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Europa braucht digitale Unabhängigkeit bei Netzen und Rou-tern:
SAFENet startet (FOTO)
Berlin (ots) - Weltweit erkennen Regierungen, dass Technologielieferketten ein
Sicherheitsrisiko für die kritische digitale Infrastruktur darstellen. Die EU
noch nicht. Ihre Märkte sind offen für Produkte außerhalb Europas, die
strategische Abhängigkeiten schaffen und große Sicherheitsrisiken bergen. Zudem
wird meist ein zentraler Baustein vergessen, wenn über digitale und
technologische Unabhängigkeit diskutiert wird: der Router. Denn durch ihn als
digitale Zentrale in Haus und Büro fließen über 90 Prozent aller Daten. Vier
führende europäische Hersteller gründen daher SAFENet , die Sovereignty Alliance
for European Networks und fordern: Router und Netzwerkgeräte müssen von der
Politik ebenso stringent geschützt werden wie 5G-Netze.
Vier führende europäische Hersteller von Netzwerktechnologie - devolo, FRITZ!,
LANCOM und TDT - gründen SAFENet, die Sovereignty Alliance for European Network
Technology. Ihr Ziel: Europa muss die Kontrolle über seine Netze und digitale
Infrastruktur behalten. Dafür tritt die Allianz an, um im Dialog mit der
europäischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, deutlich zu machen, dass
Router und Netzwerktechnologie eine Schlüsselrolle bei der Sicherung digitaler
und technologischer Souveränität Europas zukommen.
Wie dringlich diese Initiative ist, belegt eine aktuelle Studie der Innovate
Europe Foundation (IE.F): Rund 93 Prozent des europäischen Internetverkehrs
laufen über Router und Heimnetz-Gateways - die Geräte, denen Familien ihre
Bankdaten, Krankenakten und privaten Gespräche anvertrauen. Der Mobilfunk trägt
gerade einmal 7 Prozent. Chinesische Hersteller kontrollieren rund knapp 40
Prozent dieses Marktes. Während die EU bei Cloud und Halbleitern aktiv
gegensteuert, bleibt die zentrale Hardware-Schnittstelle jeder digitalen
Kommunikation und Vernetzung - der Router - ein strategisch blinder Fleck, und
das oft, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer wissen, wer ihn tatsächlich
kontrolliert.
Auf dieser Grundlage richtet SAFENet drei Kernforderungen an die europäischen
und nationalen Entscheidungsträger:
- Transparenz für Nutzerinnen und Nutzer: Hersteller und Internetanbieter müssen
ausweisen, wo Hardware, Firmware und Updates tatsächlich hergestellt bzw.
entwickelt werden - auch bei White-Label- und Provider-Produkten.
- Beschaffung: Behörden, KRITIS-Betreiber und öffentlich finanzierte
Einrichtungen sollen auf vertrauenswürdige europäische Netzwerktechnologie
setzen - flankiert durch Austausch-Incentives und -programme für
Hochrisiko-Hardware.
- Priorität und Risikobewertung: Router und Netzwerktechnologie müssen in der
aktuellen Diskussion um mehr Souveränität und Sicherheit des digitalen
Ökosystems als prioritärer Sektor anerkannt werden. Europa braucht - analog
zur EU Toolbox for 5G Security - eine "Router and Network
Technology-Security-Toolbox" mit einheitlicher Risikobewertung und
Hochrisiko-Einstufung.
Europäische Hersteller stellen schon heute souveräne, vertrauenswürdige und
innovative Technologielösungen bereit, um den Markt zu bedienen - was bislang
fehlt, ist der politische Wille, Router und Netzwerktechnologie als Hebel für
digitale und technologische Souveränität anzuerkennen und die entsprechenden
regulatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Allianz steht weiteren europäischen Herstellern offen. Weitere Informationen
unter http://www.safe-net.tech .
Über SAFENet
Die Sovereignty Alliance for European Network Technology (SAFENet) ist ein
strategischer Zusammenschluss führender europäischer
Netzwerktechnologie-Unternehmen. SAFENet versteht Netzwerktechnologie als
Rückgrat des digitalen Ökosystems. Die Allianz vertritt die Interessen
europäischer Hersteller in politischen und regulatorischen Prozessen und leistet
damit einen Beitrag zur digitalen Souveränität und zur langfristigen Sicherung
der eigenen digitalen Infrastruktur Europas. Ihr Ziel: ein digitales Europa, das
selbstbestimmt, resilient und zukunftsfähig ist.
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