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WDH/ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima steigt 4. Monat in Folge - Zuversicht nimmt zu

25.08.2026
um 11:39 Uhr

(Tippfehler in der Überschrift berichtigt)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut am Dienstag in München mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer zeigt damit den vierten Monat in Folge nach oben. Ökonomen erwarten trotz der Folgen des Iran-Kriegs und der jüngsten Dürre eine Belebung der Wirtschaft.

Das Ifo-Geschäftsklima fiel auch besser aus als von Analysten erwartet. Sie waren im Schnitt von einem Anstieg auf 87,2 Punkte ausgegangen. "Die Zuversicht unter den Unternehmen in Deutschland hat zugenommen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs könne sich die deutsche Wirtschaft weiter erholen.

Gestützt wurde der Indikator durch gestiegene Erwartungen an künftige Geschäfte und einer besseren Einschätzung der aktuellen Lage. "Die Unternehmen waren zufriedener mit ihrer aktuellen Lage", sagte Fuest. Auch ihre Erwartungen hätten sie deutlich nach oben korrigiert.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Stimmung spürbar gestiegen. Hier haben die Firmenlenker ihre laufenden Geschäfte deutlich besser eingeschätzt. Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Allerdings bleibe die Lage in der Logistikbranche schwierig, heißt es in er Mitteilung.

Nach Einschätzung des Analysten Ralph Solveen von der Commerzbank sind die Ifo-Daten eine gute Nachricht von der deutschen Wirtschaft. "Die Unternehmen schöpfen Hoffnung", fasste er das Umfrageergebnis zusammen. Die bessere Stimmung zeige, dass sich die Konjunktur trotz einiger Belastungsfaktoren in den kommenden Monaten weiter beleben werde.

"Insgesamt sind die konjunkturellen Perspektiven in Deutschland solide", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Allerdings bleibe der Ausblick weiter unsicher vor dem Hintergrund des anhaltenden Nahost-Konflikts und der hohen Energiekosten. Zudem würden Dürre und Niedrigwasser Belastungsfaktoren darstellen.

Bereits im Frühjahr hatte die deutsche Wirtschaft ein Lebenszeichen gezeigt. Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaftsleistung mit 0,3 Prozent zum Vorquartal etwas stärker gewachsen zu als zunächst berechnet. Das Statistische Bundesamt verwies auf eine gute Exportentwicklung in den Monaten April bis Juni. Europas größte Volkswirtschaft ist damit drei Quartale in Folge gewachsen./jkr/jsl/mis