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Allianz Trade Studie: 10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft -
und deutschen Export
Hamburg (ots) -
- Britische Wirtschaft trotz Brexit stabil, aber Wirtschaftsleistung ohne Brexit
wäre heute 2-4 % höher
- Milliardenverluste durch schwächeren Handel - Warenaustausch zwischen der EU
und Großbritannien ein Fünftel niedriger als in einem hypothetischen
No-Brexit-Szenario
- Deutsche Exporteure verlieren Marktanteile, China und USA gewinnen hinzu
- Stärkere Annäherung zwischen EU und Großbritannien könnte Handelsdynamik
beschleunigen und der EU Exportgewinne von etwa 28 Mrd. EUR ermöglichen
- Insel der Planungsunsicherheit: Politische Instabilität birgt wirtschaftliche
Risiken
Zehn Jahre nach dem Brexit zeigt sich die britische Wirtschaft insgesamt robust,
bleibt aber deutlich hinter ihrem Potenzial zurück. Zu diesem Ergebnis kommt
eine aktuelle Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade.
Das hat auch Folgen für Deutschland und die Europäische Union (EU), die mit
einer dauerhaft geringeren Handelsdynamik, stärkerem Wettbewerb und hoher
Unsicherheit durch die anhaltende politische Instabilität kämpfen.
Resilienz ohne Revival: Britische Wirtschaft wächst solide, aber unter Potenzial
"Der befürchtete Brexit-Kollaps blieb aus - der Befreiungsschlag aber auch",
sagt Maxime Darmet, Senior Volkswirt bei Allianz Trade. "Der Preis, den die
Briten mit dem Brexit bezahlen, ist kein punktueller Einbruch, sondern ein
dauerhafter Wachstumsverlust. Die Wirtschaft ist weiterhin stabil und seit 2016
durchschnittlich 1,4 % pro Jahr gewachsen - allerdings ist das deutlich unter
dem eigentlichen Potenzial vor dem Brexit. Ohne den Brexit wäre die britische
Wirtschaftsleistung heute 2-4 % höher."
Für die geringere Dynamik zeichnen vor allem geringere Investitionen, schwache
Produktivitätszuwächse und zunehmende Handelshemmnisse verantwortlich. Darunter
leiden auch deutsche und europäische Exporteure.
Einbußen im deutschen Exportgeschäft: Schwächerer Handel führt zu
Milliardenverlusten
"Der Brexit hat - wenig überraschend - zu Milliardenverlusten im Handel geführt,
insbesondere der Handel mit der EU wurde ausgebremst. Er liegt rund 21 Prozent
unter einem Szenario ohne Brexit", sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in
Deutschland Österreich und der Schweiz. "Für deutsche Exporteure ist
Großbritannien seit dem Brexit kein Selbstläufer mehr, sie kämpfen mit mehr
Bürokratie, höheren Kosten und vor allem stärkerer Konkurrenz. Sie mussten
empfindliche Einbußen bei den Exporten und Marktanteilen hinnehmen, während
Konkurrenten aus China und den USA hinzugewonnen haben."
Besonders betroffen sind klassische Exportbranchen wie Maschinenbau, Automobil
und Chemie, die traditionell eng in britische Wertschöpfungsketten eingebunden
waren.
Annäherungsversuche bieten Chancen: Deutschland könnte Exportgewinne realisieren
Ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien könnte die
Brexit-Verluste teilweise umkehren.
"Eine stärkere Annäherung zwischen EU und Großbritannien könnte dem bilateralen
Handel einen dynamischen Schub geben und auf EU-Seite jährliche Handelsgewinne
von umgerechnet über 28 Mrd. EUR ermöglichen, davon knapp 7 Mrd. EUR für
Deutschland - insbesondere in Schlüsselindustrien wie Automobil oder
Lebensmittel", sagt Darmet.
Vorteil Deutschland: Investitionen und Industrie könnten profitieren
Auch bei Investitionen und Industrie könnten EU-Standorte profitieren:
Großbritannien kämpft mit höheren Handels- und Regulierungskosten und in der
Folge wandern Investitionen zurück in die EU. Die Energiepreise sind im
Vereinigten Königreich ebenfalls höher. Das belastet die Industrie und macht
Investitionen unattraktiver. Zudem erhöht der europäische CO2-Grenzausgleich
(CBAM) künftig die Kosten für britische Exporte zusätzlich.
"Gerade energieintensive Industrien schauen sich wieder stärker innerhalb des
EU-Binnenmarkts um", sagt Darmet. "Das stärkt Standorte wie Deutschland - trotz
der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen."
10 Jahre nach dem Brexit: politische Unsicherheit bleibt
Die politische Unsicherheit in London verschärft wirtschaftliche Risiken
"Die wirtschaftlichen Herausforderungen erfordern langfristige Reformen -
politische Instabilität erschwert genau das", sagt Darmet. "Die
Planungsunsicherheit auf der Insel bleibt damit auch weiterhin bestehen der
Brexit hat diesen Trend noch verstärkt."
Die vollständige Studie finden Sie hier:
https://bit.ly/43QgjpG
Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und
anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz
gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100
Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,
um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.
Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die
Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen
kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen und hat sofortigen Zugriff
auf die Daten von 289 Mio. Unternehmen in mehr als 160 Ländern. Insgesamt
umfassen die Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen
Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfallen.
Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und
gibt den weltweit über 75.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte
und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating
von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im
Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.
Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.900
Mitarbeiter weltweit. 2025 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen
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Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.
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der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen
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