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Migranten in Ceuta: Österreich sieht Schengen-Freiheit in Gefahr

31.07.2026
um 14:48 Uhr

WIEN/CEUTA (dpa-AFX) - Österreichs Kanzler Christian Stocker (ÖVP) hat angesichts der Ankunft Tausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta Madrid zu konsequentem Handeln aufgefordert. "Jetzt ist entscheidend, dass Spanien seiner europäischen Verantwortung nachkommt und sicherstellt, dass kein einziger illegaler Migrant auf europäisches Festland gelangt", sagte der Regierungschef von der konservativen ÖVP.

Stocker: Im Bedarfsfall temporäre Schließung von Grenzen

Sollte sich die Lage so entwickeln, "dass wir Druck auf unsere nationalen Grenzen spüren, werden wir alles unternehmen, um diese zu schützen - dazu gehören im Bedarfsfall auch temporäre Schließungen der Schengen-Grenzen", so der Politiker.

In den vergangenen Tagen waren Schätzungen der regionalen Behörden zufolge rund 60.000 Migranten von Marokko aus irregulär in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt, die von Marokko und dem Mittelmeer umschlossen ist.

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis fordert eine sofortige Schließung der offenen Schengen-Grenzen mit Spanien - was er genau damit meinte, ließ er offen. Frankreich hat bereits angekündigt, seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien zu verstärken. Die Politik Madrids habe den Vorfall in Ceuta verursacht, sagte der rechtspopulistische Politiker und Milliardär nach Angaben der Agentur CTK./mrd/DP/jha