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Drohne: Personal von AKW Saporischschja getötet und verletzt

18.08.2026
um 16:44 Uhr

ENERHODAR/WIEN (dpa-AFX) - Eine Drohne hat in der Ukraine mehr als ein Dutzend Mitarbeiter des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja angegriffen. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte AKW-Leitung mitteilte, wurde eine Person getötet, 15 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Sämtliche Opfer seien AKW-Angestellte und Mitarbeiter von Subunternehmen, hieß es.

Die Drohne explodierte demnach am Morgen bei einer Bushaltestelle, die von den AKW-Mitarbeitern auf dem Weg zur Arbeit genutzt wird. Zuvor hatten die russischen Besatzungsbehörden den Angriff gemeldet und machte Kiew dafür verantwortlich. In Moskau teilte das zentrale Ermittlungskomitee mit, dass Strafverfahren wegen der Terroranschläge im Gebiet Saporischschja und in der Hauptstadtregion eingeleitet worden seien. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Reaktion.

IAEA-Chef fordert sofortige Einstellung der Angriffe

Der IAEA wurden auch weitere Angriffe im Industriegebiet um das frontnahe Atomkraftwerk gemeldet. IAEA-Chef Rafael Grossi rief dazu auf, Angriffe auf AKW und ihre Mitarbeiter sofort einzustellen. Solche Attacken stellten ein großes Risiko für die nukleare Sicherheit dar, betonte er auf der Plattform X.

Ein Team der IAEA ist im permanent stillstehenden Kraftwerk stationiert, um die Lage zu überwachen und durch ihre Präsenz das Risiko von direkten Angriffen zu verhindern, die zu einem Atomunfall führen könnten.

Die Ukraine wehrt sich seit fast viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Das AKW Saporischschja und die Kraftwerksstadt Enerhodar sind seit März 2022 russisch besetzt. Aus Sicherheitsgründen wurden alle sechs Reaktoren heruntergefahren./al/DP/stw