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Merz: Keine Ratschläge an Spahn für berufliche Zukunft

21.07.2026
um 16:37 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz will dem als CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender zurückgetretenen Jens Spahn keine Ratschläge für seine politische und berufliche Zukunft geben. "Ich weiß es nicht, was er selbst vorhat und wenn er darüber gerne sprechen will, tue ich das selbstverständlich", sagte der CDU-Vorsitzende bei einer Pressekonferenz mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev in Berlin auf eine Frage nach Spahn. "Aber ich werde ihm keine Ratschläge geben und ich werde sie ganz sicher auch nicht öffentlich geben."

Spahn und sein Ehemann hatten sich dafür entschieden, ihr Kind von einer Leihmutter in den USA zur Welt bringen zu lassen. In Deutschland sind Leihmutterschaften verboten. Nach heftiger Kritik an seinem Vorgehen war Spahn am Samstag zurückgetreten. Offen ist, ob er sein Bundestagsmandat behält. Er hat sich seit seinem Rücktritt nicht mehr zu Wort gemeldet.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Bilger, hatte am Montag gesagt, er wünsche sich, dass Spahn im Bundestag bleibt. "Ich hoffe sehr, dass er uns in der Politik erhalten bleibt, natürlich auch als Mitglied unserer Fraktion", sagte der CDU-Politiker am Rande einer Präsidiumssitzung seiner Partei. Spahn sei "ein sehr politischer Mensch, der auch wirklich viel geleistet hat"./mfi/DP/jha