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Crédit Mutuel Asset Management: US-Zölle: Comeback in diesem Sommer?
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Crédit Mutuel Asset Management: US-Zölle: Comeback in diesem Sommer?
17.07.2026 / 09:03 CET/CEST
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US-Zölle: Comeback in diesem Sommer?
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft
innerhalb der Groupe La Française, der Holdinggesellschaft für den
Asset-Management-Bereich der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
Zölle könnten in den kommenden Monaten erneut zu einem zentralen Marktthema
werden. Obwohl sie nach den starken Marktturbulenzen, die Donald Trumps
Zollankündigungen 2025 ausgelöst hatten, aus dem Blickfeld der Anleger
geraten sind, deuten mehrere Entwicklungen darauf hin, dass das Thema bald
wieder in den Vordergrund rücken könnte. Die republikanische Regierung
musste bislang einige rechtliche Rückschläge in ihrer Handelspolitik
hinnehmen und Präsident Trump hat seine Aufmerksamkeit weitgehend auf andere
Prioritäten verlagert. Dennoch ist die eigentliche Begründung für höhere
Zölle nicht verschwunden.
Die US-Staatsfinanzen verschlechtern sich weiter, obwohl Zölle als Mittel
zur Verbesserung der Haushaltslage des Landes dargestellt werden. Das
US-Handelsdefizit stieg im Mai auf 77 Milliarden US-Dollar - eines der
höchsten Defizite abgesehen von der Corona-Krise - während das
Leistungsbilanzdefizit im ersten Quartal 226 Milliarden US-Dollar erreichte
und damit deutlich über den erwarteten 208 Milliarden US-Dollar lag (Quelle:
Bloomberg, März 2026). Der Ausblick dürfte sich in Zukunft kaum wesentlich
verbessern, da US-Technologieunternehmen weiterhin große Mengen an
hochentwickelten Halbleitern aus Taiwan und Südkorea importieren.
Auch einige wichtige politische Meilensteine im Laufe des Sommers könnten
Handelsfragen wieder in den Fokus rücken. Die USA haben beschlossen, das
derzeitige Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) nicht zu
verlängern, sondern stattdessen jährliche Verhandlungen zu führen. Die
nächste Verhandlungsrunde ist für den 20. Juli in Mexiko-Stadt angesetzt.
Eine weitere wichtige Frist läuft Ende Juli ab. Die vorübergehenden Zölle in
Höhe von 10 %, die Donald Trump eingeführt hatte, nachdem der Supreme Court
entschieden hatte, dass die im Rahmen des "International Emergency Economic
Powers Act" (IEEPA) verhängten Zölle rechtswidrig seien, laufen aus. Es wird
erwartet, dass sie durch neue Maßnahmen ersetzt werden, höchstwahrscheinlich
gemäß Abschnitt 301 des "Trade Act" von 1974.
Auch die Beziehungen zu Europa könnten sich als herausfordernd erweisen.
Zwar haben sich die EU und die USA im Juni darauf geeinigt, die Zölle auf 15
% zu begrenzen, doch scheint diese Vereinbarung fragil zu sein. Seitdem hat
Donald Trump wiederholt dem europäischen Automobilsektor gedroht. Auch die
Besteuerung digitaler Dienstleistungen, insbesondere mit Frankreich, bleibt
eine potenzielle Quelle für Spannungen.
Gegen Ende des Sommers könnte sich die Aufmerksamkeit dann wieder auf China
verlagern. Der derzeitige Handelsfrieden läuft im November aus, und die
Verhandlungen dürften nach dem Sommer wieder aufgenommen werden.
Insgesamt deuten diese Entwicklungen darauf hin, dass Zölle erneut zu einem
zentralen Thema auf der Agenda der republikanischen Regierung werden
könnten. Angesichts der bevorstehenden US-Zwischenwahlen bleibt die
Handelspolitik ein Thema, das bei der politischen Basis von Präsident Trump
großen Anklang findet. Auch Grönland ist wieder zu einem geopolitischen
Diskussionsthema geworden, was die erneute Konzentration der Regierung auf
strategische Fragen unterstreicht.
Ob diese Entwicklungen die Finanzmärkte wesentlich beeinflussen werden,
bleibt ungewiss. Vieles wird vom Ausgang der bevorstehenden Verhandlungen
abhängen. Allerdings würden erneute Handelsspannungen mit ziemlicher
Sicherheit die Unsicherheit an den Märkten verstärken und könnten zu einer
weiteren Volatilität führen - und das zu einer Zeit, in der die globalen
Lieferketten weiterhin unter Druck stehen.
Asset Allokation
Obwohl das Risiko erneuter Handelsspannungen steigt, bevorzugen wir
weiterhin Aktien und das kurze Ende der Zinsstrukturkurve. Diese
Positionierung wird durch niedrigere Ölpreise, eine Berichtssaison, die
solide Ergebnisse liefern dürfte, und eine weiterhin weitgehend neutrale
Anlegerpositionierung gestützt.
Im Gegensatz dazu sind wir am langen Ende der Zinsstrukturkurve
vorsichtiger. Anleihen mit langer Laufzeit gehörten zu den am stärksten
betroffenen Anlageklassen während der letzten Eskalation der
Handelsspannungen zu Jahresbeginn. Jede neue Unsicherheit hinsichtlich der
US-Handelspolitik könnte die langfristigen Renditen erneut unter
Aufwärtsdruck setzen.
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Bianca Tomlinson
Neue Mainzer Straße 80
60311 Frankfurt
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18673, und am 4. November 2016 bei ORIAS ( www.orias.fr) unter der Nummer
13007808 registriert, ist eine Tochtergesellschaft von La Française. Crédit
Mutuel Asset Management: 128 Boulevard Raspail, 75006 Paris, ist eine von
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registrierte Vermögensverwaltungsgesellschaft. Aktiengesellschaft (Société
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