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APA ots news: FMA: Wirksames Beschwerdemanagement stärkt Kund:innenschutz...

10.07.2026
um 10:21 Uhr

APA ots news: FMA: Wirksames Beschwerdemanagement stärkt Kund:innenschutz und Risikofrüherkennung

Neue Ausgabe "Reden wir über Aufsicht" erläutert Erwartungen
an Finanzdienstleister für transparente und wirksame
Beschwerdeverfahren

Wien (APA-ots) - Beschwerden sind häufig mehr als Einzelfälle: Sie können
Finanzdienstleistern wichtige Hinweise auf Schwachstellen,
strukturelle Defizite und potenzielle Risiken in Geschäftsmodellen
und internen Prozessen liefern. Ein wirksames, transparentes
Beschwerdemanagement stärkt daher nicht nur den Schutz der
Kund:innen, sondern unterstützt auch die frühzeitige Erkennung und
Behebung möglicher Problemfelder.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) weist in der neuen
Ausgabe "Reden wir über Aufsicht" - der Schriftenreihe für
Beaufsichtigte - darauf hin, dass die Anforderungen an
Beschwerdeverfahren einen zentralen Bestandteil der
Wohlverhaltensregeln für nahezu alle von der FMA beaufsichtigten
Finanzdienstleister bilden.

Die Conduct-Aufsicht der FMA hat Beschwerdeverfahren der
Finanzdienstleister sektorübergreifend analysiert und Themen
identifiziert, denen bei der praktischen Umsetzung besondere
Aufmerksamkeit zu widmen ist. Unzureichende Verfahren können dazu
führen, dass systematische Problemfelder unentdeckt bleiben - mit
entsprechenden Reputationsrisiken und Risiken möglicher Verstöße
gegen aufsichtsrechtliche Pflichten.

Was die FMA erwartet:

- Klare Begriffe und Abgrenzung: Finanzdienstleister müssen in ihren
internen Richtlinien eindeutig festlegen, was als Beschwerde gilt,
und Beschwerden klar von bloßen Rückfragen oder sonstigen Anfragen
unterscheiden.

- Leicht zugängliche Informationen: Angaben zum Beschwerdeverfahren
müssen für Kund:innen ohne besondere Vorkenntnisse und ohne
erheblichen Aufwand auffindbar sein - etwa auf Websites oder in
Smartphone-Apps.

- Objektive Bearbeitung und klare Fristen: Beschwerden sind zeitnah
und innerhalb der geltenden Fristen zu beantworten;
Interessenkonflikte bei der Bearbeitung sind zu vermeiden.

- Analyse und interne Verankerung: Wiederholt auftretende oder
systematische Probleme sind zu analysieren, dokumentieren und durch
geeignete Maßnahmen zu beheben; interne Richtlinien müssen
institutsspezifisch, kohärent und vollständig ausgestaltet sein.

Die neue sowie alle weiteren Ausgaben von "Reden wir über
Aufsicht" sind auf der Website der FMA abrufbar.

Rückfragehinweis:
FMA-Mediensprecher
Boris Gröndahl
Telefon: +43 1 24959-6010 / +43 676 8824 9995
E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at

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