BONN (dpa-AFX) - Aus Frust über verlegte, verlorene oder beschädigte Briefe und Pakete haben Verbraucher Zehntausende Beschwerden bei einer Behörde eingereicht. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 35.728 kritische Wortmeldungen ein. Im Vorjahreszeitraum hatte die Behörde 22.981 Beschwerden gezählt.
Die Zahlen sind laut Netzagentur aber nicht vergleichbar, da sich die Methodik geändert hat. Musste man früher seine Beschwerde in eigenen Worten formulieren, so kann man sich inzwischen durch Multiple-Choice-Antworten klicken - dadurch fällt es manch einem Verbraucher womöglich leichter, eine Beschwerde einzureichen. Die Post hält den Mängelmelder, wie das neue System heißt, für "aufgebläht".
Die Beschwerden richten sich gegen alle Postdienstleister. In 87 Prozent der Fälle geht es um den Marktführer Deutsche Post/DHL