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OTS: BearingPoint GmbH / Satellitenkommunikation wird laut ...

17.06.2026
um 07:16 Uhr

Satellitenkommunikation wird laut BearingPoint-Studie zum neuen
Wachstumshebel für Mobilfunkanbieter (FOTO)
Frankfurt am Main (ots) - Ihren wirtschaftlichen Wert entfaltet
Satellitenkommunikation im B2B- und B2C-Mobilfunkgeschäft erst durch klare
Positionierung, Integration und Monetarisierung, nicht durch die Technologie
allein.

Satellitenkommunikation entwickelt sich für Mobilfunknetzbetreiber zunehmend vom
technologischen Nischenthema zu einem strategischen Hebel. Treiber dieser
Entwicklung sind nicht primär neue technische Möglichkeiten, sondern
strukturelle Veränderungen in zwei zentralen Geschäftsfeldern: ein weitgehend
gesättigter Privatkundenmarkt sowie ein dynamisch wachsendes, gleichzeitig
anspruchsvolleres Geschäftskundensegment.

Zwei aktuelle Studien von BearingPoint analysieren, wie Mobilfunknetzbetreiber
(MNOs) satellitengestützte Konnektivität gezielt einsetzen können, um diese
Herausforderungen zu adressieren - mit unterschiedlichen Logiken im B2B- und
B2C-Kontext.

Wachstum verschiebt sich: IoT steigt deutlich, Privatkundengeschäft bleibt unter
Druck

Im Geschäftskundensegment entwickelt sich insbesondere das Internet of Things
(IoT) zum zentralen Wachstumstreiber. In Deutschland wird die Zahl der
IoT-Verbindungen über lizenzpflichtigen Mobilfunk von 82 Millionen im Jahr 2024
auf voraussichtlich 138 Millionen bis 2030 (Wachstum von 68 Prozent) steigen.

Im Privatkundensegment hingegen ist der Markt weitgehend gesättigt: Die
Mobilfunkdurchdringung lag 2024 bereits bei rund 87 Prozent, während bis 2030
nur noch ein jährliches Wachstum neuer Nutzer von etwa 0,2 Prozent erwartet
wird. Gleichzeitig stagnieren die Erlöse pro Kunde trotz hoher Investitionen in
Infrastruktur.

Vor diesem Hintergrund rücken neue Monetarisierungsansätze zunehmend in den
Fokus.

B2B: Satellitenkommunikation als Absicherung geschäftskritischer Prozesse

Im B2B-Umfeld wird Konnektivität zunehmend Teil operativer Wertschöpfung und
somit auch Teil des Risikomanagements von Unternehmen. Satellitenkommunikation
adressiert vor allem die Grenzen terrestrischer Netze, etwa bei global
verteilten, mobilen oder schwer zugänglichen Anwendungen.

Entscheidend ist dabei: Unternehmen bewerten satellitengestützte Konnektivität
nicht primär anhand technischer Leistungsdaten, sondern entlang wirtschaftlicher
Kriterien wie:

- Absicherung geschäftskritischer Prozesse
- Total Cost of Ownership (TCO)
- Service-Level Agreements (SLA)

Die zugrunde liegende Analyse basiert unter anderem auf qualitativen
Experteninterviews und liefert eine indikative Einordnung der
Entscheidungslogiken im Markt.

"Im B2B-Kontext wird Konnektivität zunehmend Teil der Wertschöpfung.
Entscheidend ist dabei ihr Beitrag zur Stabilität und Verfügbarkeit
geschäftskritischer Prozesse. Für Mobilfunkanbieter ergibt sich daraus eine
klare strategische Rolle: Satellitenkommunikation nicht als eigenständiges
Produkt, sondern als integralen Bestandteil von IoT-Lösungen zu positionieren
und über Plattformen zu orchestrieren", kommentiert Julius Hafer, Partner und
Telco-Experte bei BearingPoint.

B2C: Sicherheitsversprechen statt Netz-Upgrade

Im Privatkundensegment folgt Satellitenkommunikation einer anderen Logik.
Direct-to-Device (D2D)-Technologie ermöglicht erstmals eine direkte Verbindung
von Smartphones mit Satelliten, entfaltet ihren Mehrwert jedoch nicht im Alltag,
sondern in spezifischen Nutzungssituationen.

Die Analyse zeigt eine klare Konzentration der Relevanz:

- 93 Prozent der Befragten sehen D2D in Notfallsituationen als relevant
- 81 Prozent bei Auslandsreisen in abgelegene Regionen
- 78 Prozent bei Outdoor-Aktivitäten

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung mit 156 Teilnehmenden aus
Deutschland und dienen der indikativen Einordnung von Kundenbedürfnissen und
Erwartungshaltungen.

Kommerziell kann D2D insbesondere über monatliche Zusatzangebote wirksam werden:
Add-on-Modelle im Bereich von rund 5,70 bis 6,00 Euro pro Monat können eine
Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer im Mobilfunksegment von
bis zu 40 Prozent ermöglichen.

"Im B2C-Markt entsteht der wirtschaftliche Wert von Satellitenkommunikation in
kritischen Momenten. Dieser emotionale Anker bildet die Grundlage für
Zahlungsbereitschaft. Entscheidend ist daher, D2D konsequent als
Sicherheitsversprechen zu positionieren und nicht als weiteres technisches
Feature. Der Wert entsteht im Angebot, nicht im Netz", so Julius Hafer.

Die Kundenschnittstelle entscheidet über den Erfolg

Für Mobilfunknetzbetreiber wird Satellitenkommunikation damit zu einer
strategischen Weichenstellung. Differenzierung entsteht weniger durch die
Verfügbarkeit der Technologie als durch deren Integration in marktfähige
Angebote und durch die Fähigkeit, die Kundenschnittstelle zu besetzen.

"Die zentrale Frage lautet nicht mehr, ob satellitengestützte Konnektivität Teil
des Portfolios wird, sondern wie konsequent sie entlang der jeweiligen
Marktlogiken in B2B und B2C umgesetzt wird. Der wirtschaftliche Mehrwert
entsteht dabei durch die gezielte Übersetzung in konkrete Angebote, Services und
Geschäftsmodelle", resümiert Julius Hafer.

Die vollständigen Studienergebnisse stehen hier zur Verfügung:
https://ots.de/CBBq75

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit
europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner
Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation,
indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,
Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten
dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte
SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte
Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die
Herausforderungen unserer Kunden.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und
Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und
engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen
Geschäftserfolg.

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