, nicht beobachtbar ist.

Sofern Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss auf wiederkehrender
Basis zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, bestimmt der
elumeo-Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie
stattgefunden haben.

Zu den Berichtsstichtagen bewertet der elumeo-Konzern keine in den
Anwendungsbereich des IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
fallenden Vermögenswerte oder Schulden zu einem beizulegenden Zeitwert, der
wesentlich von deren Buchwert abweicht.

Gezeichnetes Kapital

Die der Ausgabe von Stammaktien unmittelbar zurechenbaren Kosten werden als
Abzug vom Eigenkapital erfasst.

Leistungen an Arbeitnehmer

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden
als Aufwand erfasst, sofern die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht
wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlendem Betrag zu
erfassen, wenn der elumeo-Konzern gegenwärtig eine rechtliche oder faktische
Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten
Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden
kann.

Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente der
elumeo SE an Arbeitnehmer des Konzerns und an andere, die vergleichbare
Dienstleistungen erbringen, werden unter Anwendung eines geeigneten
Bewertungsmodells gemäß IFRS 2 zum beizulegenden Zeitwert des
Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Der beizulegende
Zeitwert wird über denjenigen Zeitraum als Aufwand mit einer entsprechenden
Erhöhung des Eigenkapitals erfasst, in dem die Begünstigten einen
uneingeschränkten Anspruch auf die Vergütungszusage (Erdienungszeitraum)
erwerben. Der als Aufwand zu erfassende Betrag ist in der Folge so
anzupassen, dass die Anzahl der Zusagen widergespiegelt wird, für die die
entsprechenden Dienst- und nicht marktabhängigen Leistungsbedingungen
erwartungsgemäß erfüllt werden. Im Ergebnis basiert der als Aufwand erfasste
Betrag auf der Anzahl der Zusagen, die die entsprechenden Bedingungen am
Ende des Erdienungszeitraums erfüllen. Für anteilsbasierte Vergütungen mit
Ausübungsbedingungen, die Marktbedingungen sind (z. B. die Steigerung des
Aktienkurses) wird der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung unter
Berücksichtigung dieser Bedingungen ermittelt.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als
Aufwand erfasst, wenn der elumeo-Konzern Kosten für eine Umstrukturierung
erfasst oder das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr zurückziehen kann.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und
Eventualforderungen gebildet, wenn der elumeo-Konzern eine gegenwärtige
(rechtliche und/oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen
Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur
Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und darüber hinaus die Höhe
der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Die Rückstellungshöhe wird unter Berücksichtigung aller aus der
Verpflichtung erkennbaren Risiken bestmöglich geschätzt. Dabei wird
grundsätzlich von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten
Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Langfristige Rückstellungen mit
einer Laufzeit von über einem Jahr werden, sofern wesentlich, auf den
Berichtsstichtag abgezinst.

Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern, die aus der Beendigung eines
Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber (Kündigung) aus
Restrukturierungs- oder sonstigen Maßnahmen resultieren, werden angesetzt,
sofern sie am Bilanzstichtag bereits vertraglich konkretisiert wurden bzw.
bei noch nicht ausgesprochenen Abfindungszahlungen bzw.
Vergütungsfortzahlungszusagen in Folge von Freistellung bereits konkret
absehbar sind.

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen Verpflichtungen dar, deren
Existenz vom Eintreten eines oder mehrerer zukünftiger Ereignisse abhängt,
die nicht vollständig durch den elumeo-Konzern beeinflusst werden können.
Zum anderen fallen hierunter bestehende Verpflichtungen, für die zum
Bilanzstichtag nicht mit überwiegend hoher Wahrscheinlichkeit mit einem
Vermögensabfluss zu rechnen ist oder für die die Höhe des Vermögensabflusses
nicht hinreichend zuverlässig bestimmt werden kann.

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen sind nicht in der Konzern-Bilanz zu erfassen, sondern
separat im Konzernanhang zu erläutern.

Segmentberichterstattung

Die strategischen und operativen Standortfunktionen sind in Berlin
zusammengefasst. Die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen sowie
Nutzungsrechte befinden sich dementsprechend in Deutschland. Der
elumeo-Konzern bündelt seine Geschäftstätigkeit entsprechend der internen
Steuerung in einem Segment, das dem fortzuführenden Bereich des
Konzernabschlusses entspricht.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden nach IFRS 15 erfasst, wenn
die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden
übertragen wird. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die der
Konzern im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich
erhalten wird. Der Konzern ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass
er bei seinen Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da er die
Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen innehat, bevor diese
auf den Kundenübergehen. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen
gemindert.

Die Ertragsrealisierung setzt darüber hinaus die Erfüllung der nachfolgenden
Ansatzkriterien voraus:

* Bei der Veräußerung von Waren an Kunden liegt die Leistungserbringung
grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Waren in das
wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der
elumeo-Konzern erfasst die Umsätze unter der Annahme, dass die
Postlaufzeit bis zur Zustellung der Waren im Durchschnitt geschätzte
zwei Tage beträgt. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums,
einschließlich der damit verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen,
ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden.

* Sofern bei Produktverkäufen Rückgaberechte vereinbart sind, wird der
Umsatz nur dann realisiert, wenn entsprechende Erfahrungswerte
vorliegen. Auf Basis dieser Erfahrungswerte aus der Vergangenheit werden
die voraussichtlichen Rückgaben betragsmäßig geschätzt und
umsatzmindernd abgegrenzt.

Erwartete Retouren

elumeo bildet die erwartete Rücksendung von Waren in der Gewinn- und
Verlustrechnung brutto ab und schmälert die Erlöse um den geschätzten
retournierten Umsatz in voller Höhe. Der beim Versand aufwandswirksam
erfasste Warenabgang wird in Höhe der geschätzten Retouren korrigiert.
elumeo bildet die erwartete Rücksendung von Waren auch in der Bilanz brutto
ab. Dabei wird in den übrigen Vermögenswerten ein Herausgabeanspruch auf
Waren aus erwarteten Retouren aktiviert. Die Höhe des Vermögenswerts
entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine
Rücklieferung erwartet wird. Zudem wird eine Rückstellung gebildet und damit
in Höhe der erwarteten Retouren der bisher erfasste Umsatz korrigiert.

F. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS
erfordert vom Verwaltungsrat und dem erweiterten Management
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die Auswirkungen auf die
im Konzernabschluss angewendeten Rechnungslegungsmethoden und die
dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die damit im
Zusammenhang stehenden Angaben haben. Obwohl diese Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen des Verwaltungsrats und
erweiterten Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und
Maßnahmen, erfolgen, können die tatsächlichen Ergebnisse von diesen
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen abweichen.

Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen kommen
dabei insbesondere in folgenden Bereichen zur Anwendung:

* Ansatz und Bewertung von Rückstellungen, insbesondere Bemessung der
erwarteten Retourenquoten;

* Bestimmung der Werthaltigkeit und Ermittlung von aktiven Steuerlatenzen
auf Verlustvorträge;

* Bei der Umsatzrealisierung hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts
des Kontrollübergangs auf den Kunden (siehe Ausführungen zur Ertrags-
und Aufwandsrealisierung).

Wir verweisen auf die Erläuterungen zur Konzern-Bilanz.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und
Einschätzungen am Abschlussstichtag und der erwarteten künftigen
Geschäftsentwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der
voraussichtlichen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfeldes. Soweit sich
diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen sowie die
Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden entsprechend
angepasst.

G. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Erlöse aus Produktverkäufen 39.068 43.302 -9,8%
Sonstige Erlöse 26 87 -70,1%
Umsatzerlöse 39.094 43.389 -9,9%
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Erlöse aus
Produktverkäufen nach geografischen Regionen der Kunden:

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Deutschland 31.892 35.180 -9,3%
Italien 1.510 2.039 -25,9%
Österreich 1.805 2.059 -12,3%
Übrige Länder 3.861 4.023 -4,0%
Umsatzerlöse 39.068 43.302 -9,8%
Die Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr. Wesentliche Ursache
war ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm der Gruppe in 2025, welches
auch eine Reduzierung der Ausstrahlungszeiten im Vergleich zum Vorjahr
beinhaltete.

2. Umsatzkosten

Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Sachkosten 18.361 21.379 -14,-
1%
Minderung des Bestands an fertigen und 2.056 1.590 29,3-
unfertigen Erzeugnissen sowie an %
Handelswaren
Umsatzkosten 20.417 22.969 -11,-
1%
Die Umsatzkosten gingen stärker zurück als die Umsätze und führten so zu
einem Anstieg der Rohertragsmarge.

3. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten beinhalten die nachfolgenden Aufwendungen:

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Kosten der TV-Übertragung 5.404 5.174 4,4%
Personalkosten 4.348 5.314 -18,2%
Paymentkosten 511 653 -21,9%
Marketingkosten 2.627 3.199 -17,9%
Anteilsbasierte Vergütungen 2 14 -85,7%
Abschreibungen und Wertminderungen 79 165 -52,1%
Sonstige Vertriebskosten 1.457 1.655 -12,0%
Vertriebskosten 14.428 16.174 -10,8%
Die Vertriebskosten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr. Ursache war ein
tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm der Gruppe in 2025 welches
insbesondere zu einem Rückgang der Personalkosten führte.

4. Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Personalkosten 3.303 3.881 -14,9-
%
Abschreibungen und 522 576 -9,4%
Wertminderungen
Anteilsbasierte Vergütungen 35 48 -27,1-
%
Rechtsberatungskosten 578 476 21,4%
Post-, Telekommunikations-, 434 478 -9,2%
IT-Kosten
Mietaufwand 123 173 -28,9-
%
Wartungsarbeiten 108 68 58,8%
Aufwendungen für Fremdleistungen 158 384 -58,9-
und Honorare %
Rekrutierungskosten 188 9 1.988-
,9%
Prüfungsund Buchführungskosten 203 249 -18,5-
%
Reisekosten 179 191 -6,3%
Sonstige Sachkosten 994 1.119 -11,2-
%
Verwaltungskosten 6.825 7.653 -10,8-
%
Der Rückgang der Verwaltungskosten betrifft vor allem die Personalkosten und
resultiert im Wesentlichen aus dem Personalabbau im Rahmen der
Restrukturierungsmaßnahmen; vgl. die Angaben zur durchschnittlichen
Mitarbeiterzahl unter Abschnitt I.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen
periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 51 (2024: TEUR 194), Erträge aus der
Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 38) und Erträge aus
der Modifikation von Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR
0).

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrafen im Wesentlichen
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr. TEUR 147).

7. Finanzergebnis

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Zinsaufwendungen 144 117 -15,4-
%
Zinsaufwendungen aus 43 92 -4,3%
Leasingverbindlichkeiten
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 187 209 -10,5-
%
Zinserträge 2 1 100,0-
%
Sonstige Finanzerträge 0 18 -100,-
0%
Finanzergebnis -185 -190 -2,6%

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der
Inanspruchnahme der Rahmenkreditlinie von der UniCredit Bank AG, von
Darlehen eines Zahlungsdienstleisters und von Krediten eines Lieferanten
sowie das in 2024 emittierte Wandeldarlehen.

Der Sollzinssatz der Rahmenkreditlinie von der UniCredit Bank AG wird gemäß
vertraglicher Vereinbarung an die Entwicklung des Monatsdurchschnittssatzes
für EURIBOR-3M angepasst. Die Bereitstellungsprovision für die
Rahmenkreditlinie beträgt 0,50% auf den jeweils zugesagten, aber nicht
beanspruchten Kreditbetrag. Der Kredit des Zahlungsdienstleisters legt eine
Gebühr in Höhe von TEUR 14 je Kredit fest. Der Zinssatz des Kredites des
Lieferanten betrug 7,5% pro Jahr.

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern
gezahlten oder
geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente
Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei
aus der Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag
in Deutschland und aus den entsprechenden ausländischen Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag zusammen.

Für die Geschäftsjahre 2025 und 2024 beträgt der Gesamtsteuersatz des
Mutterunternehmens elumeo SE - einschließlich der gesetzlichen
Körperschaftsteuersatz (15,00%) zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,50%) und
Gewerbesteuer (14,35%) - insgesamt 30,175%. Bei der Berechnung der latenten
Steuern wurde die vom Deutschen Bundestag am 11. Juli 2025 beschlossene
Gesetzesänderung berücksichtigt. Das Gesetz für ein steuerliches
Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland
sieht eine stufenweise Absenkung des Körperschaftsteuersatzes von derzeit 15
% auf 10 % beginnend ab dem 1. Januar 2028 vor.

Die erwarteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die sich bei Anwendung
des Gesamtsteuersatzes der elumeo SE von 30,175% auf das Ergebnis vor
Ertragsteuern (EBT) des elumeo-Konzerns ergeben hätten, lassen sich wie
folgt auf die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag überleiten:

TEUR 01.01. - 01.01. -
31.12.2025 31.12.2024
Ergebnis vor Ertragssteuern aus -2.685 -3.470
fortzuführenden Geschäftsbereichen
Ergebnis vor Ertragssteuern aus 155 0
aufgegebenen Geschäftsbereichen
Ergebnis vor Ertragssteuern aus -2.531 -3.470
fortzuführenden und aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Gesamtsteuersatz der elumeo SE 30,175% 30,175%
Erwarteter Steueraufwand (-) / -ertrag (+) 764 1.047
Verwendung nicht aktivierter steuerlicher 82 0
Verlustvorträge
Wertberichtigung aktiver latenter Steuern -378 -754
auf Verlustvorträge
Effekte aus Steuersatzänderungen -9 0
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf -824 -896
laufende Verluste
Steuersatzdifferenzen -3 -4
Nicht abziehbare Aufwendungen und -36 -146
steuerfreie Erträge
Anteilsbasierte Vergütungen (IFRS 2) -11 -19
Aperiodischer Steueraufwand/ -ertrag -2 -183
Sonstiges 6 2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -411 -952
davon: Tatsächliche Ertragssteuern -12 -183
davon: latente Steuern -399 -769
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -411 -952
Der vorläufige Betrag der steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland
beläuft sich zum 31. Dezember 2025 auf rund EUR 69,4 Mio. (im Vorjahr: EUR
68,6 Mio.) für körperschaftsteuerliche Zwecke und auf rund EUR 67,7 Mio. (im
Vorjahr: EUR 67,3 Mio.) für gewerbesteuerliche Zwecke. Der elumeo-Konzern
hat auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge für
körperschaftsteuerliche Zwecke von EUR 69,8 Mio. (Im Vorjahr: EUR 66,2 Mio.)
und für gewerbesteuerliche Zwecke von EUR 68,4 Mio. (Im Vorjahr: EUR 64,9
Mio.) keine latenten Steuern aktiviert.

Der elumeo-Konzern kommt auf Grundlage seiner Analyse der Einhaltung der
länderspezifischen steuerrechtlichen Vorschriften und der Verrechnungspreise
zu dem Ergebnis, dass für ausgewählte Berichtsperioden eine Anpassung der
Verlustvorträge zwar grundsätzlich nicht wahrscheinlich ist, jedoch nicht
gänzlich ausgeschlossen werden kann. Im Ergebnis könnte sich hieraus eine
Anpassung des nicht genutzten steuerlichen Verlustvortrags ergeben.

Die steuerlichen Verlustvorträge sind grundsätzlich nur durch diejenige
Gesellschaft nutzbar, bei der die steuerlichen Verluste entstanden und nach
geltendem Steuerrecht nicht verfallen sind. Aufgrund entsprechender
inländischer und ausländischer gesetzlicher Regelungen können die
steuerlichen Verlustvorträge im elumeo-Konzern grundsätzlich zeitlich
unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Gewinnen der jeweiligen
Gesellschaften verrechnet werden.

Der elumeo-Konzern hat auf abzugsfähige temporäre Differenzen bei den
Vorräten (Eliminierung von enthaltenen Zwischengewinnen), bei der
bilanziellen Abbildung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 (Bilanzierung
von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten) sowie auf steuerliche
Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Der Betrachtungszeitraum
zur Bildung von latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug 3 Jahre (Im
Vorjahr: 3 Jahre).

9. Personalaufwendungen und Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen

Die Personalaufwendungen des elumeo-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Löhne und Gehälter 6.959 7.753 -10,2%
Soziale Abgaben 1.252 1.442 -13,2%
Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungen 37 62 -41,9%
Personalaufwendungen 8.248 9.258 -10,9%
Die Anzahl der Mitarbeiter sank im Geschäftsjahr 2025 aufgrund von
Restrukturierungsmaßnahmen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
betrug in der Berichtsperiode 163 (Vorjahr: 192). Während die Anzahl der
Mitarbeiter im Vertrieb von 138 auf 118 sank, reduzierte sich die Anzahl der
Mitarbeiter in der Verwaltung von 54 auf 45.

Die Kosten der Altersvorsorge betrugen TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 617).

10. Abschreibungen

Die Abschreibungen des elumeo-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Abschreibungen auf immaterielle 8 74 -89,8-
Vermögenswerte %
Abschreibungen auf Sachanlagen 120 181 -33,6-
%
Abschreibung auf Nutzungsrechte 473 485 -2,5%
Abschreibungen 601 741 -18,8-
9%
11. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht grundsätzlich dem Ergebnis
der Aktionäre dividiert durch den gewichteten Durchschnitt der während der
Berichtsperiode ausstehenden Aktien.

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt

Ergebnisanteil und Aktienanzahl 01.01. - 01.01. - yoy
31.12.2025 31.12.2024 in %
Ergebnis nach Ertragssteuern aus -3.096 -4.422
fortzuführenden Geschäftsbereichen
Ergebnisanteil der Aktionäre der elumeo -3.096 -4.422
SE
Ergebnis je Aktie in EUR
(unverwässert und verwässert)
bezogen auf den Ergebnisanteil der
Aktionäre gesamt
-unverwässert -0,52 -0,77
-verwässert -0,52 -0,77
Durchschnittliche Anzahl ausstehender
Aktien
-unverwässert 5.927.420 5.712.256
-verwässert 5.927.420 5.712.256
Ergebnis nach Ertragssteuern aus 155 0
aufzugebenen Geschäftsbereichen
Ergebnis je Aktie in EUR
(unverwässert und verwässert)
bezogen auf den Ergebnisanteil der
Aktionäre gesamt
-unverwässert 0,03 0
-verwässert 0,03 0
Durchschnittliche Anzahl ausstehender
Aktien
-unverwässert 5.927.420 5.712.256
-verwässert 5.948.627 5.712.256
Ergebnis nach Ertragssteuern aus -2.941 -4.422
fortzuführenden und aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Ergebnisanteil der Aktionäre der elumeo -2.941 -4.422
SE
Ergebnis je Aktie in EUR
(unverwässert und verwässert)
bezogen auf den Ergebnisanteil der
Aktionäre gesamt
-unverwässert -0,50 -0,77
-verwässert -0,50 -0,77
Durchschnittliche Anzahl ausstehender
Aktien
-unverwässert 5.927.420 5.712.256
-verwässert 5.927.420 5.712.256
Aus anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch
Eigenkapitalinstrumenten (siehe Punkt I. (20)) bestehen zum Stichtag 306.755
(Vorjahr: 423.852) potenziell verwässernde Optionen. Die potenziell
verwässernden Aktien aus der Wandelschuldverschreibung betragen unverändert
gegenüber dem Vorjahr 88.888. Da der auf die Aktionäre der elumeo SE
entfallene Ergebnisanteil nach Steuern aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen und nach Steuern aus fortzuführenden und aufgegebenen
Geschäftsbereichen negativ ist, würde die Berücksichtigung potenziell
verwässernden Instrumenten eine Erhöhung des Ergebnisses je Aktie zur Folge
haben. Daher werden diese Instrumente gemäß IAS 33 (Ergebnis je Aktie) hier
als nicht verwässernd behandelt. Im Ergebnis entspricht das verwässerte
Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Bezüglich des in
2025 positiven Ergebnisses nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
sind 21.207 Aktien aus den potenziell verwässernden Instrumenten als
verwässernd zu berücksichtigen.

12. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betrifft die Auflösung der
Rückstellung für ungewisse Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem
aufgegebenen Geschäftsbereich PWK (siehe Punkt 26)

.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

13. Immaterielle Vermögenswerte

Nachfolgend ist die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im
Berichtsjahr dargestellt:

TEUR
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2025 1.446
Zugänge 0
Stand zum 31.12.2025 1.446
Abschreibungen
Stand zum 01.01.2025 1.331
Zugänge 7
Stand zum 31.12.2025 1.338
Buchwerte
Stand zum 01.01.2025 115
Stand zum 31.12.2025 108
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im
Wesentlichen entgeltlich erworbene Lizenzen sowie Anwendungs-, Büro- und
ERP-Software, die planmäßig über die voraussichtliche betriebliche
Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Summe der Aufwendungen für Forschung
und Entwicklung betrug TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 1.121).

Im Jahr 2024 haben sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt
entwickelt:

TEUR
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2024 1.439
Zugänge 7
Stand zum 31.12.2024 1.446
Abschreibungen
Stand zum 01.01.2024 1.256
Zugänge 74
Stand zum 31.12.2024 1.331
Buchwerte
Stand zum 01.01.2024 183
Stand zum 31.12.2024 115
14. Sachanlagen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens im
Geschäftsjahr 2025:

TEUR Ein- Technische Anlagen Betriebsund Summe
bau- und Maschinen Geschäfts-ausstat-
ten tung
Anschaffungs-
kosten
Stand zum 559 2.547 2.451 5.557
01.01.2025
Zugänge 0 14 12 26
Stand zum 559 2.561 2.463 5.583
31.12.2025
Abschreibun-
gen
Stand zum 463 2.434 2.357 5.254
01.01.2025
Zugänge 73 41 5 119
Stand zum 536 2.475 2.362 5.373
31.12.2025
Buchwerte
Stand zum 95 113 94 302
01.01.2025
Stand zum 23 86 101 210
31.12.2025
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens im
Geschäftsjahr 2024:

TEUR Ein- Technische Anlagen Betriebsund Summe
bau- und Maschinen Geschäfts-ausstat-
ten tung
Anschaffungs-
kosten
Stand zum 559 2.499 2.441 5.498
01.01.2024
Zugänge 0 48 10 59
Stand zum 559 2.547 2.451 5.557
31.12.2024
Abschreibun-
gen
Stand zum 405 2.374 2.294 5.073
01.01.2024
Zugänge 58 60 63 181
Stand zum 463 2.434 2.357 5.254
31.12.2024
Buchwerte
Stand zum 153 125 147 425
01.01.2024
Stand zum 95 113 94 302
31.12.2024
15. Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten

Die Leasingverhältnisse von elumeo betreffen insbesondere Gebäude (z. B.
Logistik und Bürogebäude) und einen IT-Server. Diese Mietverträge enthalten
Verlängerungsoptionen und in einigen Fällen Optionen zur Kündigung des
Vertrags. Darüber hinaus sehen die Verträge variable Zahlungen vor, die von
der Entwicklung des Verbraucherpreisindex abhängig sind, sowie Zahlungen in
Verbindung mit Nichtleasingkomponenten (z. B. Servicekosten). Unter den
Vermögenswerten aus Nutzungsrechten erfasste sonstige Leasingverhältnisse
betreffen Lagerplätze.

Allgemeine Angaben zu Leasingverhältnissen

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten 43 43 0,0%
Ertrag aus der Modifikation von 25 0 n.a.
Leasingverhältnissen
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für 527 614 -14,2%
Leasingverhältnisse

Vermögenswerte aus Nutzungsrechten

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Buchwerts der Vermögenswerte
aus Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2025 und 2024

TEUR Nutzungsrechte
(Grundstücke und Bauten)
2025 2024
Buchwertstand zum 01.01. 1.323 1.637
Zugänge 600 171
Abgänge -629 0
Abschreibungen -473 -485
Buchwertstand zum 31.12. 1.218 1.323
Leasingverbindlichkeiten

Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy
in %
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 813 880 -7,6%
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 458 533 -14,1%
Summe 1.271 1.413 -10,0%
Zukünftige potenzielle Abflüsse von finanziellen Mittel aus Verlängerungs-
und Kündigungsoptionen, die nicht in der Bewertung der
Leasingverbindlichkeiten erfasst sind, betragen zum 31. Dezember 2025
unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 2.346.

Die gesamten Mittelabflüsse aus Leasingverhältnisse betrugen TEUR 527
(Vorjahr: TEUR 614).

Zur Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten verweisen wir zu den
Erläuterungen zum Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko unter Punkt I.

16. Vorräte

Die Vorräte setzen sich zu den jeweiligen Bilanzstichtagen wie folgt
zusammen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy
in %
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 157 216 -27,3%
Unfertige Erzeugnisse 1.650 1.471 12,2%
Fertige Erzeugnisse 7.620 9.799 -22,2%
Vorräte 9.427 11.486 -17,9%
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen Verpackungen. Der Posten
unfertige Erzeugnisse betrifft Waren im Atelier, die in einen
verkaufsfähigen Zustand gebracht werden. Der Buchwert der wertgeminderten
Vorräte beträgt 201 TEUR (Vorjahr: 389 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 13
TEUR (Vorjahr: 49 TEUR) als Wertminderungsaufwand erfasst.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristig fällig.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Forderungen aus Lieferungen und 1.941 1.902 2,1%
Leistungen (brutto)
Wertberichtigungen -66 -45 46,7%
Summe 1.875 1.857 1,0%
Die Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen waren wie folgt:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy
in %
Stand 01.01. -45 -43 4,7%
erfasste Wertberichtigungen 0 0 0,0%
Zuführung -54 0 n.a.
Auflösung / Verbrauch 33 0 n.a.
Währungskurseffekte 0 -2 -100,0%
Summe -66 -45 46,7%
18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Kautionen und sonstige 165 153 7,8%
Sicherheitsleistungen
Forderungen gegen Dritte 13 13 0,0%
Langfristige sonstige finanzielle 178 166 7,2%
Vermögenswerte

Kautionen und sonstige 8 54 -85,2%
Sicherheitsleistungen
Debitorische Kreditoren 166 160 3,8%
Geleistete Anzahlungen 8 8 0,0%
Forderungen gegen Betriebsangehörige 26 29 -10,3%
Kurzfristige sonstige finanzielle 208 251 -17,1%
Vermögenswerte
Sonstig finanzielle Vermögenswerte 386 417 -7,4%
19. Übrige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Geleistete Vorauszahlungen 132 70 88,6%
Forderungen aus Umsatzsteuern 135 304 -55,6%
Forderungen aus Ertragssteuern 0 1 -100,0%
Forderungen aus Warenretouren 478 173 176,3%
Sonstige Vermögenswerte 7 12 -41,7%
Kurzfristige übrige finanzielle 752 560 34,3%
Vermögenswerte
Übrige Vermögenswerte 752 560 34,3%
Forderungen aus Warenretouren

Der elumeo-Konzern bildet die erwartete Rücksendung von Waren brutto ab.
Dabei wird in den übrigen Vermögenswerten ein Herausgabeanspruch auf Waren
aus erwarteten Retouren aktiviert. Die Höhe des Vermögenswerts entspricht
den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung
erwartet wird.

20. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben und Guthaben bei
Zahlungsdienstleistern.

21. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der elumeo SE zum 31. Dezember 2025 beträgt
insgesamt EUR 5.927.420 (31. Dezember 2024: EUR 5.927.420) und ist
eingeteilt in 5.927.420 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien
mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je
Aktie. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft war gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 24.
Juni 2025 eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 10,0% des zum Zeitpunkt
der Beschlussfassung bestehenden gezeichneten Kapitals zu erwerben. Von
dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht, so dass zum 31. Dezember
2025 unverändert zum Vorjahr keine eigenen Aktien gehalten wurden.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2025 beträgt TEUR 35.691 (31. Dezember
2024: TEUR 35.654). Im Geschäftsjahr 2025 wurden der Kapitalrücklage Beträge
aus der Kapitalerhöhung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 250) und anteilsbasierten
Vergütungszusagen nach IFRS 2 von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 62) zugeführt.

Genehmigtes Kapital

Der Verwaltungsrat der elumeo SE wurde durch Beschluss der Hauptversammlung
am 25. Juni 2021 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 24. Juni 2026 einmalig
oder mehrmals, ganz oder teilweise um bis zu insgesamt EUR 2.000.000 durch
Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien
gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/I).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der
Verwaltungsrat ist ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre
auszuschließen, um Aktien im Rahmen von Aktienbeteiligungs- oder anderen
aktienbasierten Programmen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen an Arbeitnehmer
der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens auszugeben,
wobei das Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen
Unternehmen im Zeitpunkt der Zusage der Aktienausgabe bestehen muss.

Im Zusammenhang mit dem in 2022 aufgelegten Aktienprogramm für Mitarbeiter
und geschäftsführende Direktoren hat der Verwaltungsrat auf Basis dieser
Ermächtigung am 23. November 2022 eine Erhöhung des Grundkapitals der
Gesellschaft von Euro 5.500.000 um bis zu Euro 200.000 auf bis zu Euro
5.700.000 gegen Bareinlagen beschlossen. Mit Zustimmung des Verwaltungsrats
ist die in 2022 beschlossene Kapitalerhöhung in 2023 durchgeführt worden.
Das Grundkapital wurde hierbei von EUR 5.500.000,00 um EUR 177.420,00 auf
EUR 5.677.420 aus genehmigtem Kapital erhöht. Die Eintragung der
Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 17. Februar 2023.

Das genehmigte Kapital beträgt nach den Ausschöpfungen EUR 1.572.580. Die
Ermächtigung endet mit Ablauf des 24. Juni 2026.

Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2021/I

Der Verwaltungsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni
2021 ermächtigt, bis zum 24. Juni 2026 (einschließlich) einmalig oder
mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen oder
Optionsschuldverschreibungen (nachstehend zusammen "Schuldverschreibungen")
mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR
150.000.000 zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von
Schuldverschreibungen Wandlungs- und/oder Optionsrechte und/oder
Wandlungspflichten oder Optionspflichten zum Bezug von insgesamt bis zu EUR
2.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit
einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 2.000.000
nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren
bzw. zu bestimmen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR
1.600.000 durch Ausgabe von bis zu 1.600.000 neuen, auf den Inhaber
lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/I). Die
bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber oder
Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die zum 24.
Juni 2026 (einschließlich) von der Gesellschaft oder einem in- oder
ausländischen Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder
mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist,
ausgegeben werden.

Bedingtes Kapital 2021/II

Der Verwaltungsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni
2021 zur Gewährung von Aktienoptionsrechten (Aktienoptionsprogramm 2021)
ermächtigt. Der Verwaltungsrat (ohne Mitwirkung von
Verwaltungsratsmitgliedern, die auch geschäftsführende Direktoren sind,
soweit Optionsrechte an geschäftsführende Direktoren gewährt werden), wurde
ermächtigt, bis zum 24. Juni 2026 einmalig, mehrmalig oder - soweit
ausgegebene Optionsrechte verfallen oder sonst erlöschen - wiederholt
Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 200.000 neuen nennbetragslosen
auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft an geschäftsführende
Direktoren der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an
Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft
verbundenen Unternehmen nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zu
gewähren (Bedingtes Kapital 2021/II).

Zur Gewährung neuer Aktien an die Inhaber solcher Optionsrechte wurde das
Grundkapital der Gesellschaft mit Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Juni
2021 um bis zu EUR 200.000 durch Ausgabe von bis zu 200.000 neuen,
nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt
erhöht ("Bedingtes Kapital 2021/II"). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur
insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem
Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2021
(Tagesordnungspunkt 10 lit. b)) bis zum 24. Juni 2026 ausgegeben werden, von
ihren Bezugsrechten auf Stückaktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Von den 200.000 Optionsrechten dürfen

* 75.000 Optionsrechte an geschäftsführende Direktoren der Gesellschaft
(Gruppe A),

* keine Optionsrechte an Arbeitnehmer der Gesellschaft (Gruppe B),

* 25.000 Optionsrechte an Mitglieder der Geschäftsführung von mit der
Gesellschaft verbundenen Unternehmen (Gruppe C) und

* 100.000 Optionsrechte an Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen
Unternehmen (Gruppe D)

ausgegeben werden. Der Verwaltungsrat der Gesellschaft wurde ermächtigt,
betreffend Gruppe A ohne Mitwirkung von Verwaltungsratsmitgliedern, die auch
geschäftsführende Direktoren sind, und betreffend Gruppen C und D mit den
gegebenenfalls rechtlich erforderlichen Zustimmungen von Gremien bei den
jeweiligen verbundenen Unternehmen, die weiteren Einzelheiten der
Optionsbedingungen sowie der Ausgabe der Bezugsaktien festzulegen.

Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der
Gesellschaft vom 25. Juni 2021 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen
Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2021 hat der Verwaltungsrat der
Gesellschaft die nachstehenden Optionsbedingungen des Aktienoptionsprogramms
2021 betreffend die Ausgabe von Optionsrechten an Arbeitnehmer von mit der
Gesellschaft verbundenen Unternehmen festgelegt ("AOP 2021 AN VU").

Die Ausgabe der Aktienoptionen erfolgt nach Maßgabe der folgenden
Bedingungen:

KREIS DER BEZUGSBERECHTIGTEN

Der Verwaltungsrat der Gesellschaft legt die einzelnen Bezugsberechtigten
und die Zahl der Aktienoptionen, zu deren Bezug sie eingeladen werden
sollen, fest. Die vom Verwaltungsrat eingeladenen Personen werden als
"Bezugsberechtigte" bezeichnet.

Sofern bei einem verbundenen Unternehmen eine zwingende gesetzliche oder
vertragliche Zuständigkeit eines Organs dieses verbundenen Unternehmens
betreffend die Vergütung eines Bezugsberechtigten besteht, steht die
Einladung zum Bezug von Optionsrechten gegenüber diesem Bezugsberechtigten
unter dem Vorbehalt der Zustimmung dieses Organs.

Im Rahmen des AOP 2021 AN VU können maximal 100.000 Optionsrechte an
Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben
werden.

Die Bezugsberechtigten müssen zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen in
einem un-gekündigten Arbeitsverhältnis mit einem mit der Gesellschaft
verbundenen Unternehmen stehen. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht.

TRANCHEN, LAUFZEIT, AUSGABETAG

Der Verwaltungsrat der Gesellschaft entscheidet - soweit zwingend gesetzlich
oder vertraglich erforderlich, mit Zustimmung des zuständigen Organs des
verbundenen Unternehmens - über die Anzahl der an die jeweiligen
Bezugsberechtigten auszugebenden Aktien-optionen.

Die Gewährung der Optionsrechte erfolgt, soweit nicht im Arbeitsvertrag
zwischen dem verbundenen Unternehmen und dem Bezugsberechtigten anderweitig
geregelt, als freiwillige Leistung der Gesellschaft an die
Bezugsberechtigten. Auch bei wiederholter Gewährung von Optionsrechten
(selbst ohne ausdrücklich erklärten Freiwilligkeitsvorbehalt) entstehen
daher keinerlei Ansprüche - weder gegen die Gesellschaft noch gegen das
verbundene Unternehmen - auf die erneute Gewährung von Optionsrechten oder
auf ähnliche oder gleichwertige Leistungen.

Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von zehn Jahren ab dem Tag des
Entstehens des jeweiligen Optionsrechts durch den Verwaltungsratsbeschluss
der Gesellschaft, mit dem die jeweiligen Optionsrechte ausgegeben werden
("Ausgabetag").

Optionsrechte können gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung
in mehreren Tranchen - soweit ausgegebene Optionsrechte verfallen oder sonst
erlöschen auch wiederholt - bis zum 24. Juni 2026, frühestens jedoch nach
Eintragung des Bedingten Kapitals 2021/II im Handelsregister ausgegeben
werden. Die Eintragung ist am 09. Juli 2021 erfolgt.

Der Ausgabetag muss zudem in dem Zeitraum von 60 Tagen nach der
Veröffentlichung

* eines Konzernhalbjahresfinanzberichts gemäß §§ 115, 117 Nr. 2 des
Wertpapierhandelsgesetzes oder

* eines freiwilligen Konzernquartalsfinanzberichts für das dritte Quartal
entsprechend den Vorgaben von §§ 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2, Abs. 3 und 4,
117 Nr. 2 des Wert-papierhandelsgesetzes oder einer
Konzernquartalsmitteilung im Sinne von § 53 Abs. 1 Börsenordnung für die
Frankfurter Wertpapierbörse für das dritte Quartal oder

* eines Konzernjahresfinanzberichts gemäß §§ 114, 117 Nr. 1 des
Wertpapierhandelsgesetzes

liegen.

Die Optionsrechte verfallen nach Ablauf der zehnjährigen Laufzeit
entschädigungslos.

INHALT DER OPTIONEN

Jedes Optionsrecht berechtigt den Bezugsberechtigten zum Bezug von einer
nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stückaktie der Gesellschaft mit
einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00.

Die nach Ausübung der Optionsrechte von der Gesellschaft ausgegebenen neuen
Stückaktien nehmen - sofern sie bis zum Beginn der ordentlichen
Hauptversammlung der Gesellschaft entstehen - vom Beginn des vorhergehenden
Geschäftsjahres, ansonsten vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie
entstehen, am Gewinn teil.

Bis zur Ausgabe dieser Stückaktien stehen dem Bezugsberechtigten aufgrund
der Optionsrechte weder Bezugsrechte auf neue Stückaktien der Gesellschaft
aus Kapitalerhöhungen noch Rechte auf Dividenden oder sonstige
Ausschüttungen oder sonstige Aktienrechte zu.

AUSÜBUNG DER OPTIONEN

Wartezeit

Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer
Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben.

Verfall bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte nur dann in vollem Umfang
ausüben, wenn ihr Arbeitsverhältnis mit dem mit der Gesellschaft verbundenen
Unternehmen nicht vor Ablauf der Wartezeit - gleich aus welchem Grund -
endet. Endet das Arbeitsverhältnis mit dem mit der Gesellschaft verbundenen
Unternehmen vor Ablauf der Wartezeit, kommt es pro angefangene drei Monate,
die das Ende des Arbeitsverhältnisses vor Ablauf der Wartefrist liegt, zu
einem Verfall von 1/16 der Optionsrechte; Bruchteile von weiter bestehenden
Optionsrechten werden auf die nächste volle Zahl aufgerundet. Zu einem
Verfall von Optionsrechten kommt es nicht für den Fall, dass ein
Bezugsberechtigter im unmittelbaren Anschluss an das Ende des
Arbeitsverhältnisses mit dem mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen
ein Arbeits- oder Anstellungsverhältnis mit einer anderen Gesellschaft
beginnt, die an dem Aktienoptionsprogramm 2021 teilnimmt; dies gilt nicht -
und es kommt zu einem Verfall der Optionsrechte - für den Fall, dass der
Bezugsberechtigte Optionsrechte auf der Grundlage des Aktienoptionsprogramms
der anderen Gesellschaft erhält.

Ausübungspreis/Erfolgsziel

a. Der bei Ausübung des Optionsrechts zum Bezug einer Aktie zu zahlende
Ausübungspreis ("Ausübungspreis") entspricht dem ungewichteten
Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft an den fünf
Börsenhandelstagen vor dem Ausgabetag des jeweiligen Optionsrechts.

b. In jedem Falle ist jedoch mindestens der geringste Ausgabebetrag im
Sinne von Art. 5 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates über das
Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) ("SE-VO") i.V.m. § 9 Absatz 1
des Aktiengesetzes als Aus-übungspreis zu zahlen.

c. Voraussetzung für die Ausübung eines jeden Optionsrechts ist, dass der
ungewichtete Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft
an den fünf Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen
Ausübungszeitraumes, in dem die Option ausgeübt wird, mindestens 130%
des Ausübungspreises beträgt (sog. Erfolgsziel). Sofern diese
Voraussetzung für einen bestimmen Ausübungszeitraum vorliegt, ist die
Ausübung während dieses Ausübungszeitraumes unabhängig von der weiteren
Kursentwicklung der Aktie der Gesellschaft möglich.

d. Der Ausübungspreis wird unverzüglich nach dem Ausgabetag ermittelt und
dem Bezugsberechtigten mitgeteilt.

e. Der Bezugsberechtigte ist verpflichtet, der Gesellschaft den
Ausübungspreis für die von ihm ausgeübten Optionsrechte unverzüglich
nach Einreichung der Bezugserklärung für die neuen Aktien auf das in der
Bezugserklärung angegebene Bankkonto der Gesellschaft zu zahlen.

f. Die Gesellschaft ist berechtigt, die Bezugserklärung betreffend die
Ausübung von Optionsrechten und die Ausgabe von Aktien abzulehnen, wenn
der Bezugsberechtigte der Gesellschaft den Ausübungspreis nicht
rechtzeitig zahlt.

Der Verwaltungsrat hat bis zum 31. Dezember 2025 die folgenden Tranchen aus
dem AOP 2021 ausgegeben:

* 27. Oktober 2021: 154.500 Optionsrechte zum Bezug von 154.500 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 154.500 (Tranche
I/2021) und einem nach Ablauf des Erdienungszeitraums bei Ausübung der
Optionsrechte zu zahlenden Ausübungspreis von EUR 6,17 der Aktie.

Bedingtes Kapital 2015/II

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 2021 wurde das von der
Hauptversammlung am 7. April 2015 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes
Kapital 2015/II) aufgehoben, als es einen Betrag von EUR 350.000 übersteigt.
Der Verwaltungsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni
2021 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 350.000
durch Ausgabe von bis zu 350.000 neuen nennbetragslosen auf den Inhaber
lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital
2015/II). Das Bedingte Kapital 2015/ II dient ausschließlich der Gewährung
neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß
Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 7. April 2015 durch die
Gesellschaft ausgegeben wurden (AOP 2015).

Der Verwaltungsrat hat bis zum 31. Dezember 2025 die folgenden Tranchen aus
dem AOP 2015 ausgegeben, auf welche noch Ausübungsrechte bestehen:

* 18. Juli 2016: 128.500 Optionsrechte zum Bezug von 128.500 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 128.500
("Tranche III/2015") und einem zu zahlenden Ausübungspreis von EUR 6,39
je Aktie,

* 30. August 2017: 8.000 Optionsrechte zum Bezug von 8.000 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 8.000 ("Tranche
IV/2015") und einem zu zahlenden Ausübungspreis von EUR 7,72 je Aktie,

* 20. November 2017: 10.000 Optionsrechte zum Bezug von 10.000 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 10.000 ("Tranche
V/2015") und einem zu zahlenden Ausübungspreis von EUR 9,95 je Aktie,

* 8. Oktober 2018: 2.000 Optionsrechte zum Bezug von 2.000 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 2.000 ("Tranche
VI/2015") und einem zu zahlende Ausübungspreis von EUR 1,95 je Aktie,

* 22. November 2018: 20.000 Optionsrechte zum Bezug von 20.000 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 20.000 ("Tranche
VII/2015") und einem zu zahlende Ausübungspreis von EUR 1,73 je Aktie.

* 18. November 2019: 40.000 Optionsrechte zum Bezug von 40.000 Aktien mit
einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 40.000 (Tranche
VIII/2015) und einem zu zahlende Ausübungspreis von EUR 1,00 je Aktie.

22. Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch eigene
Eigenkapitalinstrumente

Aktienoptionsprogramm 2015 (AOP 2015)

Die ausstehenden Optionsrechte aus dem AOP 2015 berechtigen die
geschäftsführenden Direktoren und Mitarbeiter der elumeo SE sowie
Geschäftsführer und ausgewählte Mitarbeiter von Tochtergesellschaften der
elumeo SE am Bilanzstichtag zum Erwerb von insgesamt 156.192 Aktien der
elumeo SE (31. Dezember 2024: 272.602 Aktien). Die Optionsrechte werden
ausübbar, sofern die Begünstigten erstens die vorgesehene Dienstzeit einer
Teiltranche ableisten, zweitens das im AOP 2015 festgelegte
kapitalmarktbasierte Erfolgsziel erfüllt wird, drittens die Stillhaltefrist
verstrichen ist und viertens ein festgelegter Gesamtgewinn aus der Ausübung
der Optionsrechte nicht überschritten wird (Ausübungssperre). Jedes
Optionsrecht berechtigt zum Bezug von je einer Aktie mit einem anteiligen
Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je Aktie.

Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte aus dem AOP 2015 hat sich wie
folgt entwickelt:

Anzahl Gewichteter
der durch-
Opti- schnittli-
ons- cher
rechte Ausübungs-
Anlass der Änderung preis in
EUR

Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 272.352 13,48
01.01.2025
In der Berichtsperiode gewährte Optionsrechte 0 0,00
In der Berichtsperiode verwirkte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode ausgeübte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode verfallene -116.16- 24,88
Optionsrechte 0
Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 156.192 5,01
31.12.2025

Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 272.352 13,48
01.01.2024
In der Berichtsperiode gewährte Optionsrechte 0 0,00
In der Berichtsperiode verwirkte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode ausgeübte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode verfallene 0 0,00
Optionsrechte
Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 272.352 13,48
31.12.2024
Die von der elumeo SE gewährten Vergütungszusagen wurden zu verschiedenen
Zeitpunkten erteilt. Die Begünstigten können unverfallbare Optionsrechte
zeitlich befristet innerhalb von zehn Jahren (beginnend ab dem Zeitpunkt der
Gewährung) ausüben. Die Optionsrechte sind gegen Zahlung des
Ausübungspreises ausübbar. Zum Bilanzstichtag sind keine Optionsrechte
ausübbar.

Wesentliche Vertragsbedingungen der ausgegebenen Tranchen des AOP 2015:

Tran- I/2015 II/20- III/2015 IV/2015
che 15

Ausga- 1.7.2015 23.12- 18.7.2016 30.8.2017
betag .2015
Fällig- 1.7.2019 23.12- 18.7.2020 30.8.2021
keits- .2019
datum
Ver- 30.6.2025 22.12- 17.7.2026 29.8.2027
falls- .2025
datum
Rest- 0,0 0,0 0,5 1,7
lauf-
zeit
(in
Jahren-
)
Ausü- 25,00 19,64 6,39 7,72
bungs-
preis
in EUR
Er- 32,50 25,53 8,31 10,04
folgs-
ziel/A-
ktien-
kurs
in EUR
Anzahl 113.660 2.500 102.942 5.875
der
ausste-
henden
Opti-
ons-
rechte
zum
31.12.-
2024
Anzahl 0 0 102.942 5.875
der
ausste-
henden
Opti-
ons-
rechte
zum
31.12.-
2025

Tran- V/201- VI/2015 VII/2- VIII/-
che 5 015 2015

Ausga- 20.11- 8.10.2018 22.11- 18.11-
betag .2017 .2018 .2019
Fällig- 20.11- 8.10.2022 22.11- 18.11-
keits- .2021 .2022 .2023
datum
Ver- 19.11- 7.10.2028 21.11- 17.11-
falls- .2027 .2028 .2029
datum
Rest- 1,9 2,8 2,9 3,9
lauf-
zeit
(in
Jahren-
)
Ausü- 9,95 1,95 1,73 1,00
bungs-
preis
in EUR
Er- 12,94 2,54 2,25 1,30
folgs-
ziel/A-
ktien-
kurs
in EUR
Anzahl 3.125 500 3.750 40.00-
der 0
ausste-
henden
Opti-
ons-
rechte
zum
31.12.-
2024
Anzahl 3.125 500 3.750 40.00-
der 0
ausste-
henden
Opti-
ons-
rechte
zum
31.12.-
2025

Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte zum Zeitpunkt der Gewährung
wurde mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet.

Die in das Bewertungsmodell einfließenden Eingangsparameter wurden wie folgt
abgeleitet:

* Der herangezogene Anteilswert wurde transaktionsbezogen auf Basis
historischer Anteilskäufe bestimmt.

* Die erwartete Volatilität basiert auf Vergangenheitsdaten
börsengelisteter Vergleichsunternehmen.

* Die erwarteten Optionslaufzeiten und die Eintrittswahrscheinlichkeit der
laufzeitabhängigen Szenariorechnungen wurde geschätzt.

* Der laufzeitäquivalente, risikolose Zinssatz wurde auf Basis der
Svensson-Methode errechnet und wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus
und der aktuellen Kapitalmarktsituation um einen Risikozuschlag erhöht.

Aktienoptionsprogramm 2021

Die ausgegeben Optionsrechte aus dem AOP 2021 berechtigen die
geschäftsführenden Direktoren und Mitarbeiter der elumeo SE sowie
Geschäftsführer und ausgewählte Mitarbeiter von Tochtergesellschaften der
elumeo SE am Bilanzstichtag zum Erwerb von insgesamt 150.563 Aktien der
elumeo SE. Die Optionsrechte werden ausübbar, sofern die Begünstigten
erstens die vorgesehene Dienstzeit einer Teiltranche ableisten, zweitens das
im AOP 2021 festgelegte kapitalmarktbasierte Erfolgsziel erfüllt wird,
drittens die Stillhaltefrist verstrichen ist und viertens ein festgelegter
Gesamtgewinn aus der Ausübung der Optionsrechte nicht überschritten wird
(Ausübungssperre). Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug von je einer
Aktie mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je
Aktie.

Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte aus Tranche 1 des AOP 2021 hat
sich wie folgt entwickelt:

Anzahl Gewichteter
der durch-
Opti- Schnittli-
ons- cher
rechte Ausübungs-
Anlass der Änderung preis in
EUR

Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 151.250 6,17
01.01.2025
In der Berichtsperiode gewährte Optionsrechte 0 0,00
In der Berichtsperiode verwirkte -687 6,17
Optionsrechte
In der Berichtsperiode ausgeübte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode verfallene 0 0,00
Optionsrechte
Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 150.563 6,17
31.12.2025

Anzahl Gewichteter
der durch-
Opti- Schnittli-
ons- cher
rechte Ausübungs-
Anlass der Änderung preis in
EUR

Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 151.250 6,17
01.01.2024
In der Berichtsperiode gewährte Optionsrechte 0 0,00
In der Berichtsperiode verwirkte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode ausgeübte 0 0,00
Optionsrechte
In der Berichtsperiode verfallene 0 0,00
Optionsrechte
Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 151.250 6,17
31.12.2024

Die Begünstigten können unverfallbare Optionsrechte befristet innerhalb von
zehn Jahren (beginnend ab dem Zeitpunkt der Gewährung) ausüben. Die
Optionsrechte sind gegen Zahlung des Ausübungspreises ausübbar. Zum
Bilanzstichtag sind keine Optionen aus der Tranche 1 des AOP 2021 ausübbar.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde für die anteilsbasierten Vergütungszusagen aus
dem AOP 2021 ein Aufwand von TEUR 37 (Vorjahr: Aufwand TEUR 62) erfasst.

Wesentliche Vertragsbedingungen der ausgegebenen Tranche des AOP 2021:

Tranche I/2021

Ausgabetag 27.10.2021
Fälligkeitsdatum 27.10.2025
Verfallsdatum 26.10.2031
Restlaufzeit (in Jahren) 5,8
Ausübungspreis in EUR 6,17
Erfolgsziel/Aktienkurs in EUR 8,02
Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 31.12.2024 151.250
Anzahl der ausstehenden Optionsrechte zum 31.12.2025 150.563
Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte des AOP 2021 zum Zeitpunkt der
Gewährung wurde mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet.

Die in das Bewertungsmodell einfließenden Eingangsparameter wurden wie folgt
abgeleitet:

* Der herangezogene Anteilswert wurde transaktionsbezogen auf Basis des
Börsenschlusskurses bestimmt.

* Die Schätzung der erwarteten Volatilität basiert auf der historischen
Volatilität der Aktie der elumeo SE über einen Zeitraum, der
grundsätzlich der erwarteten Laufzeit der Optionen entspricht. Sofern
nicht genügen Informationen über einen entsprechenden Zeitraum zur
Ermittlung der Volatilität vorlagen, wurde der längste Zeitraum zugrunde
gelegt, für den Handelsdaten verfügbar sind.

* Die erwarteten Optionslaufzeiten wurden auf Grundlage der vertraglichen
Ausübungsvoraussetzungen unter der Annahme einer Präferenz der
Mitarbeiter für eine tendenziell frühe Ausübung geschätzt.

* Der laufzeitäquivalente, risikolose Zinssatz basiert auf der von der
Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinsstruktur für börsennotierte
Bundeswertpapiere.

23. Finanzverbindlichkeiten

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy
in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 392 392 0,0%
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.542 1.376 12,1%
Summe Finanzverbindlichkeiten 1.934 1.768 9,4%
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 346 die
Kassakomponente von im März 2024 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen im
Gesamtnominalwert von TEUR 400. Die Anleihe wird mit 3,8 % p.a. und ist
endfällig am 20.12.2028. Sofern der Aktienkurs der elumeo SE an mindestens
16 Handelstagen im November 2028 über dem Wandlungspreis von EUR 4,50 liegt,
erfolgt eine automatische Wandlung der Schuldverschreibungen in elumeo
Aktien; sollte der Kurs darunter liegen, erfolgt die Rückzahlung in bar.

Die Notierung der Wandelschuldverschreibungen (WKN A3826G/ ISIN
DE000A3826G9) im Freiverkehr an der Düsseldorfer.

Aufgrund der Vertragsbedingungen qualifiziert das Wandlungsrecht nicht als
Eigenkapitalinstrument im Sinne der IFRS. Daher wurde die
Wandelschuldverschreibungen bei Zugang buchungstechnisch in die oben
erläuterte Kassakomponente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels
Effektivzinsmethode bewertet wird, sowie in eine derivative Verbindlichkeit,
die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, aufgeteilt. Der
Buchwert der derivativen Verbindlichkeit beträgt zum 31.12.2025 TEUR 46
(Vorjahr: TEUR 46).

Das Wandlungsrecht wird nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden
Zeitwert bewertet mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet.

In dem Bewertungsmodell wurden folgende Parameter berücksichtigt:

- Wandlungspreis gemäß den Vertragsbedingungen

- Historische Volatilität der elumeo Aktie

- Laufzeitäquivalenter risikoloser Zinssatz

- Aktienkurs der elumeo Aktie

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen die Inanspruchnahme von
Krediten eines Lieferanten, der Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG
sowie die Inanspruchnahme des Kredites eines Zahlungsdienstleisters.

Die Lieferantenkredite betreffen umgewandelte Lieferantenverbindlichkeiten.
Die Darlehen waren bis zum 15. Januar 2025 befristet, der Zinssatz betrug
6,2% pro Jahr. Die Darlehen wurden bis zum 15. Januar 2026 zu einem Zinssatz
von 7,5 % verlängert. Es werden weiterhin keine Sicherheiten durch die
Darlehensnehmerin gestellt.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der UniCredit Bank AG betreffen die
teilweise Inanspruchnahme einer zum 25. März 2023 gewährten
Rahmenkreditlinie von TEUR 1.000. Der Sollzinssatz wird gemäß vertraglicher
Vereinbarung an die Entwicklung des Monatsdurchschnittssatzes für EURIBOR-3M
angepasst. Die Bereitstellungsprovision für die Rahmenkreditlinie beträgt
0,50% auf den jeweils zugesagten, aber nicht beanspruchten Kreditbetrag.

Der Kredit des Zahlungsdienstleisters legt eine feste Gebühr in Höhe von
TEUR 14 und eine Rückzahlung von 10% der eingehenden Verkaufserlösen über
die Plattform fest.

24. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Verbindlichkeiten aus Anpassung von 0 140 100,0%
Bandbreiten in Italien
Kreditorische Debitoren 303 302 0,3%
Verbindlichkeiten aus Ausleihungen 1 4 -75,0%
Kurzfristige sonstige finanzielle 304 446 -31,8%
Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 304 446 -31,8%
25. Erhaltene Anzahlungen

31.12.2025 31.12.2024 yoy
TEUR in %
Erhaltene Anzahlungen 110 64 71,9%
Summe 110 64 71,9%
Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Anzahlungen von Kunden für
Warenlieferungen. Die zum 31. Dezember 2024 erhaltenen Anzahlungen von TEUR
64 wurden im Geschäftsjahr 2025 als Umsatzerlöse erfasst.

26. Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Buchwert Zufü- Inan- Auf- Buchwert
h-
zum rung- spruc- lö- zum
- h- sung
01.01.2025 nah- 31.12.2025
me-
TEUR

Erwartete Kundenretouren 381 975 -381 0 975
Nach Art, Höhe &
Inanspruchnahme ungewisse
Verpflichtungen i.Z.m dem
Aufgegebenen
Geschäftsbereich PWK 25 0 0 -25 0
Kurzfristige Rückstellungen 406 975 -381 -25 975
Nach Art, Höhe &
Inanspruchnahme ungewisse
Verpflichtungen i.Z.m dem
Aufgegebenen
Geschäftsbereich PWK 130 0 0 -130 0
Langfristige Rückstellungen 130 0 0 -130 0

Rückstellungen 536 975 -381 -155 975
Im Vorjahr haben sich die Rückstellungen wie folgt entwickelt:

Buchwert Zufüh- Inan- Buchwert
zum rung- spruch- zum
01.01.2024 nahme- 31.12.2024
TEUR

Erwartete Kundenretouren 378 381 -378 381
Nach Art, Höhe & Inanspruch-
nahme ungewisse Verpflich-
tungen i.Z.m. dem aufgege-
benen Geschäftsbereich PWK 25 0 0 25

Kurzfristige Rückstellungen 403 381 -378 406

Nach Art, Höhe & Inanspruch-
nahme ungewisse Verpflich-
tungen i.Z.m dem aufgege-
benen Geschäftsbereich PWK 130 0 0 130
Langfristige Rückstellungen 130 0 0 130

Rückstellungen 533 381 -378 536
Erwartete Kundenretouren

Der elumeo-Konzern erfasst Verpflichtungen, die aus dem Recht seiner Kunden
auf Rückgabe gelieferter Produkte nach Erhalt der Warenlieferung
resultieren. Die Höhe der Rückstellung wurde anhand historischer
Erfahrungswerte unter Berücksichtigung der bis zur Aufstellung des
Abschlusses tatsächlich erfolgten Retouren geschätzt.

Nach Art, Höhe und Inanspruchnahme ungewisse Verpflichtungen im Zusammenhang
mit dem aufgegebenen Geschäftsbereichs PWK

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 155 wurden im Geschäftsjahr
ergebniswirksam aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in dem Ergebnis aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen.

27. Steuerverbindlichkeiten

Die Steuerverbindlichkeiten betreffen Ertragsteuern und setzen sich zum
jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31.12.2025 31.12.2024 yoy
TEUR in %
Steuerverbindlichkeiten 140 145 -3,4%
Steuerverbindlichkeiten 140 145 -3,4%
Die Steuerverbindlichkeiten betreffen Ertragsteuern für Vorjahre.

28. Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie
folgt zusammen:

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 213 857 -75,1%
Verbindlichkeiten gegenüber 252 210 20,0%
Mitarbeitern
Verbindlichkeiten aus Lohnund 70 72 -2,8%
Kirchensteuer
Verbindlichkeiten aus 61 20 205,0%
Sozialversicherungsabgaben
Verbindlichkeiten aus 259 200 29,5%
Prüfungsabschlussgebühren
Sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten 16 26 -38,5%
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 871 1.385 -37,1%
Sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten 25 25 0,0%
Langfristige übrige Verbindlichkeiten 25 25 0,0%

Übrige Verbindlichkeiten 896 1.410 -36,5%
29. Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Allgemeine Angaben

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7
Kapitalflussrechnung aufgestellt und zeigt die Veränderung des Bestands an
liquiden Zahlungsmitteln des elumeo-Konzerns im Laufe der Berichtsperiode
durch Mittelzu- und Mittelabflüsse.

Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung
aus dem betrieblichen Bereich sowie aus der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus
laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Ergebnis vor
Ertragsteuern (EBT), indirekt abgeleitet. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse
aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Die
liquiden Mittel umfassen die frei verfügbaren Kassenbestände, Schecks und
Guthaben bei Kreditinstituten.

Der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag setzt sich ausschließlich aus frei
verfügbaren Zahlungsmitteln von TEUR 1.644 (Im Vorjahr: TEUR 1.655)
zusammen.

Änderungen der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit

Die Änderungen der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit stellen sich wie
folgt dar:

TEUR Buchwert Verände- Buchwert Verände- Buchwert
31.12.2025 rung 31.12.2024 rung 31.12.2023
2025 2024
Finanzverbindlich- 1.934 166 1.768 670 1.098
keiten
davon 96 0 666 0
zahlungswirksame
Zugänge
davon sonstige 70 0 4 0
zahlungsneutrage
Änderungen

Leasingverbind- 1.271 -142 1.414 -343 1.757
lichkeiten
davon -484 0 -571 0
zahlungswirksame
Tilgungen
davon 342 0 228 0
zahlungsneutrale
Zugänge
30. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen im IFRS-Konzernabschluss
angesetztem Buchwert und steuerlichem Buchwert sowie auf noch nicht genutzte
steuerliche Verlustvorträge, in dem Maße, in dem eine zukünftige
Inanspruchnahme hinreichend wahrscheinlich ist, gebildet.

Der elumeo-Konzern hat auf abzugsfähige temporäre Differenzen bei den
Vorräten (Eliminierung von enthaltenen Zwischengewinnen), bei der
bilanziellen Abbildung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 (Bilanzierung
von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten) und auf noch nicht
genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Der
zugrunde gelegte Steuersatz umfasst die Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer
und den Solidaritätszuschlag.

Zu den Stichtagen der Berichts- und der Vergleichsperiode ergeben sich die
nachfolgend dargestellten aktiven latenten Steuern.

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy
in %
Latente Steuern auf Vermögenswerte aus 15 29 -48,-
Nutzungsrechten und 3%
Leasingverbindlichkeiten
Latente Steuern auf 38 74 -48,-
Zwischenergebniseliminierungen 6%
Aktivierte steuerliche Verlustvorträge 377 726 -48,-
1%
Latente Steuern 430 829 -48,-
1%

Die aktivierten steuerlichen Verlustvorträge der Juwelo Deutschland GmbH
reduzierten sich aufgrund voraussichtlich geringerer Nutzbarkeit im
Planungszeitraum sowie eines zukünftig sinkenden Körperschaftsteuersatzes.

31. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente

TEUR 31.12.2025 31.12.2024 yoy in
%
Sonstige langfristige finanzielle 178 166 7,2%
Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige finanzielle 208 251 -17,1%
Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und 1.875 1.857 1,0%
Leistungen
Zahlungsmittel 1.644 1.655 -0,7%
Summe finanzielle Vermögenswerte 3.905 3.930 -0,6%

Langfristige Finanzverbindlichkeiten 392 392 0,0%
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.542 1.376 12,1%
Sonstige kurzfristige finanzielle 304 446 -31,8%
Verbindlichkeiten
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 813 881 -7,7%
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 458 533 -14,1%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 9.121 8.663 5,3%
Leistungen
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 12.630 12.290 2,8%
Sämtliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, mit
Ausnahme der Leasingverbindlichkeiten und der Verbindlichkeit aus dem
Derivat sind der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet.
Die Buchwerte entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die
Verbindlichkeit aus dem in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten
ausgewiesenen Derivat in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 46) wird
erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Die Bewertung des Derivats (Wandlungsrecht der Wandelanleihe) erfolgt
mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells unter Berücksichtigung der
folgenden Parameter (Stufe 3):

- Wandlungspreis gemäß den Vertragsbedingungen

- Historische Volatilität der elumeo Aktie

- Laufzeitäquivalenter risikoloser Zinssatz

- Aktienkurs der elumeo Aktie

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Die erzielten Nettogewinne bzw. -verluste aus finanziellen Vermögenswerten
sowie finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung erfasste Effekte aus Zinszahlungen und Wertberichtigungen
und Wechselkursänderungen. Zu den Wertberichtigungen verweisen wir auf die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund des geringen
Geschäftsvolumens in Fremdwährung ergeben sich keine wesentlichen
Nettoergebnisse aus Wechselkursänderungen aus Finanzinstrumenten. Die
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten lassen sich wie folgt darstellen:

TEUR Nettogewinne/--
verluste
Nettozinser- Wertberichtigung/
trag Ausbuchung
Bilanz zum 31. Dezember 2025
Forderungen aus Lieferungen 0 -66
und Leistungen
Zahlungsmittel 0 0
Summe 0 -66
TEUR Nettogewinne/--
verluste
Nettozinsauf- Wertänderung Wertberichtigung/
wand Derivat Ausbuchung
Bilanz zum 31.
Dezember 2025
Finanzverbindlich- -187 0 0
keiten
Summe -187 0 0
H. Sonstige Angaben

Management von finanziellen Risiken

Der elumeo-Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Finanzrisikomanagement zielt darauf ab,
die Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, sowie die sich
hieraus ergebenen möglichen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage und
Liquiditätssituation, durch Überwachung und entsprechende Maßnahmen zu
begrenzen.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist definiert als das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert
oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen
der Marktpreise schwanken kann. Zu den Marktrisiken zählen das
Währungsrisiko, das Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken.

Währungsrisiken

Liefervereinbarungen und Umsätze werden im überwiegenden Maße auf EURO-Basis
getroffen und abgewickelt, daher bestehen kurzfristig keine Währungsrisiken.
Gleichwohl kommt es mittelfristig und langfristig bei Abwertungen des EURO
gegenüber den lokalen Währungen in den Beschaffungsländern zu Margenrisiken.
Diese entstehen durch die dann erhöhten Anschaffungskosten in den
Beschaffungsländern aufgrund der Währungsverhältnisse.

Zinsrisiken

Das Risiko des Konzerns in Bezug auf Änderungen der Marktzinssätze betrifft
in erster Linie die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG, bei der eine
Zinsmarge auf den variablen EURIBOR-Basiszinssatz angewandt wird. Aufgrund
des moderaten Gesamtvolumens der variablen Verschuldung bei der UniCredit
Bank AG führen selbst spürbare Zinsänderungen nur zu geringfügigen, absolut
überschaubaren Auswirkungen auf den Zinsaufwand und das Finanzergebnis der
Gesellschaft. Daher wird das verbleibende Zinsänderungsrisiko zum aktuellen
Berichtszeitpunkt als nicht wesentlich betrachtet. Nach Ansicht der
Gesellschaft besteht zudem kein bedeutendes Zinsrisiko für die
Zinsaufwendungen nach IFRS 16, da jede Änderung des für die Leasingverträge
verwendeten zusätzlichen Kreditzinssatz direkte Auswirkungen auf die
entsprechende Leasingverbindlichkeit und das Nutzungsrecht des
Vermögenswertes in gleicher Höhe hat.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko stellt das Risiko dar, dass Kunden oder andere
Vertragsparteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies
kann sich durch das Zahlungsverhalten oder die wirtschaftliche Situation von
Kunden und anderen Vertragsparteien oder durch Betrugsfälle ergeben.
Ausfallrisiken ergeben sich in erster Linie hinsichtlich Forderungen gegen
Kunden sowie Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen.

Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gering,
da die Warenlieferungen entweder gegen Vorkasse, Kreditkartenzahlung oder
per Nachnahme erfolgen. Käufe auf Rechnung und Lastschrift werden durch
Zahlungsdienstleister über Factoring verwaltet. Dem Ausfallrisiko wird durch
eine auf Erfahrungswerten basierende und die Altersstruktur
berücksichtigende pauschalierte Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.
Uneinbringliche Forderungen werden vollständig ein-zelwertberichtigt. Bei
den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine nennenswerte
Konzentration des Kreditrisikos.

Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt S. (15).

Zusätzlich besteht für liquide Mittel dahingehend ein Ausfallrisiko, dass
Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Dieses
Ausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Anlage bei verschiedenen
Kreditinstituten mit guter Bonität erfolgt.

Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen
Vermögenswerte zum jeweiligen Berichtsstichtag.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko

Das Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass der
elumeo-Konzern nicht in der Lage sein könnte, seine finanziellen
Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Daher besteht das primäre
Ziel des Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger
Zahlungsfähigkeit.

Nach Einschätzung des Managements liegt derzeit kein als wahrscheinlich
einzustufendes Planungsszenario vor, das dazu führt, dass bei negativen
Planabweichungen im operativen Bereich Liquiditätsengpässe entstehen
könnten, die sich nicht durch Gegenmaßnahmen kompensieren ließen.

In der nachfolgenden Tabelle wird zum Berichtsstichtag die
Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten und die damit
einhergehenden zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse dargestellt. Die Tabelle
zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und
Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten mit ihrem
negativen beizulegenden Zeitwert. Einbezogen wurden alle bilanzierten
Finanzinstrumente, die am 31. Dezember 2025 im Bestand der zum jeweiligen
Berichtsstichtag des elumeo-Konzerns waren und für die bereits Zahlungen
vertraglich vereinbart bzw. Mittelabflüsse hinreichend sicher waren. Etwaige
Beträge in Fremdwährung sind grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum
Bilanzstichtag umgerechnet. Die Beträge für variabel verzinsliche
Finanzinstrumente sind unter Verwendung der Zinssätze der letzten
Zinsfestsetzung vor bzw. zum Bilanzstichtag ermittelt worden. Jederzeit
rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem Zeitraum
zugeordnet, zu dem die früheste Tilgung möglich ist. Planzahlen für
zukünftige neue finanzielle Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt.

TEUR Buchwert Vertragliche
Cashflows
31.12.2025 2026 2027--
2030
Zinsen Til- Zin- Til-
gung sen gung
Verbindlichkeiten aus 9.121 0 9.121 0 0
Lieferungen und
Leistungen
Finanzverbindlichkei- 1.934 121 1.542 453 392
ten
Sonstige finanzielle 304 0 304 0 0
Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkei- 1.271 47 458 125 813
ten
Summe 12.630 168 11.425 578 1.205
Zinsrisiko

Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige
Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinsen
schwanken. Das Risiko des Konzerns betraf in Bezug auf Änderungen der
Marktzinssätze in erster Linie die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG,
bei der eine Zinsmarge auf den variablen EURIBOR-Basiszinssatz angewandt
wird. Aufgrund einer erwarteten rückläufigen Entwicklung des Leitzinses der
Europäische Zentralbank (EZB) wird das Zinsänderungsrisiko als nicht
wesentlich betrachtet. Unserer Ansicht nach besteht kein bedeutendes
Zinsrisiko für die Zinsaufwendungen nach IFRS 16, da jede Änderung des für
die Leasingverträge verwendeten zusätzlichen Kreditzinssatz direkte
Auswirkungen auf die entsprechende Leasingverbindlichkeit und das
Nutzungsrecht des Vermögenswertes in gleicher Höhe hat

elumeo ist derzeit keinem wesentlichen Zins- und Preisrisiko ausgesetzt, das
aus Zins- und Preisschwankungen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den
Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode resultieren könnte.

Kapitalsteuerung

Die Ziele des Kapitalmanagements des elumeo-Konzerns sind die Gewährleistung
der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit sowie die Sicherung der Kapitalbasis zur
fortwährenden Finanzierung des Wachstumsvorhabens und die langfristige
Steigerung des Unternehmenswertes. Dabei wird sichergestellt, dass sämtliche
Gesellschaften des elumeo-Konzerns unter der
Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Darüber hinaus sollen ein
angemessenes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sichergestellt
werden.

Das Kapitalmanagement wird auf Basis verschiedener Leistungsindikatoren und
finanzieller Kennzahlen, darunter die Eigenkapitalquote auf konsolidierter
Basis, fortlaufend überwacht. Das nach den Vorschriften der IFRS für den
elumeo-Konzern ermittelte Eigenkapital soll 50,0% der Bilanzsumme nicht
unterschreiten. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag
8,1% (31. Dezember 2024: 22,1%) und hat damit den Zielwert von 50% deutlich
unterschritten.

Ziel der zukünftigen Kapitalsteuerung ist es, durch die Verbesserung der
Ertragslage, mittel- bis langfristig wieder eine Eigenkapitalquote von 50,0%
der Bilanzsumme zu gewährleisten.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Der elumeo-Konzern identifiziert den Kreis der nahestehenden Unternehmen und
Personen in Übereinstimmung mit IAS 24 Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen.

Wesentliche nahestehende Unternehmen und Personen der elumeo SE sind:

* sämtliche in den Konzernabschluss der elumeo SE nicht einbezogene
Tochtergesellschaften,

* der Aktionär Herr Wolfgang Boyé, Berlin, Deutschland, sowie durch ihn
direkt oder indirekt kontrollierte Holding-Gesellschaften, die
ihrerseits Beteiligungen an nahestehenden Unternehmen der elumeo SE
halten, im Einzelnen insbesondere:

* die UV Interactive Services GmbH, Berlin, Deutschland ("UVIS"),
deren Geschäftsanteile zu 100,0% von Herrn Boyé gehalten werden,

* die Aktionärin Blackflint Ltd., Paphos, Zypern ("BFL"), deren
Geschäftsanteile zu 100,0% von der UVIS gehalten werden,

* die Spreekanal Berlin GmbH, Berlin, Deutschland ("Spreekanal GmbH"),
deren Geschäftsanteile zu 100,0% von der UVIS gehalten werden,

Herr Wolfgang Boyé ist die ultimate controlling party.

* die Mitglieder des Verwaltungsrats der elumeo SE, einschließlich
unterjährig ausgeschiedener, abberufener und neu bestellter Mitglieder,
sowie geschäftsführende Direktoren, die nicht Mitglieder des
Verwaltungsrats sind.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden folgende wesentliche Transaktionen mit
nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:

* Der elumeo-Konzern weist unter den Vertriebskosten Aufwendungen von TEUR
110 für Dienstleistungen im Bereich der TV-Übertragung von der
Spreekanal GmbH (Vorjahr: TEUR 110) aus. Zum 31. Dezember 2025 weist der
elumeo-Konzern Forderungen gegen die Spreekanal GmbH von TEUR 16 aus.

Verwaltungsrat

Die nicht geschäftsführenden Mitglieder des Verwaltungsrats haben im
Geschäftsjahr 2025, ausschließlich für ihre Tätigkeit als Organmitglieder
der Gesellschaft, eine Gesamtvergütung nach § 285 Nr. 9a HGB in Höhe von
TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 160) erhalten.

Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte der nicht geschäftsführenden
Mitglieder des Verwaltungsrats beträgt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 1.875
Optionsrechte (31. Dezember 2024: 2.875 Optionsrechte).

Geschäftsführende Direktoren

Die geschäftsführenden Direktoren haben im Geschäftsjahr 2025 Bezüge von
TEUR 420 (Im Vorjahr: TEUR 421) erhalten. Die Arbeitgeberanteile zur
Rentenversicherung betrugen TEUR 18 (Im Vorjahr: TEUR 17)

Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte der geschäftsführenden Direktoren
beträgt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 81.000 Optionsrechte (31. Dezember
2024: 102.500 Optionsrechte).

Die weiteren Angaben nach § 162 AktG sind dem Vergütungsbericht zu
entnehmen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Der elumeo-Konzern hat Zahlungsverpflichtungen aus nicht kündbaren
vertraglichen Vereinbarungen über die Verbreitung und die Ausstrahlung
seiner Fernsehprogramme bzw. die Verwaltung von Programmplätzen. Sie
beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, Kündigungsrechte sowie
Preisanpassungsklauseln.

Die künftigen Brutto-Mindestzahlungen zum 31. Dezember 2025 und 2024
aufgrund von nicht kündbaren TV-Übertragungs- und
Programmplatzverwaltungsverträgen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Restlaufzeit
TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre Summe

31.12.2025 4.466 2.573 7.039
31.12.2024 4.659 3.809 8.468

Bei der Ermittlung der künftigen Brutto-Mindestzahlungen wurde der
frühestmögliche Kündigungszeitpunkt der Verträge zugrunde gelegt.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde beschlossen, sämtliche Geschäftsaktivitäten der
Produktionsgesellschaft PWK Jewelry Company Limited, Bangkok, Thailand
("PWK"), zu beenden und eine geordnete Liquidation der
Produktionsgesellschaft unter Eigenverwaltung durch Verwertung der
vorhandenen Vermögenswerte vorzunehmen ("aufgegebener Geschäftsbereich
PWK"). Sämtliche Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft wurden bis zum
Jahresende 2018 vollständig eingestellt, die Gesellschaft wurde zum
31.12.2018 entkonsolidiert. Im Zusammenhang mit der ungeordneten Abwicklung
der PWK bestanden im Vorjahr Eventualverbindlichkeiten von EUR 3,8 Mio. Da
der zugrunde liegende Sachverhalt verjährt ist erachten wir diese
Eventualverbindlichkeiten als nicht mehr gegeben.

Ergänzende Erläuterungen nach HGB

Anteilsbesitz

Die elumeo SE hielt im Geschäftsjahr 2025, direkt oder mittelbar über
zwischengeschaltete Tochtergesellschaften, 100% der Geschäftsanteile an den
folgenden Gesellschaften. Die Gesellschaften werden bis auf die in
Abwicklung befindende PWK vollkonsolidiert.

TEUR Sitz Funk- Eigenkapi- Gezeichne- Jah- Fuß-
tiona- tal (in T) tes reser- no-
le Kapital geb- te
Währu- (in T) nis
ng (in
T)
31.12.2025 31.12.2025 01.01-
.-31.-
12.20-
25
Juwelo Deutschland Ber- EUR -23.849 227 -3.25- 1
GmbH lin 9
jooli.com GmbH Ber- EUR -2.107 25 -1.19- 1
lin 4
jooli marketplace Jai- INR -134 2.210 -10 1,2
India Pvt. Ltd. pur/-
Indi-
en
Silverline Hong- EUR -48 1 -34 1,2
Distribution Ltd kong
Juwelo USA, Inc Wil- USA - in
ming- Abwicklung
ton/- -
USA
PWK Jewelry Company Bang- THB - in
Ltd ko- Abwicklung
k/Th- -
ai-
land
1 Die Angaben
entsprechen dem für
Konzernabschlusszwe-
cke aufgestellten
Jahresabschluss
(konzerneinheitliche
Bilanzierung)
2 Die Angaben zum
Eigenkapital erfolgen
auf Basis der
Umrechnung zum
Stichtagskassakurs am
Bilanzstichtag
Mitarbeiteranzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich in der Berichtsperiode
wie folgt entwickelt:

01.01. - 01.01. - YoY
Vollzeitäquivalente (VZÄ) 31.12.2025 31.12.2024 in %

Vertrieb 118 138 -14,5%
Verwaltung 45 54 -16,7%

Summe 163 192 -15,1%
Gemäß Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten der
Verwaltungsrat und die Geschäftsführenden Direktoren in der Erklärung zur
Unternehmensführung zur Corporate Governance der Gesellschaft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung des Verwaltungsrats und der
Geschäftsführenden Direktoren der elumeo SE ist im Volltext dauerhaft auf
der Internetseite der Gesellschaft unter
https://www.elumeo.com/investor-relations/corporate-governance zugänglich
gemacht.

Der Verwaltungsrat

Die Gesellschaft hat eine monistische Leitungsstruktur mit dem
Verwaltungsrat als zentrales Leitungs- und Kontrollorgan. Der Verwaltungsrat
der elumeo SE setzt sich aus den geschäftsführenden Direktoren und den nicht
geschäftsführenden Mitgliedern zusammen.

Während des Geschäftsjahres 2025 waren folgende Personen geschäftsführende
Direktoren bzw. Mitglieder des Verwaltungsrats:

Geschäftsführende Direktoren Beruf Ende der
Bestellung

Florian Spatz Gesamtverant-
wortlicher
(Einzelvertretungsbefugnis seit 27. Geschäftsführer
April 2020)

Boris Kirn Operativer zur
Ordentli-
chen
Hauptver-
sammlung
2026
(Einzelvertretungsbefugnis seit 13. Geschäftsführer
Februar 2015)

Dr. Riad Nourallah
(Einzelvertretungsbefugnis von 01. Kaufmännischer
November 2020 bis 31. August 2025, Geschäftsführer
seit 31. August 2025 nicht mehr (bis 31.August
Geschäftsführer) 2025)

Mitglieder des Beruf Amtszeitende
Verwaltungsrats

Wolfgang Boyé Verwaltungsrats- zur Ordentlichen
vorsitzender Hauptversammlung
2026
(seit 21. Juli 2014)

Christian Senitz Mitglied des zur Ordentlichen
Verwaltungsrats, Hauptversammlung
2027
(seit 23. Juni 2023) Vorsitzender des
Prüfungsausschus-
ses
CFO WebID
Solution GmbH

Dr. Susanne Ries Mitglied des zur Ordentlichen
Verwaltungsrats, Hauptversammlung
2027
(seit 23. Juni 2023) Of Counsel
Gesellschaftsund
Finanzrecht
Hogan Lovells
International LLP

Boris Kirn Mitglied des zur Ordentlichen
Verwaltungsrats Hauptversammlung
2026
(seit 13. Februar 2015: Operativer
Mitglied des Verwaltungsrats, Geschäftsführer,
elumeo SE
(seit 13. Februar 2015:
Bestellung zum
geschäftsführenden Direktor)

Im Geschäftsjahr 2025 bestanden bei Herrn Christian Senitz folgende weitere
Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 1 AktG:

Gesellschaft Mandat
Fundcraft HoldCo SARL (Luxemburg) Mitglied des Verwaltungsrats
Konzernzugehörigkeit nach § 312 Abs. 2 HGB

Die elumeo SE erstellt als deutsche Muttergesellschaft des elumeo-Konzerns
für den größten Kreis von Unternehmen den obersten Konzernabschluss. Der
Konzernabschluss der elumeo SE wird unter Anwendung der International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind,
erstellt (§ 315e HGB). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister
bekannt gemacht.

Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Die im Berichtsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer,
die Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg,
betragen

* für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 203.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

* Die Laufzeit der in Lieferantenkredite umgewandelten
Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 599 wurde am 15. Januar
2026 bis zum 15. Januar 2027 verlängert, der Zinssatz verbleibt bei 7,5%
pro Jahr.

* Am 25.Januar 2025 wurde der elumeo SE eine Klage der Kat Florence LLC,
Miami, USA vor dem Georgia Northern District Court in Atlanta, Georgia
zugestellt. In der Klage behauptet die Kat Florence LLC ihr sei ein
Schaden entstanden, weil Sie aufgrund von falschen Aussagen der elumeo
SE einen Vertrag mit dem Gemshopping Network in Atlanta verloren habe.
Die Klage wurde am 4. März 2026 abgewiesen. Bisher hat die Klägerin
gegen diese Abweisung keine Rechtsmittel eingelegt.

Berlin, den 11. Juni 2026

elumeo SE

Die geschäftsführenden Direktoren

Florian Spatz Boris Kirn

Erklärung gem. § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
elumeo-Konzerns vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des elumeo-Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des elumeo-Konzerns beschrieben sind."

Berlin, den 11. Juni 2026

elumeo SE

Die geschäftsführenden Direktoren

Florian Spatz Boris Kirn

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die elumeo SE, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der elumeo SE, Berlin, und ihrer
Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum
31. Dezember 2025, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und
Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung, der
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Konzernanhang für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025, einschließlich
wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der elumeo SE, der mit dem
Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige
Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des
Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen
Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse

* entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen
Belangen den vom International Accounting Standards Board (IASB)
herausgegebenen IFRS Accounting Standards (im Folgenden "IFRS Accounting
Standards"), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §
315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des
Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie seiner Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 und

* vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser
Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den
Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile
des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften
und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den
Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen
sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften
und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs.
2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen
nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass
die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum
Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31.
Dezember 2025 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer
Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres
Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Umsatzrealisation und Erlösabgrenzung

Zugehörige Informationen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Im Konzernanhang werden in Abschnitt E. "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - Ertrags- und Aufwandsrealisierung" Ausführungen zur
Umsatzrealisation und Erlösabgrenzung im Konzernabschluss vorgenommen. Die
Absatzmärkte und die Vertriebsstrategie sind im Konzernlagebericht in
Abschnitt A. "Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell sowie - Strategie-
und Ziele des Konzerns" beschrieben.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Im Geschäftsjahr 2025 hat der elumeo SE Konzern Umsatzerlöse in Höhe von EUR
39,0 Mio. realisiert. Der elumeo SE Konzern erzielt seine Umsatzerlöse im
Wesentlichen aus dem Verkauf von Edelsteinschmuck über elektronische
Vertriebskanäle. Im Konzernabschluss der
elumeo SE werden Umsatzerlöse grundsätzlich bei Erfüllung der
Leistungsverpflichtung durch Übertragung des zugesagten Produkts auf den
Kunden erfasst. Als übertragen gilt ein Vermögenswert dann, wenn der Kunde
die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Die Erfassung der
Umsatzerlöse erfolgt unter der Annahme, dass die Ware zwei Tage nach Versand
beim Kunden zugegangen ist. Entsprechend der Übertragung der
Verfügungsgewalt werden Umsatzerlöse nach den Vorschriften des IFRS 15 im
elumeo SE Konzern zeitpunktbezogen mit dem Betrag erfasst, auf den der
Konzern erwartungsgemäß Anspruch hat. Erwartete Rücksendungen von
Handelswaren werden auf Basis von Erfahrungswerten geschätzt und schmälern
den Umsatz in voller Höhe des Veräußerungserlöses. Aufgrund der
Wesentlichkeit der Umsatzerlöse für den Konzernabschluss und vorhandener
Ermessensspielräume bei der Bestimmung des Zeitpunkts für die Erfüllung der
Leistungsverpflichtung und der Umsatzabgrenzung haben wir die Erfassung der
Umsatzerlöse und Erlösabgrenzung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt
bestimmt.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Konzernabschluss angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Umsatzerlösen
anhand der in IFRS 15 definierten Kriterien gewürdigt. Neben analytischen
Prüfungshandlungen haben wir eine Beurteilung des Kontrollumfelds und der
eingerichteten Kontrollen zur periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse
und erwarteten Rücksendungen vorgenommen. In Stichproben haben wir das
Bestehen von zugehörigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
nachvollzogen.

Mit Hilfe der von den Versanddienstleistern mitgeteilten Laufzeiten und
Zustellstatistiken haben wir die für die Erlösabgrenzung in Ansatz gebrachte
durchschnittliche Versanddauer der Kundensendungen verprobt. Die im Konzern
zugrunde gelegten Retourenquoten für die Erlösabgrenzung haben wir zudem mit
internen Rücksendungsstatistiken des Konzerns abgeglichen.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und
Prozesse sowie die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen
Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend begründet sind, um die
sachgerechte Bilanzierung der Umsatzerlöse zu gewährleisten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen
Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die
folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

* die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB,
auf die im Konzernlagebericht Bezug genommen wird sowie

* die lageberichtsfremden Angaben unter Abschnitt I.
"Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Konzernerklärung";
lageberichtsfremde Angaben sind Angaben, die nicht nach §§ 289 ff, 315
ff HGB vorgeschrieben sind.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem:

* die Versicherungen nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und § 315 Abs. 1 Satz 5
HGB zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht,

* den Bericht des Verwaltungsrats sowie

* die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende
Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften
Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie unseres
Bestätigungsvermerks.

Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des Verwaltungsrats verantwortlich.
Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen
verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht
erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend
geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen
Informationen:

* wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht
oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

* anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den
Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen
entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser
Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter
dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die
Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind
sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es
besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des
Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung
des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften
entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit
den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht
erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des
Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss
sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung
eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses
und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

* identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise,
die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen
resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist
höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

* erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des
Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die
Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen
sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der
internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen
abzugeben.

* beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.

* ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den
gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im
Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen,
dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss
und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der
Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

* beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses
insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die
zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass
der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS Accounting Standards, wie
sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB
anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt.

* planen wir die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um
ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die
Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftsbereiche
innerhalb des Konzerns einzuholen als Grundlage für die Bildung der
Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht. Wir
sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht
der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten
Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere
Prüfungsurteile.

* beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem
Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte
Bild von der Lage des Konzerns.

* führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch.
Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den
gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko,
dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in
internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung
ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben,
und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von
denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere
Unabhängigkeit auswirken, und - sofern einschlägig - die zur Beseitigung von
Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen
Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung
Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung
des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des
Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten
elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit
durchgeführt, ob die in der Datei 391200KOQF8RGMZ3XK74-2025-12-31-1-de.xbri
(MD5-Hashwert: dd630b9a7769c31d911facc9668d5b45) enthaltenen und für Zwecke
der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den
Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat
("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit
den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf
die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen
Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei
enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei
enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des
Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen
Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische
Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden
"Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten
Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 hinaus geben wir
keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen
Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen
Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen
Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten
elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs.
3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance
Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im
Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der
ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis
hat den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das
Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022))
angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für die
ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die
Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des
Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1
Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach
Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für
die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung
der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen -
beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des §
328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der
ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der
ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die
ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der
Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus

* identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -
beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen
des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil
zu dienen.

* gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem
Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

* beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob
die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten
Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung
an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

* beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche
XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften
Konzernlageberichts ermöglichen.

* beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline
XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Art. 4 und 6 der Delegierten
Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung
eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der
XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 20. Juni 2025 als Abschlussprüfer des
Konzernabschlusses gewählt. Wir wurden am 1. Dezember 2025 vom
Verwaltungsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr
2021 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der elumeo SE tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen
Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach
Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften
Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften
ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss
und Konzernlagebericht - auch die in das Unternehmensregister
einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des
geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und
treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser
darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer
Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Pannewitz.

Berlin, 12. Juni 2026

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Udo Heckeler Frank Pannewitz
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

elumeo SE

Erkelenzdamm 59/61

10999 Berlin

Deutschland

Investor Relations

Tel.: +49 30 69 59 79 - 231

Fax: +49 30 69 59 79 - 650

E-Mail: ir@elumeo.com

www.elumeo.com

Fotos:

elumeo SE

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Bei Unterschieden
ist die deutsche Fassung maßgeblich. Als digitale Version stehen der
vorliegende Geschäftsbericht der elumeo SE sowie die Zwischenberichte
jeweils im Internet unter www.elumeo.com in der Rubrik "Investor Relations /
Publikationen / Finanzberichte" zur Verfügung.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des
Verwaltungsrats sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die
zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten
zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren
abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen
auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu
diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht genannten
Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

[1] Quelle: handelsblatt.de,
https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/bip-schaetzung-euro-wirtschaft-verliert-an-schwung-plus-von-02-prozent/100206191.html

[2] Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_017_811.html#:~:text=
Bruttoinlandsprodukt%20im%20Jahr%202025%20um%200%2C2%20%25%20gewachsen%20%2D%20Statistisches%20Bundesamt

[3] Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6702/umfrage/bruttoinlandsprodukt-prognose-des-diw/

[4] Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_019_611.html#:~:text=
KORREKTUR:%20Inflationsrate%20im%20Jahr%202025%20bei%20+2%2C2%20%25%20%2D%20Statistisches%20Bundesamt.

[5] Quelle: statista.de,
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/

[6] Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/196622/umfrage/preis-fuer-eine-unze-feingold-london-vormittagsfixing/

[7] Quelle: https://www.gold.de/kurse/goldpreis/entwicklung/2025/

[8] Quelle: https://www.finanzen.net/rohstoffe/silberpreis#historisch

[9] Quelle:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/silber-rekord-beim-silberpreis-unze-kostet-mehr-als-100-dollar/100194086.html

[10] Quelle: e-tailment,
https://etailment.de/news/stories/e-commerce-trendwende-e-commerce-waechst-um-32-prozent-auf-831-milliarden-euro-25355

[11] Quelle: Handelsverbandes Deutschland (hde),
https://einzelhandel.de/images/Konjunktur/Online_Monitor_2025_HDE.pdf

[12] Quelle: Verbandes Privater Medien (VAUNET),
https://vau.net/pressemeldungen/vaunet-prognose-2025-audio-und-audiovisuelle-medien-in-deutschland-erstmals-mit-ueber-16-mrd-euro-umsatz/#:~:text=Ums%C3%A4tze%20aus%20Pay%2DAngeboten%20und,
2%2C1%20Milliarden%20Euro%20gerechnet

[13] Quelle:
https://de.statista.com/prognosen/488012/prognose-der-e-commerce-nutzer-in-deutschland,
28.03.2024

[14] Quelle: statista, ,
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1347456/umfrage/umsatz-mit-schmuck-weltweit/,
10.10.2024

[15] Quelle:
https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip/

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2345482 12.06.2026 CET/CEST

°

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