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ROUNDUP: Kiew greift Lagerhaus und Raffinerie in Wolgograd an

31.07.2026
um 13:51 Uhr

WOLGOGRAD (dpa-AFX) - Ukrainische Drohnen haben in der russischen Millionenstadt Wolgograd ein weiteres Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries und eine Ölraffinerie in Brand gesetzt. Gouverneur Andrej Botscharow bestätigte die Einschläge und schrieb auf dem Telegramkanal der Gebietsverwaltung von fünf Verletzten durch die Angriffe. Neben den Industrieobjekten seien in der Stadt, die früher Stalingrad hieß, auch ein Wohnblock und ein privates Wohnhaus beschädigt worden, schrieb er. Später teilten die Behörden mit, dass wegen der Größe des Feuers zusätzliche Einheiten zu den Löscharbeiten ausgerückt seien. Auch Wildberries selbst bestätigte den Treffer in seinem Lagerhaus.

Selenskyj bestätigt ukrainische Angriffe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Drohnenangriffe in sozialen Medien als "gerechtfertigte Reaktion". Die Ukraine habe insgesamt drei Logistikzentren in 500 bis 1.300 Kilometer Entfernung von der Grenze angegriffen. Zudem wurden seinen Worten nach ein Hafenterminal in der südrussischen Region Krasnodar, eine Raffinerie im Gebiet Wolgograd und Ziele im Asowschen Meer attackiert.

Seit rund viereinhalb Jahren führt Russland Krieg in der Ukraine. Das angegriffene Land wehrt sich gegen die Invasion zuletzt verstärkt mit Drohnenattacken, die den Krieg zurück in das Land des Aggressors tragen. Seit Monaten steht dabei besonders die russische Ölindustrie im Visier des ukrainischen Militärs: Dutzende Raffinerien und Öldepots wurden bereits angegriffen. Damit will Kiew den russischen Truppen die Treibstoffversorgung und dem Kreml die Kriegsfinanzierung erschweren.

Seit zwei Wochen greift die Ukraine zudem regelmäßig Lagerhäuser des größten russischen Online-Händlers Wildberries an. Inzwischen sind elf Objekte vollständig oder teilweise in Flammen aufgegangen. Die Ukraine begründet den Beschuss damit, dass auf der Plattform auch militärische Güter wie FPV-Drohnen, Panzerplatten und Splitterschutzwesten für russische Soldaten an der Front gehandelt würden./bal/DP/jha