STOCKHOLM (dpa-AFX) - Der Netzwerkausrüster Ericsson
Der Umsatz sank im zweiten Quartal im Jahresergleich um sechs Prozent auf rund 52,7 Milliarden Kronen (4,8 Mrd Euro). Analysten hatten hier allerdings etwas mehr auf dem Zettel. Unter dem Strich verdiente Ericsson mit knapp 4,1 Milliarden Kronen zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Anlegern kam das nicht gut an. Für die Aktie ging es zuletzt um fast acht Prozent abwärts.
Die Analysten von Bernstein Research sprachen von einer mäßigen Entwicklung im zweiten Quartal. Lediglich durch Kostensenkungen sei eine gewisse Stabilisierung gelungen. Zudem erscheine der Geschäftsausblick des Netzwerkausrüsters nicht gerade glänzend. Die Experten der Bank JPMorgan merkten hierzu an, dass die Aussichten für die Bruttomarge sich unter der Konsensschätzung bewegten.
"Im zweiten Quartal haben wir Maßnahmen ergriffen, um den Anstieg der Komponentenkosten abzufedern", sagte der scheidende Konzernchef Börje Ekholm laut Mitteilung. Das Unternehmen werde auch weiterhin interne Maßnahmen sowie Preisanpassungen vornehmen, um diesen Effekt möglichst auszugleichen.
Ericsson und andere Hersteller von Telekommunikationsausrüster leiden seit Jahren unter einer schwachen Nachfrage der Netzbetreiber, nachdem die erhofften Investitionen in den Ausbau von 5G-Netzen weitgehend ausgeblieben sind. Der Konzern reagierte mit Sparprogrammen und strich 2025 weltweit rund fünftausend Stellen. Auch in diesem Jahr sollen die Ausgaben weiter gesenkt werden. Auch sollen Verkaufspreise angehoben werden.
Der vorgelegte Quartalsbericht ist der letzte unter der Führung von Ekholm, der Ende September in den Ruhestand geht und von Per Narvinger abgelöst wird./err/mne/mis