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ROUNDUP: Ex-Staatsministerin verzichtet nach Rauswurf auf Merz-Kritik

14.08.2026
um 10:16 Uhr

BERLIN/LEIPZIG (dpa-AFX) - Die frühere Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, zeigt sich enttäuscht über ihre Entlassung durch Kanzler Friedrich Merz - mit öffentlicher Kritik hält sie sich aber zurück. "Selbstverständlich hätte ich diese Arbeit gern noch weitergeführt, doch das lag nicht in meiner Hand", sagte die sächsische CDU-Politikerin der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung". "Ich respektiere seinen Entschluss. Doch ich werde keine Einordnungen vornehmen."

Schenderlein war vor drei Wochen als Sport-Staatsministerin abgelöst worden. Noch ist offen, wer ihre Nachfolge antritt. Schenderlein wurde parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium.

Anruf kam auf dem Rückweg aus dem Urlaub

Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. "Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat", berichtete Schenderlein.

Merz hatte Ende Juli im Zuge einer Kabinettsumbildung auch Schenderlein aus dem Ressort abberufen. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß das auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn./mxx/DP/jha