Pressestimme: 'Südwest Presse' zur Bilanz des Sommers
ULM (dpa-AFX) - "Südwest Presse" zur Bilanz des Sommers:
"Dass klimabedingte Wetter-Extreme sich politisch auswirken können, konnte man nach dem Dürre-Sommer 2018 sehen. Damals entstand die Bewegung Fridays for Future, die es schaffte, Klimapolitik ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. Von einer solchen Schlagkraft ist aktuell aber wenig zu spüren. Zwar forderte die SPD mehr Hitzeschutz. Der Kanzler erwähnte den Klimawandel in seiner ersten Rede nach den Ferien ganze fünf Mal, wohl häufiger als in seiner ganzen bisherigen Amtszeit. Aber daraus folgte wenig. Und doch könnte etwas bleiben: Das Niedrigwasser, die wegen Hitze gesperrten Autobahnen und die ausgefallenen Züge haben gezeigt, wie ernst man die Warnung nehmen sollte, dass Nicht-Handeln in der Klimapolitik teurer sein kann als Handeln. Dieses Argument könnte in den Debatten um Klimaschutz und -anpassung stärker wirken als bisher. Und zwar über den Sommer hinaus."/yyzz/DP/stw