dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.06.2026 - 17.00 Uhr
ROUNDUP: Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs beflügelt ZEW-Konjunkturerwartungen
MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktteilnehmern haben sich im Juni mit der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs unerwartet deutlich erholt. Das Stimmungsbarometer stieg gegenüber dem Vormonat um 20,7 Punkte auf plus 10,5 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf minus 5,5 Punkte erwartet.
ROUNDUP: Japanische Notenbank hebt Leitzins wie erwartet an
TOKIO - Die japanische Zentralbank hat den Leitzins unter anderem wegen der Folgen des Iran-Kriegs wie erwartet erhöht. Der Zinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,00 Prozent nach oben gesetzt, teilte die Notenbank am Dienstag in Tokio mit. Dies ist der höchste Stand seit 1995. Der Schritt war von den von Bloomberg befragten Experten erwartet worden. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 1 Stimmen. Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins im Dezember angehoben.
China: Einzelhandel und Investitionen enttäuschen - Produktion etwas besser
PEKING - In China sind im Mai sowohl der Einzelhandelsumsatz als auch die Investitionen schwächer als von Experten erwartet ausgefallen. Die Produktion der Industriebetriebe konnte dagegen etwas stärker als prognostiziert zulegen. Die Einzelhandelsunternehmen setzten im Mai 0,6 Prozent weniger um als im Vorjahr, wie aus am Dienstag vom Statistikamt in Peking veröffentlichten Daten hervorgeht. Dies ist der erste Rückgang seit dem Ende der Corona-Lockdowns im Jahr 2022. Experten hatten damit gerechnet, dass der Einzelhandelsumsatz zurückgeht, dabei aber nur ein Minus von 0,2 Prozent auf dem Zettel.
ROUNDUP 4: EU-Parlament stimmt für US-Zolldeal mit Sicherheitsnetz
STRASSBURG - Das Europaparlament hat den Weg für die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zollabkommens mit den USA freigemacht. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit breiter Mehrheit dafür, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Allerdings mit einem Sicherheitsnetz: Es soll dafür sorgen, dass die US-Vorteile nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen.
Japan und Deutschland wollen Agrarhandel ausbauen
TOKIO - Deutschland und Japan wollen im Bereich Landwirtschaft und Ernährung verstärkt zusammenarbeiten. "Japan ist ein vielversprechender Markt für deutsche Produkte", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) zum Abschluss seines Japan-Besuches in Tokio. Eine mit seinem japanischen Amtskollegen Norikazu Suzuki in Tokio unterzeichnete Protokollerklärung sieht vor, dass Deutschland künftig mehr Rotwein nach Japan exportiert. Japan will wiederum Sake und Reis ausführen.
Fachkräftemangel geht deutlich zurück
FRANKFURT - Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich seit seinem Höhepunkt vor knapp vier Jahren mehr als halbiert, berichtet die staatliche Förderbank KfW. Zu Beginn des zweiten Quartals 2026 meldeten noch 21 Prozent der deutschen Unternehmen Beeinträchtigungen durch fehlende Fachkräfte, wie aus dem aktuellen KfW-Ifo-Fachkräftebarometer hervorgeht. Im dritten Quartal 2022 hatte der Anteil noch bei 49,7 Prozent gelegen.
ROUNDUP/Iran: Weitere Verhandlungen mit USA beginnen am Freitag
TEHERAN - Eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran soll nach iranischen Angaben direkt nach Unterzeichnung des verhandelten Rahmenabkommens am Freitag in der Schweiz beginnen. Diese weiteren Gespräche sollten innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen werden, sagte Außenminister Abbas Araghtschi nach Angaben der Agentur Tasnim in Teheran.
ROUNDUP: G7 will Druck auf Russland erhöhen
ÉVIAN - Die USA und führende europäische Staaten wollen den Druck auf Russland weiter erhöhen und eine Lösung für den Ukraine-Krieg erzwingen. Beim G7-Gipfel im französischen Évian stimmten nach Angaben aus der deutschen Delegation die Staats- und Regierungschefs - inklusive US-Präsident Donald Trump - überein, dass sich die Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld deutlich verbessert habe.
Trump erwägt Rückkehr zu Öl-Sanktionen gegen Russland
ÉVIAN - US-Präsident Donald Trump hat eine Rückkehr zu Öl-Sanktionen gegen Russland in Aussicht gestellt, die vorübergehend auf Eis liegen. Bald werde man in der Lage sein, das tun zu können, sagte der Republikaner vor Journalisten auf dem G7-Gipfel am Genfersee. Er begründete es damit, dass Öl wieder fließe. Er legte sich aber nicht auf einen möglichen Zeitpunkt fest.
ROUNDUP: EU-Länder einigen sich auf Struktur für neuen Billionen-Etat
LUXEMBURG - Im Ringen um den neuen billionenschweren Gemeinschaftshaushalt haben sich die EU-Staaten auf eine grobe Struktur geeinigt. Demnach soll die Architektur des Etats im Vergleich zum bisherigen deutlich vereinfacht werden, wie aus einer Mitteilung der EU-Staaten hervorgeht. "Wir sind zunächst zufrieden mit dem Modernisierungsansatz", sagte Europastaatsminister Gunther Krichbaum am Rande von EU-Beratungen zum Thema in Luxemburg. "Es geht auch darum, dass wir uns in einem weltweiten Druck, in dem wir uns eben auch befinden, behaupten können."
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