Pressestimme: 'Nürnberger Nachrichten' zu Bundesregierung/Russland
NÜRNBERG (dpa-AFX) - "Nürnberger Nachrichten" zu Bundesregierung/Russland:
"Denkbar sind noch schärfere Sanktionen - wobei man staunt, dass da immer noch nicht alles getan wurde. Die Ausweisung von Diplomaten und die Schließung des Russischen Hauses in Berlin wären Signale, ebenso ein Vorgehen gegen Russlands Schattenflotte, mit der es die Öl-Sanktionen umgeht.
Einen Nato-Fall will Berlin offenbar nicht ausrufen. Gut so. Denn darauf scheint Putin zu warten: Er will austesten, ob die Nato funktioniert, wenn es zum Schwur kommt. Zweifel sind vor allem wegen Trump angebracht. Der deutsche Schritt scheint daher gut bedacht - eine Chance und, wegen Putin, ein Risiko: Wir nehmen nicht alles hin. Aber wir nennen Schritte zum Krieg auch Schritte zum Krieg. Im besten Falle deshalb, um genau diesen Krieg einzudämmen."/DP/jha