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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 01.07.2026 - 17.00 Uhr

01.07.2026
um 17:08 Uhr

ROUNDUP/Eurozone: Inflationsrate sinkt stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni stärker als erwartet abgeschwächt. Vor allem der Rückgang der Ölpreise dämpft die Inflationsentwicklung. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Mai hatte die Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen. Volkswirte hatten für Juni im Schnitt einen Rückgang der Rate auf 3,0 Prozent erwartet.

USA: Beschäftigung in der Privatwirtschaft steigt weniger als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist im Juni weniger stark gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat legte sie um 98.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 120.000 Stellen erwartet.

USA: ISM-Industriestimmung trübt sich stärker als erwartet ein

TEMPE - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Juni etwas stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel um 0,7 Punkte auf 53,3 Punkten, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang auf 53,9 Punkte gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung trübt sich weniger ein als erwartet

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juni nicht ganz so stark eingetrübt wie zunächst ermittelt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel um lediglich 0,2 Punkte auf 51,4 Punkte, wie S&P Global am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte.

ROUNDUP: Warum die Geburtenrate in Deutschland sinkt

WIESBADEN - Die durchschnittliche Zahl der Kinder, die eine Frau in Deutschland zur Welt bringt, ist auf den niedrigsten Wert seit rund 30 Jahren gesunken. Der als Geburtenrate bezeichnete Wert betrug vergangenes Jahr 1,32, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sind demnach 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Deka-S-Finanzklima: Iran-Krieg belastet Wirtschaft stark

FRANKFURT - Eine Erholung der schwachen deutschen Wirtschaft hängt nach Einschätzung von Sparkassen-Vorständen vor allem von dem Friedensprozess im Nahen Osten ab. Zudem gebe es die Hoffnung, dass es endlich zu einem Impuls durch die vor mehr als einem Jahr angekündigten Infrastruktur-Investitionsprogramme in Deutschland kommt. Im zweiten Quartal war davon noch nichts zu spüren. Zudem belastete der Iran-Krieg die Wirtschaft stark. Der vierteljährlich von der Deka erhobene S-Finanzklima-Index fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang 2023.

Bundesbankchef Nagel: 'Die Inflation ist immer noch zu hoch'

FRANKFURT - Nach Ansicht von Bundesbankpräsident Joachim Nagel sollte die Europäische Zentralbank (EZB) trotz des starken Ölpreisrückgangs Kurs halten. "Die Inflation ist immer noch zu hoch", sagte Nagel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Rande des EZB-Notenbankforums im portugiesischen Sintra. Die EZB hatte im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Leitzinsen angehoben, um die stark gestiegene Inflation im Euroraum zu bekämpfen.

Nahles: Beitrag für Arbeitslosenversicherung könnte steigen

LAUF - Die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, hält wegen des Milliardendefizits ihrer Behörde eine Erhöhung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung für möglich. Die Optionen, um den Haushalt der Bundesagentur auszugleichen, seien ein Darlehen des Bundes, inklusive eines möglichen Darlehenserlasses, ein Zuschuss des Bundes und eine Beitragserhöhung, sagte Nahles in Lauf bei Nürnberg. "All diese Optionen sind im Lösungsraum drin", sagte sie.

ROUNDUP 2: Spritpreise ziehen mit dem Ende des Tankrabatts kräftig an

MÜNCHEN - Die Spritpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts stark gestiegen. Am Mittwochmorgen war Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer als zur gleichen Zeit am Dienstag, wie der ADAC mitteilt. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus. Bis zum späten Vormittag weitete sich die Differenz bei beiden Kraftstoffen sogar noch minimal aus.

ROUNDUP: Merz erwartet Einigung auf Reformpaket

BERLIN - Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich überzeugt gezeigt, dass der Koalition wichtige Schritte für mehr Wettbewerbsfähigkeit und privaten Konsum gelingen. An diesem Donnerstag wollen Union und SPD dafür Ergebnisse ihres Koalitionsausschusses zum schwarz-roten Reformprogramm vorstellen. "Meine Erwartung ist, dass wir wirklich einen großen Sprung nach vorn machen in der Modernisierung unseres Landes", sagte der CDU-Vorsitzende kurz vor der Spitzenrunde der Regierungspartner. Merz machte deutlich, dass man einige Zeit brauchen werde, um über die notwendigen Themen zu sprechen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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