(neu: Schlusskurse, Kommentare von Jefferies und Bernstein)
NEW YORK (dpa-AFX) - Spekulationen über den Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs in der Meta
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, der sich auf informierte Personen beruft, entwickelt Meta Pläne für ein Cloud-Infrastrukturgeschäft. Dabei könnte der Zugang zu überschüssiger KI-Rechenleistung und zu KI-Modellen an externe Kunden verkauft werden. Zudem erwäge Meta, den Zugang zu "roher" Rechenkapazität zu verkaufen, ähnlich wie andere sogenannte "Neocloud"-Anbieter- etwa CoreWeave
Die Meta-Aktie sprang um 8,8 Prozent auf 612,91 US-Dollar hoch und überwand so zugleich auch wichtige charttechnische Widerstände. Bei 580 Dollar verläuft die 21-Tage-Durchschnittslinie, die ein Indikator für den kurzfristigen Trend ist und bei 607 Dollar verläuft die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend. Der nächste Widerstand wartet nun in Form der langfristigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei etwas über 647 Dollar verläuft.
Die Aktie von CoreWeave sackte im Nasdaq 100
Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies würde einen Einstieg von Meta ins Cloudgeschäft begrüßen, wie er in einer Schnelleinschätzung schrieb. Befürchtungen über Überkapazitäten hält er für nicht gerechtfertigt. Meta habe Amazons AWS-Strategie verschlafen und wolle nun überschüssige Rechenleistung zu Geld machen, um etwa die Auslastung zu steigern und den Cashflow zu erhöhen. Ein Cloud-Geschäft sei zudem strategisch wichtig für die langfristigen KI-Ambitionen von Meta und würde die Reichweite über die eigenen Verbraucheranwendungen hinaus erweitern, kommentierte der Experte.
Unterdessen beschäftigte sich Bernstein-Analystin Madison Rezaei mit der CorWeave-Aktie. Über das "Ob" der angeblichen Meta-Pläne lasse sich trefflich streiten, schrieb sie. Zugleich hob sie jedoch hervor, dass Meta über eine der weltweit größten Rechenzentrumsinfrastrukturen verfüge.
Sie schätzt die aktuelle Kapazität weltweit auf rund 20 Gigawatt, wobei in den kommenden Jahren weitere etwa 14 Gigawatt aus eigenen und angemieteten Anlagen hinzukommen sollten. "Diese Größenordnung steht der von Cloud- Anbietern in nichts nach", resümierte sie und ergänzte: "Sollte Meta tatsächlich Pläne für ein externes Cloud-Infrastrukturgeschäft verfolgen, das direkt mit AWS von Amazon