OTS: Thüga AG / Das Geschäftsjahr 2025 zeigt: Stärke entsteht im Verbund (FOTO)
Das Geschäftsjahr 2025 zeigt: Stärke entsteht im Verbund (FOTO)
München (ots) - Mit einem guten Jahresergebnis behauptet sich die Thüga-Gruppe
in einem Marktumfeld, das von geopolitischen Umbrüchen, regulatorischem Druck
und hohem Investitionsbedarf geprägt ist. Die mehr als 100 kommunalen Energie-
und Wasserversorger im Netzwerk beweisen: Gemeinsam lässt sich Wandel nicht nur
bewältigen, sondern aktiv gestalten.
- Beteiligungsergebnis der Thüga Aktiengesellschaft (Thüga) steigt auf 422,2
Mio. Euro (Vorjahr 369,0 Mio. Euro)
- Zusammenarbeit im Verbund stärkt wirtschaftliche Leistungs- und
Investitionsfähigkeit
- Zukunftsprogramm Horizonte+2030 treibt strategische Weiterentwicklung der
Thüga konsequent voran
"Die Energiewende geschieht vor Ort - und unsere Partnerunternehmen setzen sie
Tag für Tag um", sagt Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der
Thüga. "Sie bauen Netze aus, investieren in erneuerbare Energien, treiben die
Wärmewende voran und sichern eine verlässliche Versorgung mit Energie und
Wasser. Genau diese operative Stärke zeigt sich auch in unseren Zahlen." Das
Beteiligungsergebnis der Thüga Aktiengesellschaft - der wichtigste
Leistungsindikator in der Gewinn- und Verlustrechnung - lag 2025 bei 422,2 Mio.
Euro und damit 53,2 Mio. Euro über dem Vorjahr. Wesentliche Treiber waren höhere
Ausschüttungen und Ergebnisabführungen einzelner Beteiligungsgesellschaften.
Erfolgreich im Verbund
Im Geschäftsjahr 2025 hat die Thüga mit dem Zukunftsprogramm Horizonte+2030 den
Thüga-Verbund konsequent strategisch weiterentwickelt. "Unsere Aufgabe ist nicht
nur, Beteiligungen zu halten, sondern die Leistungsfähigkeit im Verbund zu
verbessern", sagt Alsheimer. "Wir verzahnen Beratung, Lösungen und
Zusammenarbeit immer enger. So helfen wir unseren Partnerunternehmen, neue
Geschäftsfelder zu erschließen, Investitionen zu stemmen und die Transformation
wirtschaftlich tragfähig umzusetzen."
2025 investierten die Unternehmen der Thüga-Gruppe 3,9 Mrd. Euro in die
kommunale Energieversorgung. "Gerade jetzt gilt: Größe allein entscheidet nicht
- Kooperationsfähigkeit ist maßgeblich", so Alsheimer. "Im Verbund können auch
kleinere Stadtwerke Vorhaben realisieren, die sie allein nicht darstellen
könnten." Um regionale Kooperationsprojekte gezielt voranzutreiben, hat Thüga
vier Leiter der Regionen eingesetzt. Sie stärken den Austausch vor Ort und
unterstützen die Beteiligungsunternehmen dabei, gemeinsame Vorhaben schneller
umzusetzen.
Plattformen mit Schlagkraft
Auch überregionale Plattformen gewinnen innerhalb der Thüga-Gruppe weiter an
Bedeutung. Die Thüga-Abrechnungsplattform (TAP) wird künftig für insgesamt 33
Unternehmen eine automatisierte und standardisierte Abrechnungslösung
ermöglichen.
"Skalierung ist ein Effizienzhebel für die kommunale Energiewirtschaft", sagt
Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender der Thüga. "Mit gemeinsamen
Plattformen schaffen wir Geschwindigkeit, Standardisierung und wirtschaftliche
Entlastung für unsere Partnerunternehmen." Der nächste Schritt ist bereits in
Vorbereitung: "Wir planen eine weitere Kooperationsplattform für den Vertrieb.
Gemeinsam mit Partnerunternehmen entwickeln wir derzeit das Feinkonzept.
Perspektivisch soll sie neben der Thüga-Abrechnungsplattform ein weiterer
wichtiger Baustein für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit werden."
Wie schnell Plattformmodelle Wirkung entfalten können, zeigt zudem die
Entwicklung von Regioladen+. Vor gut einem Jahr gegründet, bündeln 18 kommunale
Energieversorger heute rund 1.000 Ladepunkte in der Gesellschaft. Sie
unterstützt die beteiligten Partner, wettbewerbsfähig zu bleiben und
regulatorische Anforderungen rechtssicher zu erfüllen. Bei der Ausschreibung von
Schwerlast-Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg konnte sich Regioladen+ für 14
Standorte durchsetzen.
Positive Geschäftsentwicklung der Thüga
Das adjusted EBIT des Thüga Holding-Konzerns lag 2025 bei 440,6 Mio. Euro und
damit unter dem Vorjahreswert von 598,8 Mio. Euro. Die Gesamtkapitalrendite
(ROCE) lag bei 10,1 Prozent (Vorjahr: 14,8 Prozent). "Der Rückgang resultiert im
Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Wertfortschreibung der
nach der Equity-Methode bilanzierten Partnerunternehmen - und ist nicht Ausdruck
operativer Schwäche", sagt Anne Rethmann, Finanzvorständin der Thüga. "Zugleich
zeigt sich: Unsere finanzielle Basis ist robust, unsere Kapitalstruktur solide
und unsere Investitionsfähigkeit intakt." Die Investitionen gingen mit 139,4
Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (148,5 Mio. Euro) leicht zurück. "2025 standen
vor allem gezielte Kapitalmaßnahmen bei Partnerunternehmen im Fokus -
insbesondere bei zwei größeren Stadtwerken sowie weiteren Beteiligungen", so
Rethmann. Mit einer Leverage Ratio von 2,12 verfügt Thüga weiterhin über eine
sehr solide finanzielle Ausgangsbasis.
Neue Finanzierungswege im Fokus
Die Transformation der Energieversorgung sowie die Dekarbonisierung von Strom,
Wärme und Verkehr gehören zu den größten Zukunftsaufgaben in Deutschland. Gerade
kommunal verankerte Energieunternehmen übernehmen dabei eine tragende Rolle. Der
Kapitalbedarf ist erheblich: Eine Studie von PwC Deutschland im Auftrag der KfW1
besagt, dass Energieversorger bis 2045 insgesamt 535 Milliarden Euro in Strom-
und Gasverteilnetze sowie in die netzgebundene Wärmeversorgung investieren
müssen. Thüga hat deshalb konkrete Unterstützungsangebote entwickelt, um die
Finanzierungsfähigkeit ihrer Partnerunternehmen gezielt zu stärken.
"Das Know-how für die Transformation haben die kommunalen Unternehmen - es darf
nicht am Kapital scheitern", sagt Rethmann. "Unsere Aufgabe ist es, sowohl die
Innenfinanzierung als auch die Fremdfinanzierungsfähigkeit der Stadtwerke zu
stärken." Da Kapitalmaßnahmen bei Partnerunternehmen auch für Thüga nicht
unbegrenzt möglich sind, erschließt das Unternehmen zusätzliche
Finanzierungswege. "Wer die Transformation finanzieren will, muss Finanzierung
neu denken", so Rethmann. "Deshalb kombinieren wir klassische und neue
Finanzierungsbausteine, um die Kapitalstruktur und Investitionsfähigkeit
kommunaler Unternehmen nachhaltig zu stärken." Zu diesen Instrumenten zählen
neben Working-Capital-Lösungen auch Bürgerbeteiligungsmodelle sowie
Off-Balance-Finanzierungen, über die gezielt private Investoren eingebunden
werden können. Aktuell entwickelt Thüga eine Plattform, um geeignete Projekte
von Partnerunternehmen zu bündeln.
Verlässliche Energie für neun Millionen Menschen
"2025 zeigt: Unsere Partnerunternehmen erwirtschaften auch unter anspruchsvollen
Rahmenbedingungen angemessene Ergebnisse", fasst Alsheimer zusammen. "Sie
sichern die Versorgung von rund neun Millionen Menschen in Deutschland - und
gestalten gleichzeitig die Transformation der Energieversorgung aktiv mit." Und
weiter: "Unser Anspruch bleibt klar: Wir wollen regionale Daseinsvorsorge
langfristig sichern, kommunale Unternehmen stark machen und mit der gebündelten
Kraft der Gruppe den Wandel gestalten."
Weitere Informationen sowie den Finanzbericht 2025 finden Sie unter
https://geschaeftsbericht.thuega.de
Über Thüga:
Die Thüga Aktiengesellschaft (Thüga) bildet den Kern des größten Netzwerks
kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland. Mehr als 100 Unternehmen
sind in der Thüga-Gruppe vernetzt. Die Expertinnen und Experten der Thüga bieten
Beratung, teilen Best Practices, forcieren skalierbare Lösungen und fördern
Kooperationen. Thüga bündelt die Herausforderungen und Interessen der
Partnerunternehmen und macht sich für ihre Anliegen stark. Ziel ist es, die
kommunale Energie- und Wasserversorgung sicher, nachhaltig und bezahlbar zu
gestalten - Besser gemeinsam. Gemeinsam besser.
Die Unternehmen der Thüga-Gruppe verantworten mit ihren Marken und Produkten den
Markt vor Ort und sind Partner der Kommunen bei der Energie- und Wärmewende. Im
Jahr 2025 erzielte die Thüga-Gruppe einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro. Damit
zählt sie deutschlandweit zu den drei umsatzstärksten Energieversorgern. Mit
über 28.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Thüga-Gruppe drittgrößte
Arbeitgeberin unter den deutschen Energieversorgern. Die Thüga-Gruppe zählt
bundesweit zu den Top 3 in der Wasserversorgung (über 1 Million Kunden), gehört
zu den größten Wärmeversorgern in Deutschland (über 12.000 GWh p.a.) und ist mit
über 13.000 Ladepunkten größte Betreiberin von Ladeinfrastruktur für
E-Mobilität. Darüber hinaus ist die Thüga-Gruppe an
Erneuerbaren-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 5 Gigawatt
beteiligt - und gehört damit zu den führenden Ökostrom-Produzenten in
Deutschland.
Pressekontakt:
Dr. Detlef Hug
mailto:detlef.hug@thuega.de
Tel. +49 (0) 89-38197-1222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18807/6295222
OTS: Thüga AG
ISIN: DE0007481004