FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem verhaltenen Wochenstart hat der Dax
"Die befragten Finanzmarktanalysten sind trotz der neuerlichen Zuspitzung am Persischen Golf und gestiegener Ölpreise deutlich optimistischer", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank und ergänzte: "Und tatsächlich, die deutsche Wirtschaft zeigte zuletzt eine gewisse Resilienz."
Für den MDax
Derweil bleibt die Lage im Nahen Osten unklar, denn der Krieg zwischen den USA und dem Iran dauert unvermindert an. Aktuell bemühen sich zwar die Vermittler im Nahost-Krieg Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe, allerdings dauern die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten an.
"Die Anleger suchen derzeit nach Leitplanken für ihre Entscheidungen", schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research. Doch zwischen Friedenssignalen und neuen militärischen Eskalationen verschöben sich diese Orientierungspunkte beinahe täglich.
Für Investoren ist der geopolitische Kompass Emden zufolge derzeit schwer abzulesen. Solange unklar bleibe, ob Diplomatie oder weitere Kampfhandlungen im Iran-Krieg die Oberhand gewinnen, dürfte Vorsicht das dominierende Anlagemotiv bleiben. Starke US-Unternehmenszahlen könnten zwar den Blick der Märkte vorübergehend auf fundamentale Daten lenken. Doch die geopolitische Unsicherheit dürfte das Grundrauschen bleiben, das jede Erholung jederzeit wieder überlagern kann.
An den asiatischen Börsen sorgte die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten für Rückenwind. In Seoul legten KI- und Halbleiteraktien wieder zu, die zuletzt in großem Stil verkauft worden waren. Davon profitierten auch Branchenwerte hierzulande. So stiegen die Anteilsscheine von Infineon
Die Vorzugsaktien von Jungheinrich
Unter den schwächsten Werten im Dax fielen die zuletzt stark gelaufenen Aktien der Munich Re
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---