APA ots news: OMV und Energie Steiermark bündeln Kräfte in Tiefengeothermie
Wien/Graz (APA-ots) - - "Tiefenkraft", ein gemeinsames Projekt von OMV
und Energie
Steiermark
- Erfolgreiche seismische Messkampagne als Grundlage für nächste
Projektphase und Erkundungsbohrung 2026
- Wichtiger Beitrag zur Wärmewende: Potenzial von bis zu 670 GWh pro
Jahr bis 2037 - rund 50 % der Fernwärmeversorgung in Graz möglich
- Nächster Schritt: Erkundungsbohrung "Petersdorf 2" in St. Marein
bei Graz
OMV und Energie Steiermark bündeln ihre Kräfte, um die
Tiefengeothermie in der Steiermark nutzbar zu machen und die
Wärmewende aktiv voranzutreiben. Im Rahmen einer Veranstaltung
präsentierten die beiden Unternehmen "Tiefenkraft", ein gemeinsames
Projekt von OMV und Energie Steiermark. Das gemeinsame Projekt zielt
darauf ab, das geothermische Potenzial der Region zu bewerten.
Langfristig könnte damit eine jährliche Bereitstellung von bis zu 670
GWh geothermischer Energie bis 2037 ermöglicht werden, welche rund 50
% der Fernwärmeversorgung im Großraum Graz entspricht.
Im Zeitraum von Februar bis April 2026 wurden seismische
Messungen entlang einer rund 900 Kilometer langen Messstrecke
durchgeführt. Die gewonnenen Daten werden derzeit ausgewertet und
bilden die Grundlage für ein detailliertes Untergrundmodell sowie für
die weiteren Projektschritte.
Berislav Gao, OMV Executive Vice President Energy, sagt: "Die
Nutzung von Erdwärme ist ein zentraler Baustein für eine unabhängige
und klimaneutrale Wärmeversorgung in Österreich. Mit unserer
Expertise in Geologie, Bohrtechnik und Projektentwicklung leisten wir
einen zentralen Beitrag, um gemeinsam mit Energie Steiermark das
geothermische Potenzial in der Region fundiert zu bewerten und damit
die Basis für eine nachhaltige Wärmeversorgung zu schaffen."
Mit dem erfolgreichen Abschluss der seismischen Kampagne tritt
"Tiefenkraft", ein gemeinsames Projekt von OMV und Energie
Steiermark, planmäßig in die nächste Phase ein. Als nächster
zentraler Schritt ist eine geplante Erkundungsbohrung "Petersdorf 2"
in St. Marein bei Graz vorgesehen, deren Start für das vierte Quartal
2026 geplant ist.
Die Vorbereitungsarbeiten sollen im September 2026 beginnen, der
Bohrbeginn selbst ist derzeit für Ende dieses Jahres angesetzt. Der
genaue Start ist von der Erteilung der notwendigen Genehmigungen und
dem Abschluss der Errichtung des Bohrplatzes abhängig. Bohrung und
anschließende Testphase werden rund drei bis vier Monate in Anspruch
nehmen und wichtige Erkenntnisse über das geothermische Potenzial
sowie die geologischen Rahmenbedingungen liefern.
Bei positiven Ergebnissen umfasst die nächste
Investitionsentscheidung die Errichtung einer ersten
Geothermiedublette - bestehend aus einer Produktions- und einer
Injektionsbohrung - inklusive umfassender Tests. Parallel dazu sind
zwei weitere Bohrungen geplant, um die Umsetzbarkeit eines Aquifer
Thermal Energy Storage (ATES) zu prüfen, der überschüssige Wärme im
Untergrund speichert und saisonal verfügbar macht.
In diesem Zeitraum würden auch Planung und Terrassierung der
Pipeline nach Graz vorangetrieben. Energie Steiermark bringt ihre
umfassende Expertise in Infrastruktur, Systemintegration und
Wärmevertrieb in das Projekt ein und leistet einen zentralen Beitrag
im Projekt "Tiefenkraft" entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Neben der Beteiligung am Joint Venture verantwortet das Unternehmen
insbesondere den Bau und Betrieb der rund 20 Kilometer langen
Fernwärme-Transportleitung und steuert somit die technische Umsetzung
zur langfristigen Integration der geothermischen Energie in die
regionale Wärmeversorgung.
Die Entscheidung zur Umsetzung des Gesamtprojekts -
einschließlich aller Produktions- und Injektionsbohrungen, des Baus
der Pipeline zur Anbindung an das Fernwärmenetz sowie der
Installation der Oberflächenanlagen (z. B. Pumpenhaus) - wird im
Anschluss an die umfassenden Tests getroffen.
Der gesamte Prozess - von den ersten Messungen bis zur
Inbetriebnahme - nimmt daher mehrere Jahre in Anspruch. Eine erste
Wärmelieferung könnte im Jahr 2030 erfolgen.
Martin Graf und Werner Ressi, Vorstands-Team der Energie
Steiermark : "Mit Tiefenkraft setzen wir gemeinsam mit OMV einen
entscheidenden und zukunftsweisenden Schritt für die Wärmeversorgung
in der Steiermark. Dieses Projekt steht für das größte
Einzelinvestment in der Geschichte der Energie Steiermark und vereint
die Kompetenzen zweier starker Partner entlang der gesamten
Wertschöpfungskette. Die Nutzung von Tiefengeothermie ist ein
zentraler Baustein für die Wärmewende und ermöglicht es, einen
wesentlichen Teil der Grazer Fernwärme künftig klimafreundlich und
regional bereitzustellen."
"Tiefenkraft" basiert auf der engen Zusammenarbeit der beiden
Unternehmen, die ihre komplementären Stärken gezielt einbringen: OMV
verfügt über umfassende Expertise in Geologie, Bohrtechnik sowie in
der Entwicklung von Untergrund- und Oberflächenprojekten, während
Energie Steiermark ihre Kompetenz in regionaler Energieinfrastruktur
und Systemintegration einbringt. Das gemeinsame Vorhaben sowie die
bisherigen und geplanten Meilensteine in der Steiermark
unterstreichen die Bedeutung der Tiefengeothermie als
Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Wärmeversorgung.
Gemeinsam decken die Partner die gesamte Wertschöpfungskette ab -
von der Erkundung des Untergrunds bis zur Integration der gewonnenen
Energie in das bestehende Energiesystem. Die Zusammenarbeit folgt
einer klaren industriellen Logik mit definierten
Verantwortlichkeiten. Die Umsetzung erfolgt über eine gemeinsame
Entwicklungsgesellschaft, an der OMV mit 75 % und Energie Steiermark
mit 25 % beteiligt sind. Der Bau der Transportleitung (
Investitionsvolumen rd. 150 Mio. Euro) liegt zu 100 % im
Verantwortungsbereich der Energie Steiermark.
Bildmaterial finden Sie hier .
Fotos von der Veranstaltung finden Sie ebenfalls unter diesem
Link ab heute ca. 16:00 Uhr.
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OMV International Media Relations
Telefon: 01404400
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