BERLIN/SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der deutsche Essenlieferdienst Delivery Hero
Für die im Mittelwerteindex MDax
Der Fahrdienstvermittler und Lieferdienst aus den Vereinigten Staaten hat sich einen Großteil der Delivery-Hero-Anteile bereits gesichert und will sich in einem Milliardendeal auch den Rest einverleiben. Die Führung des Berliner Konzerns hatte hierbei zuletzt bereits mitgezogen und bei Aktionären und Beschäftigten für den Zusammenschluss geworben. Die Offerte des US-Konzerns bewertet Delivery Hero insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro.
Im Zuge der angestrebten Übernahme will sich Delivery Hero von seinem Geschäft in 14 Ländern trennen, in denen der Konzern bisher mit dem Lieferdienst Uber Eats konkurriert. Betroffen sind Österreich, Chile, Zypern, die Tschechische Republik, Ecuador, Griechenland, Moldau, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden und die Türkei. Käufer hierfür ist den Angaben zufolge die Beteiligungsgesellschaft SSW Partners aus New York. Sie bezahle 1,4 Milliarden Euro, hieß es im Juli. Voraussetzung sei, dass die Übernahme von Delivery Hero durch Uber gelingt.
Uber hielt zuletzt knapp 25 Prozent an dem Berliner Konzern, hinzu kommen Finanzinstrumente über knapp 12 Prozent. Zudem gibt der Delivery-Hero-Großaktionär Prosus
Delivery Hero hatte jahrelang unter dem Strich fast durchweg rote Zahlen geschrieben. Einen Überschuss fuhr der Konzern nur im Jahr 2019 ein. Da hatte er sein Deutschlandgeschäft mit den Marken Foodora, Lieferheld und Pizza.de an den Rivalen Takeaway.com (heute Just Eat Takeaway) verkauft und damit einen hohen Sondergewinn eingestrichen. Just Eat Takeaway ist hierzulande vor allem mit der Marke Lieferando vertreten und konkurriert hier auch mit Uber Eats./jha/he/err/tav/stk