FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Der Euro hat damit die Kursgewinne vom Freitag nach einem überraschend schwachen US-Arbeitsmarktbericht größtenteils gehalten. Ein Rückgang der Zahl der Beschäftigten hatten den Dollar unter Druck gesetzt und der Euro war im Gegenzug gestiegen.
Trotz der schwachen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung sei die Veränderung bei den Zinserwartungen in den Vereinigten Staaten aber "recht moderat" ausgefallen, heißt es in einem Kommentar der Commerzbank. Demnach wird weiter mit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed bis zum Ende des Jahres gerechnet. Vor diesem Hintergrund seien die Kursverluste beim Dollar vergleichsweise leicht ausgefallen, sagte Commerzbank-Analyst Michael Pfister. Sollten die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreisdaten niedriger als erwartet ausfallen, könnten allerdings auch die Zinserhöhungserwartungen weiter ausgepreist werden. Diese seien der Hauptgrund für die Stärke des Dollar in den vergangenen Monaten gewesen.
Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten den Euro kaum. Die vom Institut Sentix befragten Finanzmarktexperten haben die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum erneut positiver eingeschätzt. "Das Wachstum im zweiten Quartal fiel stärker als erwartet aus, gleichzeitig zeigen Industrieproduktion, Wirtschafts- und Verbrauchervertrauen Erholungstendenzen", schreiben die Sentix-Experten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85565 (0,85765) britische Pfund, 183,31 (182,64) japanische Yen und 0,9340 (0,9347) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.345 Dollar. Das waren rund 4 Dollar mehr als am Freitag./jsl/he