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Pressestimme: 'Südkurier' zur Krise in der Union

14.09.2026
um 05:35 Uhr

KONSTANZ (dpa-AFX) - Der "Südkurier" zur Krise in der Union:

"Es ist klar, dass es nach einem Wahlergebnis wie zuletzt in Sachsen-Anhalt in einer Partei rumort. Die CDU ist da offensichtlich keine Ausnahme. Doch wundern darf man sich schon über den selbstzerstörerischen Trieb mancher Unionsabgeordneten, dem eigenen Kanzler fast täglich von Neuem in den Rücken zu fallen. Denn erstens waren sie es selbst, die Friedrich Merz vor nicht allzu langer Zeit in dieses Amt gewählt haben - und er war damals kein grundlegend anderer Mensch als heute. Zweitens könnte man zudem von einer Regierungspartei etwas mehr Disziplin erwarten und genug Weitsicht, sich nicht eine Woche vor zwei weiteren Landtagswahlen öffentlich selbst zu zerlegen. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Union, sondern ebenso für die SPD, die schon am Wahlabend von Teilen der in der Koalition vereinbarten Reformen abrückte. Wie soll das auf unentschlossene Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wirken? Die dürften nun umso entschlossener ihr Kreuz lieber anderswo machen."/yyzz/DP/men