Grüne fordern: Marine-Schiffe zurück in heimische Gewässer
BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen fordern Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angesichts der neuen Eskalation im Mittleren Osten auf, die beiden für mögliche Minenräumeinsätze in die Region verlegten deutschen Schiffe zurückzuholen. Jeder Tag erhöhe den Druck, die Besatzungen nicht länger vor Ort zu lassen, sagte Sara Nanni, sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Sie kritisierte, dass die Beatzungen im Unklaren gelassen würden, wo sie die nächsten Wochen und Monate verbrächten. Die Ungewissheit betreffe auch Familien und Freunde.
"Das Parlament beginnt seine sitzungsfreie Zeit und Verteidigungsminister Pistorius lässt die Besatzung unnötig lange im Einsatz. Ich habe dafür kein Verständnis", sagte Nanni. Und: "Die personellen und materiellen Ressourcen der Bundeswehr müssen umsichtig und sorgsam eingesetzt werden. Wer weiß, wofür man diese noch braucht."
Die Bundesregierung hatte bereits vor Wochen das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" in die Region geschickt, um dort für einen Einsatz zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus bereitzustehen. Pistorius selbst hatte Anfang Juli erklärt, derzeit sei nicht absehbar, dass Bedingungen für einen Militäreinsatz zur Sicherung des wichtigen Handelswegs bald erfüllt würden./cn/DP/zb