BERGHEIM (dpa-AFX) - Nach der mutmaßlichen Sabotage an einem Umspannwerk in Bergheim wird die komplette Kraftwerkskapazität voraussichtlich erst in einigen Tagen wieder zur Verfügung stehen. Laut RWE
"Je nachdem, in welchem Betriebszustand die Anlagen zur Zeit des Ausfalls waren, sind unterschiedliche Maßnahmen für die Wiederinbetriebnahme erforderlich", erklärte ein RWE-Sprecher. Dazu gehöre unter anderem, dass wichtige Komponenten zunächst vollständig auskühlen müssen, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden können. "Daraus resultieren dann auch unterschiedliche Zeitpunkte."
Infolge des Vorfalls an einem Umspannwerk in Bergheim nahe Köln am Dienstagabend waren laut RWE Power fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke an zwei Standorten vom Netz gegangen. Diese Blöcke im Rheinischen Revier mit einer grundsätzlichen Kapazität von insgesamt rund 4.200 Megawatt speisten zum Zeitpunkt des Vorfalls rund 3.000 MW benötigte Leistung ins Netz ein.
Im Detail teilte RWE Power mit, dass an beiden Standorten jeweils ein Kraftwerksblock am Vormittag wieder ans Netz ging: In Neurath der Block G und in Niederaußem Block H. In Neurath folgte der Block F am Abend. Mit der Wiederinbetriebnahme der Kraftwerksblöcke Niederaußem G und K sei im Laufe des kommenden Wochenendes zu rechnen./vd/DP/jha