ROUNDUP 2: Festnahmen bei britischer Militärbasis - Terrorverdacht
(aktuelle Fassung)
GLOUCESTERSHIRE (dpa-AFX) - In Großbritannien stehen fünf Männer, die außerhalb des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford festgenommen wurden, unter Terrorverdacht. Sie werden nach Angaben der britischen Polizei der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Außerdem wird gegen die Männer wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wollten die fünf Männer "großen Schaden" anrichten. Die Festnahme sei großartig gewesen, sagte Trump vor Reportern in Chicago. Der US-Präsident lobte dabei auch die Zusammenarbeit mit Großbritannien. "Wir hatten sie schon lange im Blick und haben sie geschnappt", sagte er über die Verdächtigen. Laut PA dagegen sollen die Ermittler vor dem Einsatz in der Nähe des Dorfs Whelford in Gloucestershire keine Kenntnis von einem womöglich geplanten Anschlag gehabt haben.
Die fünf Männer waren festgenommen worden, nachdem der Polizei in der Nacht zum Sonntag drei verdächtige Fahrzeuge gemeldet worden waren, die in Richtung des Luftwaffenstützpunkts unterwegs waren. Anwohner aus etwa 85 Haushalten in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts mussten ihre Häuser sicherheitshalber verlassen. Sie durften am Abend immer noch nicht dorthin zurückkehren.
"Telegraph": Steckt der Iran hinter dem Vorfall?
Die Hintergründe des Vorfalls sind bislang nicht bekannt. "Wir befinden uns in einem frühen Stadium der Ermittlungen", sagte eine Sprecherin der britischen Anti-Terror-Polizei laut PA. Der "Telegraph" berichtete am Sonntag, die Anti-Terror-Einheit untersuche, ob der Iran hinter dem Vorfall stecken könnte. Auch russische Sabotage oder ein islamistisches Motiv würden nicht ausgeschlossen.
Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting wollte eine mögliche Verbindung zum Iran nicht kommentieren: Es sei zu früh, sich dazu zu äußern. Er stehe in engem Kontakt zu seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth.
Erst im März hatten die US-Streitkräfte Langstreckenbomber an die RAF-Basis Fairford verlegt. Das Verteidigungsministerium in London hatte in dem Zusammenhang bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" im Iran-Krieg nutzten.
Der britische Premierminister Andy Burnham nannte den Vorfall bei Fairford "zutiefst beunruhigend" und sagte, seine Regierung werde "stets alle notwendigen Schritte unternehmen", um die Menschen zu schützen./wbj/DP/he