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US-Militär: Nehmen niemals Zivilisten ins Visier

02.09.2026
um 17:51 Uhr

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Das US-Militär hat Berichte über einen tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier im Iran weder bestätigt noch dementiert. Man sei sich der Berichte bewusst, die von iranischen Staatsmedien stammten, teilte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, auf Anfrage mit. "Das US-Militär nimmt niemals Zivilisten ins Visier", betonte er und stellte das als Unterschied zum Vorgehen der iranischen Revolutionsgarden dar.

Das US-Militär hatte am Dienstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X darüber informiert, dass es eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen habe. Dabei seien Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte attackiert worden, hieß es.

Iranischen Medien zufolge wurden bei den Luftangriffen mindestens 18 Menschen getötet. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte, dass demnach bei Sirik nahe der iranischen Küste ein Gebäude einer Hochzeitsfeier getroffen wurde. Dabei seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein kleines Kind. Andere Medienberichte sprachen von fünf Todesopfern. Das Außenministerium in Teheran warf den USA Kriegsverbrechen vor.

Gleich zu Beginn des von Israel und den USA am 28. Februar begonnen Kriegs sorgte bereits ein Angriff auf eine Mädchenschule im Iran für Aufsehen und Entsetzen. Dabei kamen unter anderem rund 170 Schülerinnen ums Leben. Unabhängige Recherchen kamen zu dem Schluss, dass die USA für den Angriff verantwortlich sind./fsp/DP/jha