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Messe Frankfurt macht im Inland kaum noch Gewinn

24.06.2026
um 11:22 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Frankfurter Messegesellschaft hat im vergangenen Jahr kaum noch Gewinn im Inland gemacht. Das von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen getragene Unternehmen bezifferte den unkonsolidierten Inlandsgewinn auf 9,7 Millionen Euro, während im umsatzseitig kaum noch kleineren Auslandsgeschäft 71,4 Millionen Euro verbucht werden konnten.

Unter dem Strich ging 2025 der Gesamtgewinn um 48,4 Prozent auf 42,2 Millionen Euro zurück. Die Umsätze des Unternehmens fielen um 9 Millionen auf 766 Millionen Euro. Die Auslandsaktivitäten machten den Rekordanteil von 48 Prozent aus.

Wachstumstreiber waren insbesondere Asien und Dubai. Geschäftsführer Detlef Braun kündigte den weiteren Ausbau der Auslandsaktivitäten an. Bislang sei man bereits in 184 Ländern vertreten. Die Internationalität trage zur Stabilisierung des Gesamtkonzerns bei.

Aussteller sparen an Flächen

Trotzdem wird die Messegesellschaft im laufenden Jahr das gesetzte Umsatzziel von 839 Millionen Euro verfehlen. "Nicht ganz 800 Millionen" seien erreichbar, sagte Messechef Wolfgang Marzin. Nach seinen Angaben sparen derzeit gerade deutsche und europäische Aussteller an ihren Messeauftritten. Die Leitmessen würden zwar weiterhin besucht, aber die angemieteten Flächen fielen kleiner aus. Die Frankfurter Messe spiegele die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, verliere aber keine Marktanteile. Weitere Probleme machen Zölle und Währungsverluste.

Weltweit fanden 2025 unter dem Dach der Messe Frankfurt 349 Veranstaltungen mit 4,8 Millionen Besuchern statt. Im laufenden Geschäftsjahr sind global 359 Veranstaltungen geplant. Neu im Portfolio sind unter anderen eine neue Textilmesse in Mailand, eine Kosmetik-Veranstaltung im französischen Grasse und eine Ausgabe der Zubehörmesse Automechanika in Jakarta./ceb/DP/nas