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Mehr Frührentner verdienen hinzu

19.06.2026
um 14:17 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Immer mehr Frührentner verdienen laut einer Studie sozialversicherungspflichtig Geld hinzu. Das zeigt sich etwa bei besonders langjährigen Versicherten mit 45 Versicherungsjahren, die vorzeitig ohne Abschläge in Rente gehen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berichtet. "Hier ist der Anteil mit großem Hinzuverdienst, der über einen Minijob hinausgeht, nach dem Wegfall der Grenze im Jahr 2023 auf 25 Prozent gestiegen. 2022 waren es noch 18 Prozent."

Dasselbe Muster gebe es bei Menschen, die nach 35 Versicherungsjahren ab 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gingen: "Hier stieg der Anteil von 8 auf 14 Prozent." Zuerst hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Seit 2023 können Frührentner unbegrenzt hinzuverdienen. Davor war der maximale Zuverdienst auf 6.300 Euro im Jahr begrenzt.

"Gegensätzliche Signale an Babyboomer"

Generell gingen mehr Menschen frühzeitig und mit Abschlägen in Rente, so die Studienautoren. Der Anteil der langjährig Versicherten mit 35 Versicherungsjahren sei von 21,7 Prozent im Jahr 2020 auf 24 Prozent 2024 gestiegen. "Die Reform untergräbt somit in Teilen das mit der Anhebung der Regelaltersgrenze verbundene Ziel, den Eintritt in die Rente im Durchschnitt nach hinten zu verschieben", kritisieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IW.

"Die Regierung sendet gegensätzliche Signale an die Babyboomer", heißt es weiter. Vorzeitige Renteneintritte würden von der Gemeinschaft teuer ermöglicht, obwohl die Regelaltersgrenze sich bis 2031 auf 67 Jahre erhöhe./eub/DP/men